vonOTS
FEBRUAR 11, 2026
Foto: St. Anna Kinderkrebsforschung
Mit dem neuen Mitmach-Projekt „St. Anna Forscher-Kids“ ist es den Wissenschafter:innen der St. Anna Kinderkrebsforschung gelungen, Forschung unmittelbar in den Alltag der jungen Patientinnen und Patienten des St. Anna Kinderspitals zu bringen. Das Projekt ermöglicht es Kindern und Jugendlichen, selbst in die Rolle des Forschenden zu schlüpfen und Freude an wissenschaftlichen Themen zu entdecken.
Die Idee stammt von Katharina Wiener und Magdalena Radoš, zwei Forscherinnen der St. Anna Kinderkrebsforschung. Ihnen war wichtig, den Kindern und Jugendlichen trotz Krankheit und oft belastender Therapien Momente zu schenken, in denen sie ganz in die Welt der Forschung eintauchen können, eine Auszeit, in der die Krankheit für eine Weile in den Hintergrund rückt. Das Projekt öffnet den Raum für allgemeine Neugier rund um Naturwissenschaften und Biologie. Neues ausprobieren, kreativ werden und wissenschaftliche Themen auf leichte, spielerische Weise kennenlernen, genau darum geht es.
Beim ersten Treffen der St. Anna Forscher-Kids anlässlich Halloweens konnten rund zwanzig Kinder verschiedene kleine Experimente ausprobieren: Sie bauten Lava-Lampen, untersuchten Proben unter dem Mikroskop und lösten gemeinsam einen forensischen „Kürbis-Fall“. Die Forscherinnen begleiteten die Kinder und Jugendlichen dabei und reagierten auf deren Tempo und Energie. Alles war darauf ausgerichtet, Freude zu machen und die Kinder für eine Weile aus ihrem belastenden Alltag herauszuholen.
„Für uns steht im Mittelpunkt, dass die Kinder Spaß haben und die Möglichkeit bekommen, selbst auszuprobieren, wie sich Forschen anfühlt. Wenn ein Kind lächelt oder mit leuchtenden Augen sagt: ´Schau, was ich gemacht habe`, dann ist das genau das, was unsere St. Anna Forscher-Kids ausmacht. Gleichzeitig möchten wir ihnen eine kleine Auszeit schenken, in der die Krankheit nicht im Vordergrund steht“
, sagt Katharina Wiener.
„Wir möchten zeigen, dass Wissenschaft etwas ist, das man erleben kann. Besonders wertvoll ist für uns die enge Zusammenarbeit zwischen St. Anna Kinderkrebsforschung und den verschiedenen Abteilungen des St. Anna Kinderspitals, die dieses Projekt überhaupt erst möglich macht und den Kindern echte Auszeiten vom Klinikalltag schenkt“
, ergänzt Magdalena Radoš.
Der erfolgreiche Auftakt hat gezeigt, wie offen Kinder auf Wissenschaft reagieren, wenn sie ihnen auf Augenhöhe begegnet. Gleichzeitig ist das Projekt ein Beispiel für die einzigartige Nähe zwischen St. Anna Kinderspital und St. Anna Kinderkrebsforschung: Hier arbeiten Klinik und Forschung täglich Hand in Hand, und mit den St. Anna Forscher-Kids wird diese Verbindung für die Kinder unmittelbar erlebbar.
„Gerade fu?r unsere Patientinnen und Patienten ist es unglaublich wertvoll, Momente zu erleben, in denen Neugier, Freude und Selbstwirksamkeit im Mittelpunkt stehen – und nicht die Erkrankung. Die St. Anna Forscher-Kids zeigen auf wunderbare Weise, wie eng Medizin, Forschung und menschliche Zuwendung bei uns zusammengehören und wie wir gemeinsam Kindern Kraft, Zuversicht und ein Stu?ck Normalität schenken können
“, sagt Univ.-Prof. DDr. Caroline Hutter, Ärztliche Direktorin des St. Anna Kinderspitals und Professorin fu?r Pädiatrische Hämatologie und Onkologie an der MedUni Wien.
Quelle: OTS