Weerberg, Bez. Schwaz: Einsatz Bergrettung - Eiskletterer tödlich verunglückt

vonRedaktion Salzburg
FEBRUAR 06, 2026

Foto: Bergrettung Kaprun

Foto: Bergrettung Kaprun

Foto: Bergrettung Kaprun


Der 31-jährige Mann, der sich am Donnerstagnachmittag mit drei weiteren Personen am Fuße des Schranbach-Eisfalles im flachen Gelände aufhielt, wurde von einem Eiszapfen getroffen, der sich oberhalb gelöst hatte. Die übrigen Gruppenmitglieder, die nicht verletzt wurden, begannen mit den Erste-Hilfe-Maßnahmen und setzten einen Notruf ab. Die Ortsstelle Kaprun wurde um 13.30 Uhr alarmiert.

Die ersten zwei Bergretter, die am Unfallort eintrafen, sowie das Team eines Notarzthubschraubers setzten die Erste-Hilfe-Maßnahmen fort. Die Wiederbelebungsmaßnahmen waren leider nicht erfolgreich. Der Mann starb noch an der Unfallstelle.

Der Verunglückte wurde mit dem Bergrettungsfahrzeug zum Bergrettungsheim Kaprun gebracht und dort den Behörden übergeben. Seitens der Bergrettung waren zehn Bergretter:innen der Ortsstelle Kaprun, darunter ein Bergrettungsarzt, im Einsatz.

Nachtrag der Polizei:

Am frühen Nachmittag des 5. Februar befanden sich drei Lehrgangsteilnehmer sowie ein Ausbilder im Rahmen einer Heeresbergführerausbildung des Österreichischen Bundesheeres beim "Schranbach-Eisfall" in Kaprun. Zum Unfallzeitpunkt hielten sich alle vier Eiskletterer im flachen Gelände nahe des Eisfalles, unterhalb eines Felsvorsprunges auf, als sich unvermittelt ein großer Eiszapfen löste, zunächst an der Eiswand abprallte und in weiterer Folge einen 31-jährigen schwedischen Soldaten traf. Den übrigen Gruppenmitgliedern gelang es rechtzeitig auszuweichen, wodurch sie unverletzt blieben. Unmittelbar nach dem Unfall setzten die Soldaten die Rettungskette in Gang und begannen mit den Erstmaßnahmen, die schließlich von der Besatzung des Notarzthubschraubers fortgesetzt wurden. Der schwedische Soldat erlag jedoch noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen. Die Alpinpolizei führt die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang. Seitens der Staatsanwaltschaft Salzburg ergingen keine Anordnungen. Die Verständigungen sowie die Repatrierung des Leichnams erfolgten durch das Österreichische Bundesheer.

Quelle: LPD Salzburg, Vera Reiter /Ehrenamtliche Pressereferentin Bergrettung Salzburg

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