Wien: Klärung eines schweren Raubes in einem Seniorenwohnheim

vonRedaktion Salzburg
NOVEMBER 08, 2023

Symbolbild
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Tatzeit: 10.10.2023
Tatort: Wien-Wieden

Wie bereits am 12.10.2023 berichtet, soll es in einem Seniorenwohnheim zu einem Angriff gegen eine Bewohnerin gekommen sein. Ein Mann soll dabei eine 92-jährige Frau in ihre Wohneinheit gedrängt, sie am Bett fixiert und das Zimmer durchwühlt haben. Nachdem er der Frau Schmuckstücke vom Handgelenk, als auch von den Fingern entrissen hatte, soll es darüber hinaus zu einem sexuellen Übergriff gekommen sein. Das Opfer wurde schließlich von einer Pflegerin gefunden, welche unverzüglich die Rettungskette in Gang setzte.
Das Landeskriminalamt Wien, Gruppe Götzmann, übernahm in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Wien die Ermittlungen. Es erfolgten umfangreiche Erhebungen am Tatort und im Umfeld. Zum Beispiel Videosicherungen sowie -auswertungen vom Nahbereich, Zeugenbefragungen und vor allem eine akribische Tatortarbeit mit Sicherstellungen von möglichen Spurenträgern.
Am 23.10.2023 erhielt das Landeskriminalamt Wien schließlich einen DNA-Treffer. Daraufhin durchgeführte Erhebungen führten die Kriminalbeamten zu einem 23-jährigen algerischen Staatsangehörigen. Dieser befand sich zu dem Zeitpunkt aufgrund diverser Eigentumsdelikte in einer oberösterreichischen Justizanstalt.
Im Zuge der Einvernahme mit dem nunmehr Tatverdächtigen zeigte sich der 23-Jährige zur Tat vom 10.10.2023 in Wien-Wieden gegenüber den Beamten des Landeskriminalamtes Wiens geständig.
Zur letztlichen Festnahme des Mannes führte eine erfolgreiche Ermittlungsarbeit des Stadtpolizeikommandos Linz, Kriminalreferat, Fachbereich 2, nachdem es vermehrt zu Kfz-Einbrüchen in Tiefgaragen gekommen war. In der Linzer Unterkunft des 23-Jährigen konnten die Beamten schließlich diverses Diebesgut, wie etwa Schmuck und elektronische Gegenstände, auffinden und Tatorten in Linz und Wien zuordnen. Darunter befanden sich auch Schmuckstücke des 92-jährigen Opfers aus Wien, welche mittlerweile bereits wieder ausgefolgt werden konnten.


Der Landespolizeipräsident in Wien, Dr. Gerhard Pürstl, und der oberösterreichische Landespolizeidirektor Andreas Pilsl, BA MA loben die akribische und sorgfältige Tatort- sowie Ermittlungsarbeit ihrer Mitarbeiter, die schließlich zur Aufklärung dieser Straftaten geführt hat.
Das Ermittlungsverfahren wird von der Staatsanwaltschaft Wien geführt.

Quelle: LPD Wien

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