Graz: Inklusiver Spielspaß für alle? Aye, aye, Käpt’n!

vonRedaktion Salzburg
FEBRUAR 04, 2023

Graz

Ein Schiff wird kommen: Das neue, 17 Meter lange und fast 6 Meter hohe Spielschiff auf dem Spielplatz Theodor-Körner-Straße bietet ab dem Frühjahr spielerische Erlebnisse der Extraklasse für alle Kinder.

Es ist wohl im doppelten Sinne des Wortes das spektakuläre Flaggschiff im Bemühen der Stadt Graz, Kindern aller Altersstufen mit und ohne Behinderung gemeinsamen Spielspaß auf höchstem Niveau zu bieten: Das Inklusions-Spielschiff, das derzeit auf dem städtischen Spielplatz in der Theodor-Körner-Straße 160 errichtet wird, zieht bereits jetzt die Blicke aller Passant:innen auf sich. Kein Wunder, ist das mit unzähligen Spielmöglichkeiten ausgestattete Holzschiff doch stattliche 17 Meter lang, fast 6 Meter hoch und im Endausbau mit drei Masten samt Segeln ausgestattet.

„Vorzeigeprojekt für Inklusion“

Vizebürgermeisterin Judith Schwentner sieht im inklusiven Spielschiff das nächste Vorzeigeprojekt der Stadt Graz im Bemühen, allen Kindern gemeinsame Erlebnisse zu ermöglichen: „Es ist mir ein großes Anliegen, Kindern die besten Spielgeräte zur Verfügung zu stellen. Deswegen freut es mich sehr, dass wir nach der Spielzeile im Reininghauspark weitere Spielplätze mit inklusiven Spielgeräten ausstatten können. Kinder brauchen Platz zum Spielen, unabhängig davon, ob sie eine Einschränkung haben oder nicht. Auch in Zukunft werde ich alles daransetzen, Spielräume zu schaffen, die von möglichst vielen Menschen genutzt werden und Kinder aller Altersgruppen dazu motivieren, miteinander zu spielen und zu kommunizieren."

Barrierefrei im Bug, Klettern im Heck

Der Bug – also der Vorderteil, wie die Landratten sagen würden – des Schiffs ist durch zwei Rampen für Menschen im Rollstuhl erreichbar und barrierefrei ausgestattet. Eine Nestschaukel lädt ebenso alle Kinder zur Benutzung ein wie Spielmöglichkeiten in den Bugwänden – etwa Bullaugen, Rechenschieber und Gucklöcher. Im Bugspitz ist ein Sitzpodest eingebaut, zudem können Kinder im Rollstuhl durch ein Sprechrohr mit ihren Spielkamerad:innen im Mittelteil und Heck des Schiffs Kontakt aufnehmen.

Der hintere Teil des Schiffs, das Heck, bietet vier Türme inklusive Verbindungsbrücken, die unterschiedlich für bequemes Gehen oder für Balancierakte ausgeführt sind. Verschiedene Aufstiege wie eine Feuerwehrstange, ein Stufenbaum oder eine schräge Bergsteiger-Kletterwand schulen ebenso die Geschicklichkeit der Spielenden wie eine senkrechte Kletterwand und eine Boulderwand im Inneren des Schiffs. Zudem sind die Bootswände mit zahlreichen weiteren Spielmöglichkeiten ausgestattet. Auch eine Rutsche darf natürlich nicht fehlen.


Ab dem Frühjahr bespielbar

Startschuss für den Spielspaß am Spielplatz Theodor-Körner-Straße ist laut Robert Wiener, dem Leiter der für die Planung zuständigen städtischen Abteilung für Grünraum und Gewässer, im Frühjahr: „Derzeit versinkt das Schiff witterungsbedingt fast im Schlamm. Der Aufbau und die restliche Ausstattung werden demnächst vollendet, dann muss noch ein barrierefreier Zugangsweg errichtet und ein Rasen rund ums Schiff verlegt werden. Sobald das alles erledigt ist, können die Kinder an Bord gehen!" Dass das vorher vorhandene, viel kleinere und nicht inklusiv bespielbare „versunkene Schiff" ausgetauscht wurde, war laut Projektleiterin Katrin Köppel aus der Grünraum-Abteilung unabdingbar: „Dieses Gerät war in die Jahre gekommen und bereits völlig abgespielt. Jetzt dürfen sich die Kinder auf ein wirkliches Erlebnis freuen!" Die Betreuung und Wartung des Inklusionsschiffs wird von der Holding Graz übernommen. Übrigens: Am Spielplatz in der Theodor-Körner-Straße ist natürlich auch eine barrierefreie Toilette vorhanden.

Quelle: Stadt Graz

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