vonRedaktion Salzburg
APRIL 16, 2026
Foto: Christian Fürthner
Die Wiener Linien sind Vorreiterin beim Klimaschutz. Dank U-Bahn und Straßenbahn sind schon jetzt rund 80 Prozent der Fahrgäste in Wien emissionsfrei, weil rein elektrisch, unterwegs. Seit 2024 setzen die Wiener Linien einen Schwerpunkt auf die Dekarbonisierung der Busflotte: So wurden binnen kürzester Zeit die Linien 17A, 61A, 61B, 64A, 64B, 70A, 71A und 71B sowie 73B auf E-Busse umgestellt. Im September 2025 wurden in der Innenstadt auf den Linien 2A und 3A die alten Elektrobusse durch Elektro-Wasserstoff-Busse ersetzt. Auf der Linie 39A fahren seit Dezember Wasserstoff-Busse. Mit der Umstellung der Linie 57A gehen die Wiener Linien den nächsten Schritt.
Öffi-Stadträtin Ulli Sima: „Wir investieren massiv in den weiteren Ausbau der umweltfreundlichen Öffis: 2025 wurden mit den Linien 12 und 27 gleich 2 neue Straßenbahnlinien eröffnet, die Linie 18 folgt mit Herbst 2026. Schon jetzt sind mehr als 80 Prozent der Wiener Fahrgäste emissionslos mit U-Bahn, Straßenbahn und E-Bussen unterwegs. Mit dem Start der nächsten elektrischen Buslinie setzen wir einen weiteren wichtigen Schritt: Mit dieser Linie haben wir bereits ein Viertel unserer gesamten Buslinien auf emissionslose Antriebe umgestellt. Damit sparen wir effektiv CO2 ein und sorgen für noch mehr Lebensqualität für die Wiener*innen.“
Laden mit 300 kW
Für den Einsatz der neuen batteriebetriebenen Busse haben die Wiener Linien zwei Schnellladestationen an der Endhaltestelle des 57A in der Anschützgasse in Rudolfsheim-Fünfhaus errichtet, die mit jeweils 300 kW-Ladegeräten ausgestattet sind. Dort werden die E-Busse nach jeder Runde etwa 10 Minuten lang geladen. Über Nacht abgestellt und komplett aufgeladen werden die Busse nur wenige Schritte entfernt in der Remise Rudolfsheim. Dort wurden vier Ladestationen errichtet, die mit 150 kW die Busse über Nacht für den Einsatz am nächsten Tag mit Strom versorgen. Die Wartung der Busse erfolgt im modernen E-Kompetenzzentrum in Siebenhirten, das alle 60 großen E-Busse beherbergt und von wo aus die E-Bus-Linien im Süden Wiens versorgt werden.
„Unser Ziel ist klar: Wien bis 2040 klimaneutral zu machen. Dafür treiben wir große Infrastrukturprojekte wie den Ausbau der U-Bahn als größtes Klimaschutzprojekt unseres Konzerns ebenso voran wie den Ausbau erneuerbarer Energie durch neue Windparks. Gleichzeitig setzen wir viele konkrete Maßnahmen im Alltag – etwa die Umstellung von Buslinien. Denn klimaneutrale Mobilität entsteht durch das Zusammenspiel großer Investitionen und vieler konsequenter Schritte“, sagt Monika Unterholzner, stv. Generaldirektorin der Wiener Stadtwerke.
Gudrun Senk, Geschäftsführerin der Wiener Linien für den technischen Bereich, erklärt: „Die Elektrifizierung des 57A zeigt, wie konsequent wir unsere Busflotte technologisch weiterentwickeln. Mit leistungsstarken 300?kW?Schnellladestationen an der Endhaltestelle sowie einer modernen Ladeinfrastruktur in der Remise Rudolfsheim schaffen wir die technischen Voraussetzungen für einen robusten, emissionsfreien Betrieb mit genug Power für den ganzen Tag. Jeder Schritt dieser Umstellung bringt uns unserem Ziel näher, das gesamte Bussystem klimafit und gleichzeitig leistungsstark zu machen.“
Modern und komfortabel
Die modernen Mercedes e-Citaro Busse bieten dabei den gleichen Komfort wie ihre Dieselbus-Vorgänger, sind aber leiser. Das freut nicht nur die Fahrgäste, sondern auch die Anrainer*innen und trägt dazu bei, die Emissionen im Verkehr weiter zu reduzieren. Auch die Lenker*innen müssen sich nicht an ein neues Umfeld gewöhnen, denn alle Schalter und Bedieneinheiten sind an derselben Stelle mit derselben Funktion angeordnet. Um die Energie bestmöglich zu nutzen, ist die Klimaanlage des E-Busses mit einer Wärmepumpenfunktion ausgerüstet. Die verbaute Batterie mit einer Kapazität von 392 kWh sorgt gemeinsam mit den Gelegenheitsladestationen für die entsprechende Reichweite.
Stefan Gara, Energie- und Klimasprecher Neos: „Raus aus fossilem Diesel – rein in emissionsfreie, elektrische Antriebe: Gerade in Zeiten hoher Spritpreise und globaler Energiekonflikte ist das ein wichtiger Schritt in Richtung Energieunabhängigkeit und Zukunftssicherheit. Mit der Umstellung der Linie 57A auf batteriebetriebene E-Busse zeigen wir, dass klimafreundlicher öffentlicher Verkehr längst Realität ist. So machen wir unsere Stadt sauberer, leiser und lebenswerter – und bringen Wien entschlossen auf Klimakurs.“
Dietmar Baurecht, Bezirksvorsteher Rudolfsheim-Fünfhaus: „Die Linie 57A verbindet Rudolfsheim?Fünfhaus, insbesondere im Bereich zwischen der Äußeren Mariahilfer Straße und der Linken Wienzeile, zuverlässig mit der Innenstadt. Mit den neuen batteriebetriebenen E?Bussen setzen die Wiener Linien im 15. Bezirk einen weiteren wichtigen Schritt hin zu umweltfreundlichen öffentlichen Verkehrsmitteln. Ich freue mich auf meine erste Fahrt am 20. April.“
„Die Linie 57A wird auf elektrische Busse umgestellt. Das ist gut für die Umwelt und reduziert die Lärmemissionen hörbar“, freut sich Julia Lessacher, Bezirksvorsteherin im 6. Bezirk und fügt hinzu: „Wir arbeiten auch daran, die Qualität der Linie zu verbessern. Zum Beispiel, indem wir die Haltestellen besser verteilen. So ist das Angebot umweltfreundlicher und besser auf die Bedürfnisse der Fahrgäste in der Stadt angepasst. Außerdem wird der öffentliche Verkehr im Grätzl gestärkt.“
Markus Figl, Bezirksvorsteher Innere Stadt, ergänzt: „Ab 2027 wird die Linie 57A bis zum Karlsplatz verlängert – ein wichtiger Schritt für eine leise, umweltfreundliche Verbindung ins Stadtzentrum. Damit profitieren nicht nur die Pendlerinnen und Pendler in Wien, sondern auch die Bewohnerinnen und Bewohner der Inneren Stadt. Zusätzlich wird das Citybus-Netz ab Herbst weiter ausgebaut: Die Linien 1A, 2A und 3A sorgen künftig für noch mehr Mobilität und kurze Wege innerhalb des Bezirks. Mit diesen Maßnahmen stärken wir die Anbindung an die Innenstadt und erhöhen gleichzeitig die Aufenthaltsqualität in unseren Wohn- und Erholungsgebieten.“
Technische Daten zum eCitaro
Der Kauf der E-Busse wird aus Mitteln der EU über das EBIN-Programm des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur gefördert.
Quelle: Stadt Wien