vonRedaktion International
MÄRZ 26, 2026
© NLK Pfeiffer
Energie-Beratung mit Experten von E-Control und Energie- und Umweltagentur, um Leben leichter zu machen und Versorgung zu sichern
Nach einer Beratungsrunde mit Energieexpertinnen und -Experten hält LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf fest: „Die Welt-Nachrichten sind beherrscht von Kriegen und Teuerung. Davon kann sich Österreich natürlich nicht abkapseln. Aber es ist unsere Verantwortung, die richtigen Entscheidungen zu treffen, um die Versorgung sicher zu halten und das Leben wieder leichter zu machen. Dabei kämpfe ich für jede Entlastung.“ Dazu gibt er auch konkrete Ausblicke und Antworten: „Die angekündigte Senkung der Stromtarife durch Versorger wie Verbund und EVN kommt und hält, bei der EVN ist es in wenigen Tagen so weit. Dafür haben wir uns eingesetzt und davon erwarte ich mir eine deutliche Entlastung.“ Auch die Spritpreise spricht er an: „Hunderttausende Menschen in Niederösterreich sind täglich aufs Auto angewiesen. Gerade im ländlichen Raum schlagen sich steigende Spritpreise daher umso stärker nieder. Die Umsetzung der von mir geforderten Senkung der Treibstoffsteuern ist ein erster wichtiger Schritt, weitere müssen folgen. Dabei muss jeder Spielraum genützt und die Spritsteuern weiter gesenkt werden, wenn auch die Rohstoffpreise weiter steigen,“ so Pernkopf.
Darüber hinaus fordert er eine europäische Reform des sogenannten Merit Order System durch eine Entkoppelung vom Öl und Gas und eine Überarbeitung des Österreichischen Netzinfrastrukturplans mit verstärktem Einsatz von Stromspeichern, um die Netzkosten zu senken. Pernkopf: „Gleichzeitig müssen wir die Energieunabhängigkeit weiter konsequent erhöhen. Allein in dieser Regierungsperiode sind bereits rund 180 neue Windräder einstimmig genehmigt und die Energieziele erhöht worden. Hatten wir in Niederösterreich im Jahr 2020 noch 60.000 PV-Anlagen, so stehen wir heute bereits bei 160.000 Sonnenstrom-Anlagen. Im gleichen Zeitraum sind die Ölkessel von 100.000 auf nunmehr 50.000 halbiert worden.“
E-Control-Vorstand Alfons Haber gibt einen Einblick in die aktuelle Lage beim Gas: „Die Versorgung ist gesichert, da Österreich ausreichend vorgesorgt und eingespeichert hat, im Moment sind die Gasspeicher in Österreich mit rund 35 Terawattstunden befüllt. Zudem sind die Gasflüsse, die hauptsächlich über Deutschland und Italien kommen, stabil.“ Mit rund zehn Prozent des gesamten in der EU gespeicherten Erdgases hat Österreich eine besonders hohe Speicherkapazität und auch wesentlich höhere Speichermengen als im europäischen Schnitt. Zudem gibt er bekannt: „Über die Straße von Hormus werden rund 20 Prozent des globalen LNG-Bedarfs transportiert, davon gehen wiederrum 80 Prozent nach Asien. Nur ein kleiner Anteil wird nach Europa verschifft, das bedeutet wir haben in der momentanen Situation kein unmittelbares Mengen-, sondern ein Preisproblem, auf das reagiert werden muss.“
Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur, gibt einen Einblick in die Energieberatung: „Wir haben in den letzten Wochen und Monaten verstärkte Anfragen und Beratungen, statistisch gesehen waren wir in den letzten Jahren bereits in jedem zweiten Haushalt Niederösterreichs. Thema Nummer eins ist dabei natürlich die Erhöhung der Energieeffizienz und damit das Kostenthema. Beim Ausbau der Erneuerbaren Energie und damit beim Abbau der Energieabhängigkeit ist in den letzten Jahren viel weitergegangen. Und wir sehen auch, dass diese Energieformen nicht nur preisstabiler, sondern auch wesentlich sicherer sind als Öl und Gas aus Russland oder dem arabischen Raum.“
Quelle: Land Niederösterreich