vonRedaktion Salzburg
OKTOBER 15, 2026
Bildquelle: Thomas Schwentenwein
Bildquelle: Thomas Schwentenwein
Bildquelle: Thomas Schwentenwein
Bildquelle: Thomas Schwentenwein
Europäischer Gesundheitsplan und Kulturkompass im Mittelpunkt der aktuellen AdR-Plenartagung
Bei der aktuellen Plenartagung des Europäischen Ausschusses der Regionen (AdR) in Brüssel stehen mit Herz-Kreislauf-Gesundheit und Kultur zwei wichtige Zukunftsthemen für das Burgenland auf der Tagesordnung. Als Vertreter des Burgenlandes im Ausschuss der Regionen und Regierungskoordinator setzt sich Robert Hergovich dafür ein, dass die Bedürfnisse der Regionen in der europäischen Politik berücksichtigt werden.
„Europäische Entscheidungen müssen das Leben der Menschen im Burgenland verbessern. Dazu gehören eine gute medizinische Versorgung und Kulturangebote, die für alle zugänglich sind“, betont Hergovich.
Herzgesundheit: Europäische Impulse für das Burgenland
Die Europäische Kommission hat im Dezember 2025 den europäischen Plan für Herz-Kreislauf-Gesundheit, den „Safe Hearts Plan“, vorgestellt. Er soll Herzinfarkte, Schlaganfälle und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch drei Schwerpunkte reduzieren: Vorbeugung, Früherkennung sowie Behandlung und Nachbetreuung.
Zur Vorbeugung sollen Risikofaktoren wie Rauchen, Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung und Übergewicht verringert werden. Vorsorge und Untersuchungen sollen helfen, Risiken frühzeitig zu erkennen. Gleichzeitig soll der Zugang zu guter medizinischer Versorgung und Rehabilitation verbessert werden. Für Hergovich ist dabei entscheidend, dass diese Angebote auch Menschen im ländlichen Raum erreichen.
Besondere Relevanz des europäischen Gesundheitsplanes für das Burgenland
„Der europäische Gesundheitsplan ist für uns im Burgenland besonders relevant. Mit der Schaffung der Herzchirurgie im Krankenhaus Oberwart übernimmt das Burgenland einmal mehr eine Vorreiterrolle. Wir setzen damit schon frühzeitig genau dort an, wo auch die Europäische Kommission mit ihrem ‚Safe Hearts Plan‘ ansetzen möchte: beim besseren Zugang zu hochwertiger medizinischer Versorgung für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen“, erklärt Hergovich.
Dabei müsse die gesamte Versorgung berücksichtigt werden – von der Prävention über die spezialisierte Behandlung bis zur Nachbetreuung.
„Gesundheitsvorsorge muss wohnortnah und für alle zugänglich sein. Die Regionen leisten dazu einen wichtigen Beitrag und müssen bei der Umsetzung des europäischen Plans mehr eingebunden werden“, so Hergovich.
Kultur auch außerhalb der Ballungsräume stärken
Mit dem „Kulturkompass für Europa“ hat die Europäische Kommission einen strategischen Rahmen für die europäische Kulturpolitik vorgelegt. Dieser soll die kulturelle Teilhabe verbessern, Kulturschaffende unterstützen und das kulturelle Erbe bewahren. Vorgesehen sind unter anderem ein leichterer Zugang zu Kultur für junge Menschen und Menschen mit Behinderungen, bessere Rahmenbedingungen für Kulturschaffende sowie ein einfacherer Zugang zu europäischen Förderungen.
Der Ausschuss der Regionen setzt sich dafür ein, dass Gemeinden und Regionen bei der Gestaltung und Umsetzung dieser Maßnahmen stärker eingebunden werden. Sie tragen einen wesentlichen Teil der Kulturarbeit vor Ort und müssen deshalb auch bei europäischen Entscheidungen mitreden können. Zudem warnt der AdR davor, dass eine stärkere Zentralisierung der EU-Fördermittel die regionale Kulturförderung schwächen könnte.
Für das Burgenland geht es dabei insbesondere darum, Kulturangebote in den Regionen und Gemeinden abzusichern und den Zugang zu europäischen Förderungen zu erleichtern.
„Unsere Vereine, Kulturschaffenden und regionalen Einrichtungen machen das Burgenland lebendig. Sie brauchen verlässliche Unterstützung und einen einfachen Zugang zu Fördermitteln. Deshalb setzen wir uns im Ausschuss der Regionen dafür ein, dass Gemeinden und Regionen bei der europäischen Kulturpolitik stärker mitgestalten können. Kultur soll für die Menschen im ganzen Land zugänglich sein“, betont Hergovich.
Quelle: Land Burgenland