Tirol: 16,3 Millionen Euro für Tirols Feuerwehren

vonRedaktion Salzburg
JULI 24, 2026

Tirol

LRin Mair: „Das Land Tirol investiert in moderne und leistungsstarke Feuerwehren“

Tanklösch- und Drehleiterfahrzeuge, Atemschutzgeräte, Wärmebildkameras, Seilwinden oder Notstromaggregate: Für ihre vielfältigen Einsätze benötigen die Tiroler Feuerwehren unterschiedlichste Fahrzeuge und Gerätschaften. Deren Anschaffung ist oftmals mit hohen Kosten verbunden. Das Land Tirol unterstützt die Feuerwehren daher beim Ankauf moderner und hochwertiger Ausrüstung sowie bei Investitionen in Infrastruktur und Ausbildung. Im ersten Halbjahr 2026 wurden dafür insgesamt rund 16,3 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Davon wurden rund 3,1 Millionen Euro als Feuerwehr-Bedarfszuweisungen aus dem Gemeindeausgleichsfonds und rund 13,2 Millionen Euro aus dem Landesfeuerwehrfonds ausbezahlt.

Sicherheitslandesrätin Astrid Mair betont: „Ob bei Bränden, Verkehrsunfällen, Hochwasser oder technischen Einsätzen – die Tiroler Feuerwehren sind rund um die Uhr zur Stelle. Der Waldbrand in Wildermieming hat kürzlich erneut gezeigt, wie professionell und engagiert unsere Einsatzkräfte arbeiten. Damit sie ihre Aufgaben sicher erfüllen können, braucht es moderne Ausrüstung, geeignete Fahrzeuge und eine gute Infrastruktur. Ein solch engmaschiges und gut ausgerüstetes Sicherheitsnetz ist keine Selbstverständlichkeit. Das Land Tirol unterstützt die Feuerwehren als verlässlicher Partner.“ Beim Waldbrand in Wildermieming waren aufgrund des steilen und schwer zugänglichen Geländes zahlreiche Feuerwehren, Spezialkräfte und Hubschrauber im Einsatz. Zeitweise unterstützten bis zu neun Hubschrauber die Brandbekämpfung aus der Luft. Auch Drohnen wurden eingesetzt, um Glutnester und Bodenbrände zu lokalisieren.

Über 8.000 Einsätze der Feuerwehren im ersten Halbjahr 2026

Landesfeuerwehrkommandant Jakob Unterladstätter unterstreicht die Bedeutung der finanziellen Unterstützung des Landes: „Im laufenden Jahr wurden bereits 8.200 Einsätze abgewickelt. Diese sind enorm vielfältig und erfordern eine fundierte Ausbildung und modernes, verlässliches Equipment. Gerade bei Waldbränden in schwierigem Gelände sind Spezialausrüstung, leistungsfähige Fahrzeuge und Drohnen unverzichtbar. Viele dieser Anschaffungen wären ohne die Unterstützung des Landes nicht leistbar. Für diese enge Partnerschaft sind wir sehr dankbar.“

Abstimmung zwischen Land Tirol, Gemeinden und Feuerwehren

Um die verfügbaren Fördermittel zielgerichtet und möglichst effizient einzusetzen, finden regelmäßig Gespräche zwischen dem Land Tirol sowie VertreterInnen der Gemeinden und Feuerwehren statt. Dabei werden sowohl die konkreten Anforderungen vor Ort als auch gemeindeübergreifende Einsatzmöglichkeiten berücksichtigt. „Gemeinsam mit den Gemeinden und Feuerwehren stimmen wir ab, welche Fahrzeuge und Geräte vor Ort benötigt werden und wo Anschaffungen auch mehreren Gemeinden zugutekommen. Drehleiterfahrzeuge werden deshalb beispielsweise gezielt bei Standortfeuerwehren stationiert und stehen bei Bedarf auch den umliegenden Gemeinden zur Verfügung“, erklärt Landesfeuerwehrinspektor René Staudacher.

Die Fördermittel werden unter anderem für den Ankauf von Einsatzfahrzeugen, Atemschutzgeräten, Pumpen, Notstromaggregaten, Wärmebildkameras und weiterem Spezialgerät eingesetzt. Unterstützt werden zudem der Neubau, die Sanierung und die Erweiterung von Feuerwehrhäusern und anderen für den Feuerwehrbetrieb erforderlichen Einrichtungen.

Landesfeuerwehrschule Telfs: jährlich 6.000 Kurs-TeilnehmerInnen

Zusätzliche Fördermittel fließen in die Landesfeuerwehrschule in Telfs. Dort werden Tirols Feuerwehrmitglieder auf unterschiedlichste Einsatzszenarien vorbereitet und im Umgang mit modernen Geräten und Fahrzeugen geschult. „Die beste Ausrüstung kann ihre Wirkung nur dann entfalten, wenn die Einsatzkräfte professionell damit umgehen können. Engagierte Feuerwehrleute mit einer fundierten und praxisnahen Ausbildung sind und bleiben daher das Fundament unserer Feuerwehren“, hebt LRin Mair hervor.

Jährlich finden an der Landesfeuerwehrschule rund 300 Kurse mit insgesamt etwa 6.000 Teilnehmenden statt. Das Ausbildungsangebot reicht von Atemschutz- und Maschinistenkursen bis hin zu Schulungen für technische Einsätze, Führungsaufgaben und besondere Gefahrensituationen.

Schäden nach einem Einsatz – Land Tirol als Partner

Als enger Partner unterstützt das Land Tirol die Feuerwehren auch dann, wenn bei Einsätzen Ausrüstungsgegenstände, Schläuche, Fahrzeuge oder andere Materialien beschädigt werden. Die jeweilige Unterstützungsleistung wird individuell mit den betroffenen Gemeinden beziehungsweise Feuerwehren vereinbart und kann – abhängig vom konkreten Schadensfall und einer möglichen Versicherungsleistung – bis zu 100 Prozent der verbleibenden Schadenssumme betragen.

Quelle: Land Tirol

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