vonRedaktion Salzburg
APRIL 25, 2026
Foto: Wiener Linien / Maximilian Döringer
Was am Westbahnhof als Pilotprojekt gestartet hat, wird jetzt in zwölf Öffi-Stationen ausgerollt. Großflächige Bodenmarkierungen sorgen dafür, dass alle Fahrgäste genau wissen, wo sie ein gültiges Öffi-Ticket brauchen und sich den Ärger einer Mehrgebühr ersparen.
Im November haben die Wiener Linien in der U-Bahn-Station Westbahnhof eine neue Markierung der Ticket Zone getestet. Folien mit einer entsprechenden Aufschrift waren am Boden vor den so genannten Entwertersperren zur U3- und U6-Station angebracht. Diese haben darauf hingewiesen, dass alle, die diesen Bereich betreten oder durchqueren, ein gültiges Öffi-Ticket benötigen. Damit ist sowohl für Tourist*innen als auch Wiener*innen noch klarer ersichtlich, wo die Ticket Zone beginnt.
Zwei Wochen lang wurde die Folie am Westbahnhof getestet. Fahrgäste und nach einem soziodemografischen Querschnitt ausgewählte Testpersonen wurden vor Ort gefragt, wie verständlich und wirksam die Bodenmarkierungen für sie sind. Außerdem fanden Begehungen sowohl mit Expert*innen aus dem Bereich Verkehr, Barrierefreiheit als auch Informationsdesign statt, die ebenfalls wertvollen Input zur Entwicklung beisteuerten.
Kontrollor*innen fanden die Bodenmarkierungen in ihrer täglichen Arbeit ebenfalls hilfreich, um zu verdeutlichen, wo ein gültiges Ticket benötigt wird. Über 98 Prozent der Kontroll-Mitarbeiter*innen bewerteten die Maßnahme in einer Befragung positiv. Der Begriff Ticket Zone funktioniert sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch und wird somit auch von nicht-deutschsprachigen Tourist*innen gut verstanden.
In diesen Stationen kommen die nächsten Ticket Zone-Aufkleber:
Die erste Station, an der die Ticket Zone-Aufkleber langfristig am Boden angebracht wurden, ist der Hauptbahnhof. Nach und nach wird die Ticket Zone auch in elf weiteren Knotenstationen sichtbar: U1/U2 Praterstern, U1/U4 Schwedenplatz, U1/U2/U4 Karlsplatz, U2/U4 Schottenring, U2/U3 Volkstheater, U3/U4 Landstraße, U3/U6 Westbahnhof, U4 Hütteldorf, U4/U6 Spittelau, U6 Handelskai sowie U6 Meidling. Ausgewählt wurden jene Stationen, wo viele Tourist*innen unterwegs sind, als auch Stationen, die gerne als unterirdische Abkürzungen verwendet werden.
Zusätzlich zu den großflächigen Bodenmarkierungen werden auch Hinweise auf Augenhöhe bei Ticket-Automaten, Entwertern sowie überkopf im Leitsystem angebracht.
Bis zu 100 Kontrollor*innen sind täglich im gesamten Netz der Wiener Linien unterwegs. Ein dickes Fell, Fingerspitzengefühl und Menschenkenntnisse sind dabei Teil der Grundausrüstung für den Job. Vergangenes Jahr haben die Kolleg*innen, die meist in Zivil in Zweier- oder Dreierteams unterwegs sind, rund 3,5 Millionen Fahrgäste nach ihrem Ticket gefragt. Die größte Fahrgemeinschaft Wiens ist nach wie vor sehr ehrlich: Rund 96,6 Prozent der kontrollierten Fahrgäste konnten ein gültiges Ticket vorweisen, 3,4 Prozent hatten entweder kein oder ein falsches Ticket dabei.
Quelle: Stadt Wien