vonRedaktion Salzburg
JÄNNER 11, 2026
Lawine - Symbolbild
© Peter Gudella, shutterstock.com
Am 11.01.2026, gegen 10:40 Uhr, wurde der Polizeiinspektion Kitzbühel ein Lawinenabgang im Gemeindegebiet Jochberg, Bergstation Pengelstein, in Richtung des "Saukasergrabens" gemeldet. Wie sich später herausstellte, war der Melder, ein 17-jähriger deutscher Staatsangehöriger (wohnhaft in Österreich), die von der Lawine betroffene Person. Bei einer Befragung durch die Alpinpolizei gab dieser an, dass er im Bereich des "Hieseleggsees" die gesicherte Piste verlassen habe und alleine in die Rinne Richtung "Saukasergraben" gefahren sei. Dort habe er ein Schneebrett ausgelöst, dem er aber entkommen habe können. Aufgrund der angespannten Situation habe er beabsichtigt, zum Sessellift "Hochsaukaser" zu fahren und habe daher einen Osthang gequert. Dabei habe sich direkt über ihm ein Schneebrett gelöst. Dieses habe ihn erfasst, wobei er den Airbag am Rucksack auslösen habe können. Er sei immer wieder unter den Schnee gezogen worden, sei aber schließlich an der Oberfläche zum Stillstand gekommen. Da er sich nicht verletzt hatte, konnte er sich einer vorbeikommenden Freerider-Gruppe anschließen und abfahren.
Die Einsatzkräfte durchsuchten im Anschluss beide Lawinenkegel, um etwaige weitere verschüttete Personen auszuschließen. Der Einsatz wurde um 13:30 Uhr beendet. Es konnten keine weiteren verschütteten Personen festgestellt werden. Die Lawine hat eine Länge von ca. 350 Metern und eine Breite von ca. 120 Metern, der Hang weist eine Neigung von ca 40 Grad auf. Es wurden keine Personen verletzt.
Im Einsatz standen die Bergrettung Jochberg mit 18 Mann, der NAH C4 und zwei Alpinpolizisten.
Quelle: LPD Tirol