Niederösterreich: Erste Erfolgsbilanz - 6.500 Menschen absolvieren den NÖ Kompetenzkompass

vonRedaktion Salzburg
APRIL 25, 2021

Niederösterreich

Eichtinger/Etlinger: Onlinetool wird gut angenommen

Snowboard-Profi und Fünffach-Weltmeister Benjamin Karl war einer der ersten, der ihn absolviert hat. Mittlerweile sind mehrere Tausend dazugekommen. Die Rede ist vom NÖ Kompetenzkompass: „Innerhalb von vier Monaten haben rund 6.500 Personen den NÖ Kompetenzkompass absolviert. Allein in der vergangenen Woche sind 1.000 neue Teilnehmer hinzugekommen. Das freut uns wirklich sehr. Gerade jetzt ist es wichtig, den Menschen eine Unterstützung bei der beruflichen Neu- oder Umorientierung zu bieten. Sich dabei seiner eigenen Fähigkeiten bewusst zu werden, kann beruflich neue Wege aufzeigen, um damit für die Herausforderungen am Arbeitsmarkt besser gerüstet zu sein“, erklärt der für den Arbeitsmarkt zuständige Landesrat Martin Eichtinger.

Die Bildungs- und Berufsberatung NÖ unterstützt bei weiteren Schritten und informiert über Aus- und Weiterbildungen, Förderungen, oder Zukunftsperspektiven. „Der NÖ Kompetenzkompass macht die Menschen neugierig. Viele beschäftigen sich das erste Mal mit dem Thema Kompetenzen und haben sich berufliche Alternativen nie bewusst gemacht. Es ist wie ein Aha-Effekt“, erklärt Bildungsberaterin Jeanette Hammer. Bei den Beratungen im Fokus stehen Berufe, die auch in zehn Jahren noch gefragt sind: „Branchen, wo künftig noch Arbeitskräfte gesucht werden, sind etwa der Pflege- und Gesundheitsbereich, aber auch Jobs im Bereich Informatik, Elektrotechnik, Bautechnik und Klimatechnik“, so die Beraterin.

Schon vor der Corona-Pandemie haben sich die Gegebenheiten auf dem Arbeitsmarkt gewandelt. Entwicklungen zeigen, dass sich die Menschen während ihrer beruflichen Laufbahn immer wieder verändern müssen.

„Der NÖ Kompetenzkompass ist eine Orientierungshilfe. Jeder eignet sich im Laufe seines Lebens Kompetenzen an – wie etwa durch die Pflege eines Angehörigen, oder das Engagement in einem Verein – die vielleicht bisher beruflich nicht genutzt wurden. Gerade der Frauenanteil bei den Kompetenzkompass-Absolventen mit über 60 Prozent zeigt, dass sich Frauen im Laufe ihres Berufslebens aufgrund von Karenz, Kinderbetreuung und damit einhergehender Teilzeitbeschäftigung öfter beruflich neu aufstellen müssen“, erklärt Martin Etlinger, Geschäftsführer der MAG Menschen und Arbeit.

Während junge Menschen den NÖ Kompetenzkompass als zusätzliches Tool für eine grundsätzliche Orientierungshilfe nutzen, ist es für Personen im Haupterwerbsalter oft ein Anstoß zum Handeln: „In der Beratungspraxis merken wir, dass sich vor allem die 40- bis 45-Jährigen an uns wenden, um weitere Handlungsschritte zu setzen“, hält Hammer fest.

Nähere Informationen: www.noe-kompetenzkompass.at; www.menschenundarbeit.at.

Quelle: Land Niederösterreich

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