vonRedaktion Salzburg
NOVEMBER 04, 2026
Tirol
Wintersport mit Qualität: 20 Naturrodelbahnen und 22 Skigebiete erhalten Auszeichnung bzw. Verlängerung der Gütesiegel
Mit Gütesiegeln stärkt das Land Tirol Qualität und Sicherheit auf Skipisten, Naturrodelbahnen und Loipen. Auf Antrag von Sportreferent LHStv Philip Wohlgemuth werden zahlreiche Gütesiegel für fünf bzw. drei Jahre verlängert und der Kreis der prämierten Rodel-Wintersportdestinationen, welche den strengen Kriterien entsprechen, auch erweitert. Das beschloss die Tiroler Landesregierung in ihrer heutigen Sitzung. Damit tragen in Tirol nunmehr insgesamt rund 60 Naturrodelstrecken und 55 Skigebiete ein Gütesiegel. Die Verleihung der Skigebiets- und Naturrodelbahn-Gütesiegel findet Ende November bei den Seilbahntreffs der Wirtschaftskammer Tirol statt.
Die Wintersaison steht in den Startlöchern und LH Anton Mattle sieht in den Gütesiegeln einen wesentlichen Markenkern Tirols: Sicherheit, Verlässlichkeit und hohe Qualität für die Bevölkerung und die Gäste gleichermaßen: „Tirol ist das Wintersportland Nummer eins. Ich freue mich, dass in unserem Land ein derart breites Angebot an ausgezeichneten Wintersportstätten zur Verfügung stehen. Mein Dank gilt allen Betreiberinnen und Betreibern, die in Qualität, Sicherheit und Freizeitspaß investieren. Tirol steht für Wintersport auf höchstem Niveau und ich freue mich gemeinsam mit tausenden Tirolerinnen und Tirolern sowie vielen Gästen auf einen tollen Winter“, ist LH Mattle überzeugt: „Diese Gütesiegel stärken auch das Vertrauen in Tirol als Sport- und Tourismusregion und sind Ausrufezeichen unseres Anspruchs als führende Wintersportdestination. Qualität ist oberste Prämisse.“
Strenge Kriterien für Gütesiegel
Betriebe und Tourismusverbände in ganz Tirol können um die Ausstellung eines Gütesiegels ansuchen. Zu den Qualitäts- und Sicherheitskriterien zählen etwa eine ausreichende und einheitliche Beschilderung, regelmäßige Präparierung und Wartung sowie eine korrekte Klassifizierung der Strecke im jeweiligen Schwierigkeitsgrad. Ab dem Zeitpunkt der Auszeichnung besteht bei Naturrodelbahnen eine fünfjährige Gültigkeit des Gütesiegels. Bei Ski- und Loipengebieten beträgt die Gültigkeitsdauer drei Jahre. Betriebe und Tourismusverbände können nach Ablauf des Gütesiegels eine Verlängerung beantragen. Wer das Gütesiegel für Piste, Rodelbahn oder Loipengebiet tragen möchte, kann sich beim Land Tirol/Abteilung Sport darum bewerben. ExpertInnen prüfen die Einhaltung der Standards.
„Sport braucht gute Infrastruktur – von Fußballplätzen über Schwimmflächen und Loipen bis hin zu Eislaufplätzen und Trainingshallen. Davon profitieren Breiten- und Spitzensport gleichermaßen“, betont LHStv Wohlgemuth und verweist auf die Bedeutung des Wintersports für das Sportland Tirol: „Wintersport ist in Tirol ein Lebensgefühl – für die Bevölkerung und Gäste aus aller Welt. Mit dem Gütesiegel wird ein hohes Maß an Sicherheit für alle garantiert. Das Siegel untermauert die Qualität und die Vielfalt unserer Wintersportanlagen.“
LH Mattle und LHStv Wohlgemuth verweisen aber auch auf die dringend notwendige Eigenverantwortung: „Das Land Tirol schafft die Rahmenbedingungen für sichere Wintersporterlebnisse. Es liegt aber in der Verantwortung jeder und jedes Einzelnen, auf sich und seine Mitmenschen zu achten, die geltenden Verhaltensregeln einzuhalten und auf die Sicherheit zu achten.“
Breites Angebot für Kufen- und Skisport
Neu im Kreis der ausgezeichneten Rodelbahnen sind die Naturrodelbahn Köpfl1er in Oberperfuss (Bergbahnen Oberperfuss GmbH, Bezirk Innsbruck-Land), die Naturrodelbahn in Pertisau (Sport Wöll GmbH, Bezirk Schwaz) und die Naturrodelbahn Pimig in Steeg (Lechtal Tourismus, Bezirk Reutte). 17 Naturrodelbahnen wurde das Gütesiegel wieder verliehen. Sie alle tragen das Gütesiegel jeweils für die Dauer von fünf Jahren (bis 2031). 22 Skigebiete konnten ihr Gütesiegel für weitere drei Jahre (bis 2029) verlängern.
Factbox Gütesiegel – aktuelle (Wieder)Verleihungen
Bezirk Innsbruck-Land
Bezirk Schwaz
Bezirk Reutte
Bezirk Kitzbühel
Bezirk Landeck
Bezirk Kufstein
Bezirk Imst
Bezirk Lienz
Kurzmeldungen aus der Regierungssitzung
Digitale Abrechnung von schulärztlichen Untersuchungen – wöchentliches Update „Vereinfachung & Entbürokratisierung“: Rund 200 ÄrztInnen rechnen ihre Leistungen der schulärztlichen Untersuchungen über die Gemeinden mit dem Land Tirol ab. Durch den Tirol Konvent wird auch dieser Prozess digitaler und damit einfacher: Für die Abrechnung der SchulärztInnen mit der jeweiligen Gemeinde wird ein vorgefertigtes Abrechnungsformular zur Verfügung gestellt. Berechnungen zur Ermittlung der Abrechnungssumme erfolgen dabei durch die im Formular hinterlegten Programmierungen automatisiert. Die anschließende Kostenrefundierung des Landes an die Gemeinden wird künftig über eine sichere und datenschutzkonforme Formularanwendung auf der Plattform Digital Service Tirol abgewickelt. LH Anton Mattle betont: „Der Tirol Konvent macht auch laufend kleine und wirksame Schritte. Mit der Digitalisierung der Abrechnung schulärztlicher Untersuchungen schaffen wir einheitliche Abläufe, vermeiden unnötige Arbeitsschritte und entlasten langfristig die Gemeinden ebenso wie die Ärzteschaft.“ Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele ergänzt: „Die schulärztlichen Untersuchungen sind ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsvorsorge an unseren Schulen. Umso wichtiger ist es, dass auch die administrativen Abläufe dahinter möglichst unkompliziert funktionieren.“ Die neuen digitalen Abläufe gelten für sämtliche Leistungen ab dem Schuljahr 2026/2027. Die Gesundheitsdirektion begleitet die Umstellung und steht allen Beteiligten mit Informationen, Anleitungen und persönlicher Hilfestellung zur Seite.
Quelle: Land Tirol