Klimaschutz wirksam vermitteln

vonRedaktion International
FEBRUAR 25, 2026

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Workshopreihe in Tiroler Regionen

Wie gelingt es, Klimaschutz so zu kommunizieren, dass Menschen sich angesprochen fühlen und ins Handeln kommen? Mit dieser Frage setzte sich eine landesweite Workshopreihe zur Klimakommunikation auseinander, die im Rahmen der Tiroler Nachhaltigkeits- und Klimastrategie des Landes Tirol umgesetzt und gefördert wurde. Die „Klimakommunikations-Workshops“ wurden vom Verein Hallo Klima! durchgeführt und vonseiten des Landes Tirol finanziell unterstützt. „Klimaschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Entscheidend ist, wie wir über Klimaschutz sprechen und wie wir Menschen ermutigen, selbst aktiv zu werden. Mit solchen Workshops schaffen wir eine fundierte Grundlage für wirksame Klimakommunikation in unseren Regionen“, betont Klimaschutzlandesrat René Zumtobel. Insgesamt nahmen 89 TeilnehmerInnen in allen Regionen und dem Auftaktworkshop in Innsbruck teil.

Vom ökologischen „Fuß- und Handabdruck“ bis zur Klimapsychologie

Die Workshops fanden in den Regionen Landeck, Kitzbüheler Alpen, Osttirol und im Wipptal statt. Neben Grundlagen wie Klimapsychologie und wirksame Kommunikation standen auch der „Fuß-“ oder „Handabdruck“ im Fokus: Während der ökologische Fußabdruck individuelle Emissionen betrachtet, rückt der Handabdruck die positive, aktive Gestaltung in den Vordergrund – also konkrete Möglichkeiten, Nachhaltigkeit zu fördern und strukturelle Veränderungen anzustoßen.

Ein wesentliches Ergebnis der Workshopreihe: Die regionale Vernetzung und der Aufbau sowie die Vertiefung lokaler Netzwerke sind für erfolgreichen Klimaschutz wesentlich. Gerade in Gemeinden und Regionen entsteht Wirkung dort, wo Menschen gemeinsam an Lösungen arbeiten und Maßnahmen langfristig verankert werden. Das bestätigen auch Elisabeth Steinlechner und Ulrike Totschnig vom Netzwerk Nachhaltigkeit des Bezirks Landeck: „Der Workshop hat gezeigt: Die Bereitschaft zum Klimaschutz in der Gesellschaft ist da. Doch allein aktiv zu werden, ist für den Einzelnen so schwierig. Durch Vernetzung entsteht Gemeinschaft und gemeinsam lassen sich nachhaltige Ideen leichter umsetzen. Deshalb bauen wir unsere regionalen Netzwerke konsequent weiter aus.“

Gemeinsam stärker – bei konkreten Maßnahmen und Strategien

Den Auftakt der Workshops bildete ein Vernetzungstreffen im November 2024 in Innsbruck, bei dem VertreterInnen der Klima- und Energie-Modellregionen (KEM) sowie der Klimawandel-Anpassungsmodellregionen (KLAR), Freiwilligenzentren, SchutzgebietsbetreuerInnen und NaturparkmanagerInnen zusammenkamen. Ziel war es, Erfahrungen auszutauschen, gemeinsame Herausforderungen zu benennen und konkrete Ansätze für eine wirksamere Kommunikation rund um Klimaschutz und Klimawandelanpassung zu entwickeln.

KEM-Regionen unterstützen Gemeinden dabei, Maßnahmen in den Bereichen Energieeffizienz, erneuerbare Energien und Klimaschutz umzusetzen. KLAR-Regionen wiederum entwickeln und koordinieren Strategien zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels, etwa im Umgang mit Hitze, Starkregen oder Trockenheit. „An den Workshops nahmen Vertreterinnen und Vertreter relevanter Institutionen teil, um die Kommunikation rund um das Thema Klima weiter zu optimieren. Das ist insofern wichtig, als dass es einen klaren Blick auf die Klimaveränderungen sowie die Potenziale für Veränderungen braucht – und allen voran auch darauf, wie diese Informationen noch besser in die Breite getragen werden können“, so LR Zumtobel.

Das aktuell laufende 2. Maßnahmenprogramm der Tiroler Nachhaltigkeits- und Klimastrategie legt einen Fokus auf das Thema „Gesellschaft und Schutz“. Das zivilgesellschaftliche Engagement wird als entscheidender Hebel angesehen, um das Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung, Klimaschutz und Klimawandelanpassung sowie dessen wirtschaftliche Vorteile für den Standort Tirol zu stärken.

Quelle: Land Tirol

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