Österreich: Kultursommer Wien 2026 - Analoge Kulturerlebnisse für alle

vonOTS
SEPTEMBER 09, 2026

Foto: Kultursommer Wien

Foto: Kultursommer Wien

Foto: Kultursommer Wien

Das Festival holte erneut junge Talente und bekannte Namen der Kulturszene auf die Bühne. Mehr Besucher:innen als im Vorjahr erlebten analoge Kulturmomente in den Grätzln Wiens.

Mit einem Jazz Brunch am vergangenen Sonntag hat der Kultursommer Wien eine erfolgreiche Saison beendet. Seit Anfang Juli bespielte das Open-Air-Festival zum siebten Mal frei zugängliche Standorte von Favoriten bis Floridsdorf mit Musik, Theater, Kabarett, Tanz & Performance, Literatur und Zeitgenössischem Zirkus. Mit 94.000 Besucher:innen konnte der Kultursommer Wien in dieser Saison noch mehr Menschen als im Vorjahr an die Bühnen locken. Die Spielstätten haben sich dabei als innovative Räume dezentraler Kulturarbeit etabliert. „Rund um die Bühnen entstehen Begegnungen und Austausch. So wird greifbar, dass Kultur auf unterschiedliche Weise erlebt werden kann. Für uns zählt ein spielendes Kind im Park, das sich für eine Weile in den Liegestuhl setzt und einem Klassikkonzert lauscht, genauso zum Publikum wie routinierte Kulturfans, die gezielt für einen Act kommen. Kultur für alle ist bei uns keine Theorie, sondern gelebte Praxis, die das gesellschaftliche Miteinander stärkt“, erklären Siglind Güttler und Caro Madl, die Leitung des Festivals.

Barometer für künstlerische Entwicklungen

Der Kultursommer Wien präsentierte heuer wieder rund 500 Acts und stellte zwanglose Kulturmomente in den Mittelpunkt. Der Spielplan vereinte etablierte Namen wie Texta, Karl Markovics, Sonja Pikart, Birgit Denk, Monobrother, Tini Trampler, Severin Groebner, Antonia Stabinger und Maria Hofstätter mit Rising Stars wie Tamara Flores, Koko Cappelle, Magdalena Wawra oder LEETA. Eine besondere Stärke des Festivals ist dabei sein Gespür für aktuelle künstlerische Entwicklungen: Regelmäßig sind im Programm Acts zu erleben, deren Karriere in den Folgejahren deutlich an Fahrt aufnimmt.

Feier des Analogen

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der bewussten Schaffung analoger Räume für Begegnung, Austausch und kulturelle Teilhabe. Insbesondere das partizipative Programm von Kultursommer Plus setzte sich in Workshops oder offenen Formaten mit den Herausforderungen einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft und Themen wie Digital Detox, KI-Nutzung, Doomscrolling und dem Wunsch nach bewusster Offline-Zeit auseinander. Dabei konnten Teilnehmer:innen künstlerische Ausdrucksformen ausprobieren, Gesellschaftsrelevantes in den Blick nehmen und sich austauschen. „Kunst und Kultur werden hier zum Anlass für Austausch und Verbindungen. Formate wie der Connection Kiosk von Kultursommer Plus zeigen, dass es manchmal künstlich geschaffene Anreize wie kleine Gesprächsimpulse braucht, damit Menschen miteinander in Kontakt kommen. Langfristig stärkt das Festival die Nachbarschaften unserer Stadt“, berichtet Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler.

Noch mehr Programm

Nach der feierlichen Eröffnung beim Prater-Picknick der Wiener Symphoniker bot der Kultursommer Wien neben den Abendveranstaltungen und dem Kinderprogramm an Vormittagen Unterhaltung bei den Gartenkonzerten in den Pensionist:innen-Wohnhäusern der Häuser zum Leben, beim Jazz Brunch und an zwei Chorabenden in Kooperation mit dem Film Festival auf dem Wiener Rathausplatz sowie an zwei Abenden am Ottakringer Bierfest.

Kommendes Jahr findet der Kultursommer Wien von 2. Juli bis 15. August 2027 statt. Gemeinsam mit der großzügigen Unterstützung der Fördergeberin Stadt Wien, der Hauptsponsorin PORR AG sowie den Förderungen einzelner Bezirke werden unvergessliche Kulturmomente in den Wiener Grätzln ermöglicht und kulturelle Teilhabe gestärkt.

Quelle: OTS

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