CARMEN im Steinbruch St. Margarethen – Probenbeginn in Hollywood Kulisse

vonOTS
JUNI 06, 2023

Foto: Alessandro Camera

Foto: Thomas Schmid

Foto: Thomas Schmid

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Endlich ist es so weit! Die Proben für Carmen im Steinbruch St. Margarethen beginnen. Der französische Regisseur Arnaud Bernard setzt eines der bekanntesten Werke der Opernliteratur zwischen Hollywood-Traumfabrik und Spanischem Bürgerkrieg in Szene und siedelt das Geschehen zeitlich in den 1930er- und 1950er-Jahren an. Mit Alessandro Camera (Bühne) und Carla Ricotti (Kostüme) stehen ihm Meister ihres Fachs zur Seite, die als Team eine ganz eigene Carmen-Welt schaffen.

Mit dem Dirigenten Valerio Galli steht zudem ein international renommierter Fachmann am Pult des Piedra Festivalorchesters. Unter seiner Leitung wird das Ensemble aus internationalen Spitzensängern wie Joyce El-Khoury, Matthew White und Vittorio Prato Bizets Musik zum Leuchten bringen.

„Das Bühnenbild ist keine ‚Dekoration‘, sondern die Konstruktion einer ganz eigenen Realität“, so Bühnenbildner Alessandro Camera über seine Ansätze für das Bühnenbild von Carmen.

„Die gesamte Inszenierung muss dieselbe Geschichte erzählen“, erklärt Kostümdesignerin Carla Ricotti.

Damit vom 12. Juli bis 20. August 2023 im Steinbruch St. Margarethen Carmen in Anlehnung an die Hollywood-Filmstudios der 1950er-Jahre gezeigt werden kann, hat das Wiener Unternehmen Winter Artservice 1.600 Stunden Planung investiert. Sieben Kilometer Staffeln und Theaterlatten und über 500.000 Schrauben wurden verbaut. Grundlage der Aufbauten sind die von Alessandro Camera angefertigten Entwürfe. „Bei einer 7.000 m² großen Freilichtbühne ist es nicht nur wichtig, ein schönes Gesamtbild zu erzeugen, sondern auch die richtige Atmosphäre für das Publikum zu schaffen“, so der Open Air erfahrene Bühnenmagier, der u. a. schon für die Arena di Verona spektakuläre Welten geschaffen hat. Um den Überraschungseffekt auf einer Bühne ohne Vorhang zu ermöglichen, setzt Camera mehrere riesige Drehwände ein, sodass nicht das ganze Bühnenbild immer auf einmal zu sehen ist.

In dieser Carmen Traumfabrik agieren die Sänger und Statisten in Kostümen von Carla Ricotti. Neben der historisch ikonografischen Recherche bei den Entwürfen für Carmen sind ihr die Charakterstudien der Protagonisten ebenso wichtig. Bei der Kleidung für Carmen betont Ricotti die Wichtigkeit, die Figur „in all ihren Facetten zu zeigen: Sie ist natürlich einerseits sehr verführerisch und feminin, doch ist auch ihre Willensstärke nicht zu unterschätzen. Sie ist genauso Arbeiterin und Kämpferin, daher hat es mir viel Freude bereitet, mit femininen und maskulinen Nuancen zu spielen."

Die damit zum Ausdruck gebrachte Willensstärke neben der weiblichen Verführung der Titelfigur ist ein Aspekt, der für Arnaud Bernard essenziell bei diesem Werk ist, „denn Ende des 19. Jahrhunderts war das emanzipatorische Verhalten einer freien Frau ein Skandal."

Auch Intendant Daniel Serafin freut sich sehr auf den Probenbeginn und man darf mit Spannung dem Debüt von Starsopranistin Joyce El-Khoury als Carmen entgegenblicken, die erst kürzlich für die Partie gewonnen werden konnte. Die weltweit engagierte libanesisch-kanadische Sängerin reiht sich in die lange Liste berühmter Sopranistinnen ein, die sich den Herausforderungen von Bizets Rolle stellen, die zumeist von Mezzosopranen interpretiert wird.

Tickets für Carmen im Steinbruch St. Margarethen können im Ticketbüro pan.event unter T +43 2682 65 0 65 oder per E-Mail: tickets@panevent.at gebucht werden. Alle Informationen unter www.operimsteinbruch.at.

Quelle: OTS

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