vonRedaktion Salzburg
JULI 01, 2026
Symbolbild
© franz12, shutterstock.com
Zwei vorerst unbekannte Täter brachten am 28. November 2025, gegen 02:30 Uhr, einen Geldausgabeautomaten in einer Bankfiliale im Gemeindegebiet von Aschbach-Markt (Bezirk Amstetten) mittels Sprengstoff zur Detonation. Die Beschuldigten betraten zielgerichtet das Foyer, platzierten ein Sprengstoffpaket am Gerät und zündeten dieses. Obwohl durch die Wucht der Detonation erheblicher Sachschaden am Gebäude entstand, hielt der Tresor des Bankomaten stand, sodass die Täter ohne Beute flüchten mussten. Umgehend eingeleitete Fahndungsmaßnahmen verliefen negativ.
Die weiteren Ermittlungen wurden in der Folge vom Landeskriminalamt Niederösterreich – Ermittlungsbereich Diebstahl und Assistenzbereich Tatort – übernommen. Durch die akribische Spurenauswertung, intensive Erhebungen sowie grenzüberschreitende Zusammenarbeit konnte schließlich ein 28-jähriger niederländischer Staatsbürger als dringend Tatverdächtiger ausgeforscht werden.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft St. Pölten und in enger Kooperation mit den niederländischen Strafverfolgungsbehörden erfolgte am 27. März 2026 eine Hausdurchsuchung an der Aufenthaltsadresse des Mannes in den Niederlanden. Dabei stellten die Ermittler mehrere Mobiltelefone sowie weitere belastende Beweismittel sicher. Der Beschuldigte wurde schließlich aufgrund eines Europäischen Haftbefehls der Staatsanwaltschaft St. Pölten festgenommen und am 25. Juni 2026 nach Österreich ausgeliefert.
Bei der durchgeführten Einvernahme zeigte sich der 28-Jährige teilweise geständig. Er wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft St. Pölten in die Justizanstalt St. Pölten eingeliefert.
Die Ermittlungen zu den noch unbekannten Mittätern werden vom Landeskriminalamt Niederösterreich intensiv fortgeführt.
Quelle: LPD Niederösterreich