vonRedaktion Salzburg
JULI 03, 2026
Foto: HBM Andreas Pöttler/ VI Stefan Hafner
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03.07.2026 - Freitag gegen 11:00 Uhr wurde die Feuerwehr Werfenweng zu einem Dachstuhlbrand beim Gästehaus eines Beherbergungsbetriebs alarmiert. Bereits bei der Anfahrt war eine Rauchsäule sichtbar. Gleichzeitig ist die Wasserversorgung beim Einsatzobjekt aufgrund der abgeschiedenen Lage schwierig – die Feuerwehren Werfenweng und Pfarrwerfen hatten deswegen erst im vergangenen Herbst eine Übung dort abgehalten. Der Einsatzleiter erhöhte daher noch während der Anfahrt auf Alarmstufe 2. In weiterer Folge wurde auf Alarmstufe 3 und schließlich auf Alarmstufe 4 erhöht, wodurch Kräfte aus Pfarrwerfen, Werfen und Bischofshofen, sowie das Einsatzleitfahrzeug aus St. Johann hinzugezogen wurden. Zusätzlich wurde die Drohne Pongau angefordert.
Als die ersten Kräfte am Einsatzort eintrafen, schlugen offene Flammen aus dem Dach. Ein Atemschutztrupp ging sofort zur Erkundung und Brandbekämpfung in das Gebäude vor. Der Einsatzschwerpunkt musste aber wegen der knappen Wasserreserven zunächst auf das Schützen der beiden Nachbargebäude – ein Stall und das Wirtshaus – gelegt werden.
Durch den raschen, koordinierten Einsatz konnte ein Übergreifen des Brandes auf weitere Objekte aber verhindert werden.
In der Zwischenzeit wurde die Wasserversorgung hergestellt. Einerseits wurde eine Versorgungsleitung der Beschneiungsanlage der nahen Skipiste angezapft, andererseits wurde – wie bei der Übung im Herbst – eine Relaisleitung mit einer Saugstelle an einem Bach sowie zwei Relaispumpen über die Skipiste und einen Waldweg verlegt. Zusätzlich wurde bei einem Löschwasserbehälter Wasser angesaugt und über einen Pendelverkehr mit drei wasserführenden Fahrzeugen zur Einsatzstelle gebracht.
Nachdem die Wasserversorgung sichergestellt war, konnte das Feuer rasch unter Kontrolle gebracht werden. Für das endgültige Löschen des Brandes mussten jedoch Dachkonstruktion und Verschalung geöffnet, bzw. abgetragen werden.
Mit Hilfe von Wärmebildkameras und der Drohne konnten dabei dann alle Glutnester gefunden werden.
Die Feuerwehren sowie die Polizei und das Rote Kreuz standen mit rund 100 Einsatzkräften und 20 Fahrzeugen bis zum späten Nachmittag im Einsatz. Für die Nacht wurde eine Brandwache organsiert.
Das betroffene Gebäude war zum Zeitpunkt den Brandausbruchs unbewohnt; die Gäste befanden sich noch auf der Anreise. Verletzt wurde deshalb zum Glück niemand.
Quelle: VI Stefan Hafner