Tirol: Angebot an Schutzunterkünften wird weiter ausgebaut

vonRedaktion International
SEPTEMBER 02, 2026

Tirol

Tirolweit 86 Plätze für Frauen und 116 Plätze für Kinder in Schutzunterkünften

Frauen, die von körperlicher, psychischer oder sexualisierter Gewalt betroffen sind, brauchen rasch einen sicheren Ort und professionelle Unterstützung. In Tirol stehen ihnen und ihren Kindern dafür vier Frauenhäuser sowie zahlreiche Übergangs- und Frauennotwohnungen zur Verfügung. Erst dieses Jahr wurde das Angebot um elf Plätze für Frauen und zehn Plätze für Kinder des Vereins „Frauen helfen Frauen“ in Innsbruck erweitert. Damit stehen tirolweit mittlerweile insgesamt 86 Plätze für Frauen und 116 Plätze für Kinder zur Verfügung. Das Land Tirol fördert Frauenschutz- und Frauenberatungseinrichtungen mit rund 2,45 Millionen Euro jährlich.

„Ein flächendeckendes Netz an Schutzunterkünften ist ein wesentlicher Bestandteil des Gewaltschutzes. Frauenhäuser bieten raschen Schutz in akuten Krisensituationen. Übergangswohnungen geben Frauen die Möglichkeit, wieder Stabilität zu gewinnen und den Weg in ein selbstbestimmtes, gewaltfreies Leben zu gehen. Deshalb haben wir beide Angebote in den vergangenen Jahren konsequent ausgebaut“, betont Frauenlandesrätin Eva Pawlata.

Vier Frauenhäuser in Tirol

Neben den Frauenhäusern im Raum Innsbruck gibt es seit 2023 auch jeweils ein Frauenhaus im Tiroler Ober- und Unterland. Insgesamt bieten die vier Frauenhäuser, die vom Frauenhaus Tirol, dem Verein „Frauen helfen Frauen“ sowie „lilawohnt“ betrieben werden, derzeit 33 Plätze für Frauen und 35 Plätze für Kinder. Weitere 53 Plätze für Frauen und 81 Plätze für Kinder stehen tirolweit in Übergangs- und Frauennotwohnungen zur Verfügung (siehe Factbox unten).

Ein zentraler Bestandteil aller Schutzplätze ist neben der sicheren Unterkunft auch die professionelle Beratung und Begleitung. Die Kontaktaufnahme mit den Einrichtungen kann sowohl durch die betroffenen Frauen selbst als auch durch Personen aus ihrem persönlichen Umfeld oder KooperationspartnerInnen wie die Polizei, die Kinder- und Jugendhilfe, das Gewaltschutzzentrum oder die Klinik erfolgen.

Was tun bei Gewalt?

Bei akuter Gefahr bietet die Polizei unter der Notrufnummer 133 schnelle Hilfe. Gehörlose Personen und Personen mit Hörbehinderung können die Polizei per SMS unter 0800 133 133 erreichen. Rund um die Uhr erreichbar sind außerdem die Frauenhelpline unter 0800 222 555 (für Frauen) sowie die Männerinfo unter 0800 400 777 (für Männer). Auch das Frauenhaus Tirol im Großraum Innsbruck bietet unter 0512 342 112 eine durchgehende telefonische Erreichbarkeit.

Eine Übersicht über das gesamte Hilfs- und Unterstützungsangebot für Personen, die von Gewalt betroffen sind, findet sich unter www.gewaltfrei-tirol.at.


Schutzunterkünfte: Aktuelle Plätze

Quelle: Land Tirol

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