Wien: Kaup-Hasler - Neues kulturelles Ankerzentrum im Schlingerhof in Floridsdorf

vonRedaktion Salzburg
MAI 07, 2021

Wien

Der Schlingerhof ist ein stolzer Gemeindebau in Floridsdorf mit mehr als 400 Wohnungen. In zwei Erdgeschosslokale und die aufgelassene Bibliothek des Schlingerhofs ziehen Kunst und Kultur ein: Mit dem „Atelierhof Schlingermarkt“ entsteht ein kulturelles Ankerzentrum als niederschwelliger Ort der Begegnung. Die Kulturabteilung unterstützt den Betrieb mit 100.000 Euro.

„Die Stadt braucht mehr Räume. Der Bedarf an Räumen, in denen Begegnung und Austausch stattfinden kann, zeigt sich gerade jetzt, wo physische Zusammentreffen nicht oder nur unter erschwerten, pandemiesicheren Bedingungen möglich sind“, betont Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler. „Die kulturellen Ankerzentren sind genau das – sie sind Orte des kulturellen Miteinanders, soziale Räume, die identitätsstiftend wirken und das Gefühl der Zugehörigkeit und Teilhabe unterschiedlicher Communities am Leben der Stadt vermitteln und ermöglichen. Kulturelle Ankerzentren wirken nachhaltig und tragen langfristig zur Belebung der Bezirke bei“.

Workshops, Malaktionen, Hoftheater im Atelierhof Schlingermarkt

Anrainer:innen, Senior:innenverbände, Lehrlinge, Arbeitssuchende, Chöre, Schulklassen, lokale Vereine und Wirtschaftsunternehmen – Sie alle sind eingeladen, ihre Aktivitäten und Treffen künftig in den Räumlichkeiten des Atelierhofs Schlingermarkt durchzuführen.

Die beiden Erdgeschosslokale sind für Ateliers vorgesehen. Neben heimischen Künstler:innen werden dort auch internationale Gäste ihrer Profession nachgehen und darüber hinaus Kunst-Workshops anbieten. Die aufgelassene Bibliothek mit ihrer Gesamtfläche von 280 m² kann für Ausstellungen und Veranstaltungen für alle Formen von Kultur genutzt werden. Eine vollausgestatte Siebdruckwerkstatt bietet die Möglichkeit, Siebdruck-Projekte professionell umzusetzen.

Partizipation und Integration in den Ankerzentren der Stadt

Neben dem Atelierhof Schlingermarkt sind in den letzten Jahren Ankerzentren mit unterschiedlichen Schwerpunkten entstanden. Gemeinsam ist ihnen ihre grundsätzliche Ausrichtung: Ankerzentren arbeiten partizipativ und niederschwellig, integrativ und interkulturell; sie entwickeln gemeinsam mit der Bevölkerung Inhalte, laden die jeweilige Umgebung mit Kunst und Kultur auf und tragen so zu einer spannenden, nachhaltigen Entwicklung eines ganzen Stadtteils bei.

Neben dem Atelierhof Schlingermarkt haben sich auch die Soho Studios in Ottakring, derzeit noch im Umbau, mit Ateliers und Ausstellungsräumen der bildenden Kunst verschrieben.

Das Kulturhaus in der Favoritner Brotfabrik setzt sich mit seinem Stadtteil auseinander und bietet den Anrainer:innen Community-Cooking, ein Lerncafe für Kinder und Jugendliche, Probenräume für superar, Co-Working-Spaces und einen großen Veranstaltungsraum, der für unterschiedliche Zwecke gemietet werden kann.

Das F23 in der ehemaligen Sargfabrik Atzgersdorf im südlichsten Teil von Wien führt eigene Veranstaltungen durch, wie Ausstellungen, Chorfestivals oder Kinder- und Jugendprogramme, aber auch Kooperationen mit anderen Kultureinrichtungen der Stadt.

Im brut nordwest (Leopoldstadt) und im Kempelenpark (Favoriten) findet die freie Theater- und Performanceszene vorübergehend neue Arbeitsräume.

Quelle: Stadt Wien

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