vonRedaktion International
APRIL 12, 2026
Bildquelle: Landesmedienservice Burgenland
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LR Schneemann/ LR Dorner: Pflegestützpunkt als Zentrum einer flächendeckenden, service- und bedarfsorientierten und verlässlich organisierten nicht-stationären Pflegeversorgung für die Bevölkerung
Nur zehn Tage nach dem Start des neuen burgenländischen Pflegestützpunkt-Modells konnten Soziallandesrat Leonhard Schneemann, Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner, Bürgermeister Andreas Tremmel, Rot-Kreuz-Vizepräsidentin Sonja Windisch und Geschäftsführerin Tanja König mit dem Pflegestützpunkt Kobersdorf am Freitag den ersten Pflegestützpunkt eröffnen, den das Land über die So Wohnt Burgenland GmbH (SOWO) neu errichtet hat. Mit Deutsch Jahrndorf folgt am Samstag bereits ein weiterer. Der vom Roten Kreuz Burgenland betriebene Pflegestützpunkt Kobersdorf bietet neben vier Wohneinheiten für Wohnen im Alter auch ein umfassendes Angebot im Bereich der Tagesbetreuung, ist aber auch Stützpunkt der mobilen Hauskrankenpflege sowie für die Pflege- und Sozialberatung. „Dieser Pflegestützpunkt, wie er jetzt dasteht, ist die Verkörperung der mit 1. April gestarteten Systemumstellung in der Pflegeversorgung und das sichtbare Zeichen für die Pflegepolitik, die das Burgenland seit Jahren konsequent verfolgt: hin zu einem flächendeckenden, gemeinnützigen und verlässlich organisierten Versorgungssystem, in dem die Pflegestützpunkte als Zentren und organisatorische Knotenpunkte der gesamten nicht-stationären Pflege fungieren. So können wir allen Menschen leistbare und qualitätsvolle Angebote für ein Altern in Würde bieten“, betonte Schneemann bei der Eröffnung.
Mit der Eröffnung dieses Stützpunktes ist die Pflegeregion Kobersdorf nach Schattendorf und Stinatz die erste, in der die Systemumstellung vollumfänglich – von der mobilen Pflege und Betreuung über die Tagesbetreuung und das Wohnen im Alter bis hin zur Pflege- und Sozialberatung – umgesetzt werden kann. Bereits morgen, Samstag, kommt mit der Eröffnung des Pflegestützpunktes Deutsch Jahrndorf eine weitere Pflegeregion hinzu, vier weitere folgen in den kommenden Wochen.
In allen anderen Pflegeregionen erfolgt die Umstellung zunächst im Bereich der mobilen Pflege und Betreuung, dann beginnt eine Interimsphase bis zur Fertigstellung des Hauptpflegestützpunktes der jeweiligen Region.
Betrieben wird der Pflegestützpunkt Kobersdorf vom Roten Kreuz Burgenland, das die gesamte nicht-stationäre Pflegeversorgung – also Hauskrankenpflege, Pflegeassistenz, Heimhilfe und Tagesbetreuung - übernimmt. „Damit werden klare Zuständigkeiten und stabile Versorgungsstrukturen geschaffen sowie eine bessere Koordination und langfristige Planungssicherheit ermöglicht. Pflege wird dadurch leistbar, kann in Wohnortnähe stattfinden, und vor allem bietet das System auch eine Entlastung für Angehörige. So kann jeder, der Pflege oder Betreuung benötigt, diese auch bekommen – gemeindenah und -integriert, service- und bedarfsorientiert.“, so Landesrat Schneemann.
Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner, der selbst aus der Region kommt, erklärte: „Der Pflegestützpunkt Kobersdorf ist der erste im Bezirk Oberpullendorf und damit eine bedeutende Ergänzung im infrastrukturellen Ausbau, den das Land Burgenland gemeinsam mit der LIB im Rahmen der unterschiedlichsten Projekte unermüdlich vorantreibt. Denn nicht nur Mobilität oder leistbares Wohnen, sondern auch die wohnortnahe Versorgung im Alter bei Pflegebedarf ist ein entscheidendes Kriterium für die Attraktivität einer Region als Lebensraum. Das Modell der Pflegestützpunkte garantiert eine unkomplizierte Pflegeversorgung für alle Burgenländerinnen und Burgenländer.“
Der Pflegestützpunkt in Kobersdorf wird als Hauptstützpunkt der Pflegeregion fungieren, die die Gemeinden Kobersdorf, Weppersdorf, Lackenbach, Ritzing, Lackendorf und Unterfrauenhaid umfasst. Der Stützpunkt in Kobersdorf selbst wird neben der Gemeinde Kobersdorf auch die Gemeinde Weppersdorf versorgen, ein weiterer Pflegestützpunkt wird in Lackenbach errichtet.
Der Pflegestützpunkt in Kobersdorf beinhaltet vier Wohneinheiten für Wohnen im Alter – drei für jeweils zwei Personen und eine für eine Person – sowie eine Dienstwohnung für Betreuungspersonal. In der Tagesbetreuung können von morgens bis abends bis zu zwölf Personen gleichzeitig betreut werden. Neben einem inkludierten Mittagessen beinhaltet das Angebot einen Aktivitätenplan angeboten werden, und es wird auch Ruheräumlichkeiten geben. Außerdem wird das Gebäude als Stützpunkt der mobilen Hauskrankenpflege fungieren und die Pflege- und Sozialberatung für die Region beherbergen. Die einzelnen Trakte werden über einen eigenen Dorfplatz zusammengeführt.
Bis spätestens 2029 soll bei allen 71 Pflegestützpunkten zumindest der Baustart erfolgt sein. Der Ausbau erfolgt schrittweise und regional abgestimmt.
Kobersdorf ist einer von 13 Pflegestützpunkten, die 2026 eröffnet werden. Mit Schattendorf und Stinatz werden bis Ende 2026 also 15 Pflegestützpunkte in Betrieb sein.
Vier Pflegestützpunkte befinden sich darüber hinaus im Bau, und bei 11 weiteren Pflegestützpunkten soll noch im Jahr 2026 der Baubeginn erfolgen.
Quelle: Land Burgenland