Feistritz am Wechsel, Bez. Neunkirchen:  15 Jahre Kammermusikfestival „harriet&friends“

vonRedaktion Salzburg
MAI 20, 2026

Foto: (c) Stephan Polzer

Foto: (c) Armin Dreiling

Foto: (c) Lukas Beck

6 Kammermusikkonzerte mit 17 international gefeierten, jungen Musiker:innen von 24. bis 28. Juni 2026 auf Burg Feistritz, Niederösterreich

Künstlerische Leitung: Harriet Krijgh

Mitwirkende Interpret:innen: Violine: Candida Thompson, Nikita Boriso-Glebsky, Mario Hossen, Julia Turnovsky; Viola: Pauline Sachse, Gerhard Marschner; Violoncello: Harriet Krijgh, Tim Posner, Lilyana Kehayova; Klavier: Nino Gvetadze, Magda Amara; Klarinette: Pablo Barragán; Jazz: Martin Breinschmid & The Radio Kings.

Moderation: Ulla Pilz

Projekt von: Forum Burg Feistritz, 2873 Feistritz am Wechsel 1

Karten: info@burgfeistritz.com | Info: https://harrietandfriends.at

Von 24. bis 28. Juni 2026 verwandelt sich die Burg Feistritz im niederösterreichischen Wechselgebiet zur Bühne der 15. Jubiläumsausgabe des Kammermusikfestivals „harriet&friends“. Künstlerische Leiterin und Gastgeberin ist die junge, vielfach ausgezeichnete und international gefragte Cellistin Harriet Krijgh. Sie versammelt 17 befreundete, exzellente Musiker:innen und musikalische Weggefährt: innen, um sich fünf Tage lang der intimen Klangkunst und dem künstlerischen Austausch auf höchstem Niveau zu verschreiben. Mit ihnen gestaltet sie ein ausgesuchtes, sechs Konzerte umfassendes Kammermusikprogramm.

Intendantin Harriet Krijgh über das Festival: „Was als kleiner musikalischer Traum begann, hat sich auf Burg Feistritz zu einer fantastischen Gemeinschaft entwickelt. Für dieses besondere Jubiläum haben wir ein Programm zusammengestellt, das alles feiert, was harriet&friends ausmacht: den Mut zum Entdecken, die Leidenschaft für das Bekannte und Freude am gemeinsamen Moment. Von den ‚Kammermusik-Juwelen‘ über den lebendigen Swing bis hin zu den ‚Hidden Harmonies‘ unserer Sonntagsmatinee – wir möchten zu einer Reise durch Licht und Schatten, Geschichte und Gegenwart einladen.“

Für das Jubiläumsjahr hat Harriet Krijgh ein Ensemble der Extraklasse zusammengestellt: mit den Geiger: innen Candida Thompson, Nikita Boriso-Glebsky, Mario Hossen, Julia Turnovsky, Pauline Sachse und Gerhard Marschner (Violine/Viola). Am Cello sind neben Harriet Krijgh auch Tim Posner und Lilyana Kehayova zu hören. Für den Klavierpart konnten Nino Gvetadze und Magda Amara gewonnen werden. Pablo Barragán setzt an der Klarinette besondere Akzente. Vibraphonist, Schlagzeuger und Perkussionist Martin Breinschmid & The Radio Kings sorgen für schwungvoll-jazzige Kontrapunkte. Als roter Faden durch die gesamte Festivalwoche begleitet die renommierte Moderatorin Ulla Pilz das Publikum durch alle Konzerte.

Programm-Besonderheiten sind 2026 selten gespielte Kompositionen wie Leonard Bernsteins Klaviertrio op.2, in dem sich bereits der charakteristische, an Synkopen reiche „Bernstein-Sound“ ankündigt, und das technisch anspruchsvolle Klavierquintett in C-Dur von Nikolai Medtner. Außerdem werden Werke wenig bekannter Komponistinnen des 19. und 20. Jahrhunderts zu Gehör gebracht, und zwar: von der US-amerikanischen Cellistin und Komponistin Amy Beach, die als erste amerikanische Frau eine Symphonie komponierte; von der niederländischen Komponistin und Pianistin Henriette Bosmans sowie von Ethel Smyth, einer britischen Komponistin, Dirigentin und Schriftstellerin, die sich als eine der ersten Feministinnen für Frauen im Feld der Musik engagierte.

Charakteristisch für harriet&friends ist der Symposion-Charakter: Während der Festivalzeit wohnen die Musiker:innen in der Burg, verbringen Zeit miteinander und bereiten sich gemeinsam auf die Konzerte vor. Die Atmosphäre ist wertschätzend und familiär. Die Burg und Konzerträume wie der historische Rittersaal und die großzügige „Alte Reitschule“ sowie der umgebende prächtige Landschaftspark sorgen für einen außergewöhnlichen, inspirierenden Rahmen.

Von „Kammermusik-Juwelen“ bis „Böhmisches Feuer“ — alle 6 Konzerte im Überblick:

Das Programm ist vielschichtig, jedes Konzert widmet sich einem besonderen Thema, oft stehen Polaritäten und Entwicklungsprozesse sowie Werke von noch wenig bekannten Komponistinnen im Zentrum. Alle Konzerte werden von Musikexpertin, Musikerin, Sängerin und Ö1-Gestalterin Ulla Pilz kenntnisreich moderiert.

Beim euphorischen Auftaktkonzert darf sich das Publikum am Mittwoch, 24. Juni, um 19 Uhr, auf sakralmusikalisch inspirierte, exquisite „Kammermusik-Juwelen“ wie Trios von Nino Rota und Felix Mendelssohn Bartholdy, auf Anton Arenskys Quartett in a-Moll (Opus 35) und Sergei Prokofjews packende Hebräische Ouvertüre freuen.

Das Abendkonzert „Lichtspiele und Schattenklänge“ am Donnerstag, 25. Juni, um 19 Uhr, spannt einen Bogen von Ludwig van Beethovens strahlendem Optimismus, etwa mit der berühmten „Kreutzer-Sonate“ in einem seltenen Arrangement für Streichquintett, bis zur spätromantischen Melancholie musikalischer Raritäten des Tschaikowsky-Schülers Sergei Tanejew und dessen Schüler Nikolai Medtner.

Am Freitag, 26. Juni, um 16 Uhr, steht unter dem Titel „Salon Extravaganz“ ein musikalischer Nachmittag voller Esprit, prickelnder Leichtigkeit und virtuoser Eleganz auf dem Programm: mit Ludwig van Beethovens berühmtem „Gassenhauer-Trio“, das den Schwung der Wiener Straßen in den Konzertsaal bringt, mit virtuoser Brillanz des französischen Romantikers Camille Saint-Saëns‘ und mit spätromantischer Nostalgie der heute wenig bekannten US-amerikanischen Komponistin und Pianistin Amy Beach.

Beim Abendkonzert „Classics & Swingtime“ am Freitag, 26. Juni, um 19 Uhr, treffen Meisterwerke der böhmischen Romantik auf Jazz und Perkussion: Antonín Dvo?áks Klavierquintett und Vladimir Horowitz‘ Sonatina für Klarinette und Klavier werden von Vibraphonist, Schlagzeuger und Perkussionist Martin Breinschmid & The Radio Kings schwungvoll-jazzig kontrapunktiert.

Unter dem Motto „Böhmisches Feuer“ verbinden sich am Samstag, 27. Juni, um 19 Uhr, große Gefühle, spätromantische Intensität und volksmusikalische Einflüsse aus Osteuropa zu einem fulminanten Klangfeuerwerk: mit Bela Bartóks temperamentvollen rumänischen Tänzen, Antonín Dvo?áks legendärem Dumky-Klaviertrio und Johannes Brahms’ monumentalem B-Dur-Streichsextett.

Die Matinee „Hidden Harmonies“ lädt am Sonntag, den 28. Juni, um 11 Uhr, ein zu Begegnungen mit verborgenen Gefühlswelten musikalischer Pionier: innen des 20. Jahrhunderts wie Camille Saint-Saëns, Pjotr Iljitsch Tschaikowsky, Samuel Barber und Leonard Bernstein sowie der Komponistinnen Ethel Smyth und Henriette Bosmans.

Burg Feistritz als Festival-Ort

Als ganz besonderer Ort präsentiert sich die Burg Feistritz am Wechsel, 80 km von Wien und nur eine Autostunde von der Wiener Innenstadt und vom Flughafen Wien entfernt. Die kulturellen Aktivitäten auf der Burg Feistritz rund ums Jahr sind sehr vielfältig: Im Sommer bestimmen das harriet&friends-Festival sowie zahlreiche Kunst- und Musikkurse das kulturelle Bild. Bei den jährlich stattfindenden Konzertserien „Spring Classics“ und „Autumn Classics“ präsentieren sich internationale Musikerinnen und Musiker bei jeweils drei bis vier Konzerten im Rittersaal. | www.burgfeistritz.com/

INTERPRETINNEN & INTERPRETEN

Magda Amara (AT/RU), Klavier | www.magdaamara.com/

Pablo Barragán (ES), Klarinette | www.pablobarragan.es/

Nikita Boriso-Glebsky (RU), Violine | https://boriso-glebsky.info/

Martin Breinschmid (AT) & The Radio Kings | www.martin.breinschmid.at;

Nino Gvetadze (GEO), Klavier | www.ninogvetadze.net/

Mario Hossen (AT/BG), Violine | www.mariohossen.com/

Lilyana Kehayova (BG), Violoncello | www.lilianakehayova.com/

Harriet Krijgh (NL/AT), Violoncello & künstlerische Leitung | harrietkrijgh.com

Gerhard Marschner (AT), Viola | www.mdw.ac.at/1618/

Ulla Pilz (AT), Moderation | https://harrietandfriends.at/kunstler/ulla-pilz/

Pauline Sachse (DE), Viola | http://paulinesachse.com/

Tim Posner (UK), Violoncello | www.timposner.com/

Candida Thompson (UK), Violine | www.candidathompson.com/

Julia Turnovsky (AT), Violine/Viola | https://juliaturnovsky.squarespace.com/

Harriet Krijgh (NL/A), künstlerische Leitung & Violoncello

Harriet Krijgh zählt heute zu den aufregendsten und ausdrucksstärksten Künstlerinnen der Gegenwart. Harriet Krijgh ist sowohl als Solistin mit großen Orchestern als auch als leidenschaftliche Kammermusikerin eine weltweit gefragte Künstlerin. Internationale Konzertreisen führen sie regelmäßig in die bedeutendsten Säle Europas, Nordamerikas und Asiens. Sie konzertierte mit renommierten Klangkörpern wie dem Boston Symphony Orchestra, dem Rotterdam Philharmonic Orchestra, den Wiener Symphonikern u.v.a.

Ihre tiefe Liebe zur Kammermusik führte sie im Frühjahr 2019 zum renommierten Artemis Quartett, dem sie bis 2021 angehörte und mit dem sie auf den wichtigsten Bühnen weltweit gastierte. Zuvor übernahm sie bereits in den Jahren 2017 und 2018 von Janine Jansen die künstlerische Leitung des Internationalen Kammermusikfestivals in Utrecht. Ein besonderes Herzensprojekt ist ihr eigenes Festival „harriet&friends“ auf Burg Feistritz in Niederösterreich, das im Sommer 2026 bereits sein fünfzehnjähriges Bestehen feiert.

Aktuell setzt Harriet Krijgh ihre erfolgreiche Aufnahmetätigkeit bei Capriccio fort. In dieser Zusammenarbeit erschien auch ihre Aufnahme der Cellokonzerte von Elgar und Dvo?ák, eingespielt mit dem Tonkünstler- Orchester Niederösterreich unter der Leitung von Martin Sieghart. Neben ihrer Konzerttätigkeit widmet sich Harriet Krijgh leidenschaftlich der pädagogischen Arbeit. Harriet Krijgh ist Preisträgerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe. | harrietkrijgh.com

TICKETS & INFORMATIONEN

Zeitraum: 24. – 28. Juni 2026 | Ort: Burg Feistritz, 2873 Feistritz am Wechsel

Website: https://harrietandfriends.at/ | Infos: info@burgfeistritz.com

Karten/Preise:

Festivalpass (6 Konzerte 24.–28. Juni): € 200 | Forum: € 190 | Jugend (bis 24 Jahre): € 140

Abend-Abo (4 Abendkonzerte): € 160 | Forum: € 150 | Jugend (bis 24 Jahre): € 100

Einzelkarten (buchbar ab 1. Mai): € 40 | Jugend & Galerie Rittersaal (bis 24 Jahre): € 25

Konzertkarten nur im Vorverkauf erhältlich über info@burgfeistritz.com .


DETAIL-PROGRAMM „harriet&friends“

Mittwoch, 24.06.2026, bis Sonntag, 28.06.2026

Programmänderungen vorbehalten.

Mittwoch, 24. Juni 2026

FESTLICHE ERÖFFNUNG & ABENDKONZERT: „Kammermusik-Juwelen“

Ein glanzvoller Auftakt mit Raritäten und Meisterwerken.

  1. Juni, 19 Uhr | Alte Reitschule, Burg Feistritz, 2873 Feistritz/Wechsel

Programm:

Nino Rota: Trio für Klarinette, Violoncello und Klavier

Felix Mendelssohn Bartholdy: Klaviertrio Nr. 2 c-Moll, Op. 66

Anton Arensky: Quartett a-Moll, Op. 35 für Violine, Viola und zwei Violoncelli

Sergei Prokofjew: Hebräische Ouvertüre

Interpretinnen & Interpreten:

Magda Amara, Klavier | Pablo Barragan, Klarinette | Nikita Boriso-Glebsky, Violine | Nino Gvetadze, Klavier | Mario Hossen, Violine | Lilyana Kehayova, Violoncello | Harriet Krijgh, Violoncello | Gerhard Marschner, Viola | Tim Posner, Violoncello | Pauline Sachse, Viola | Candida Thompson, Violine | Julia Turnovsky, Violine/Viola

Zum Auftakt der Jubiläumsausgabe lädt die künstlerische Leiterin Harriet Krijgh zu einer Entdeckungsreise durch die Schatzkammern der Kammermusik ein. Das Programm spiegelt die Vielfalt des Festivals wider: Den Beginn macht Nino Rotas „Trio“, das weit über seine berühmten Filmmusiken hinausgeht und durch klangliche Transparenz besticht – interpretiert von Magda Amara, Pablo Barragán und Tim Posner. Mit Mendelssohn-Bartholdys 2. Klaviertrio folgt ein Meisterwerk der Romantik, das durch seine dramatische c-Moll-Tonalität und ein choralartiges Finale unter die Haut geht. Nach der Pause erwartet das Publikum eine Rarität: Anton Arenskys Quartett, das durch die Besetzung mit zwei Violoncelli ? gespielt von Harriet Krijgh und Lilyana Kehayova ? einen unvergleichlich dunklen, samtigen Klangteppich ausrollt. Den Abend beschließt Sergei Prokofjews „Hebräische Ouvertüre“, die mit jiddischer Melodik und tänzerischem Esprit für einen fulminanten Festivalstart sorgt.


Donnerstag, 25. Juni 2026

ABENDKONZERT: „Lichtspiele und Schattenklänge“.

Ein Bogen von der Wiener Klassik bis zur russischen Spätromantik.

  1. Juni, 19 Uhr | Alte Reitschule, Burg Feistritz, 2873 Feistritz/Wechsel

Programm:

Ludwig van Beethoven: 7 Variationen über „Bei Männern, welche Liebe fühlen“ für Violoncello und Klavier

Ludwig van Beethoven: Violinsonate Nr. 9 „Kreutzer-Sonate“ (Arrangement für Streichquintett)

Sergei Tanejew: Canzona für Klarinette und Streichquartett

Nikolai Medtner: Klavierquintett C-Dur .


Interpretinnen & Interpreten:

Magda Amara, Klavier | Pablo Barragan, Klarinette | Nikita Boriso-Glebsky, Violine | Mario Hossen, Violine | Lilyana Kehayova, Violoncello | Harriet Krijgh, Violoncello | Gerhard Marschner, Viola | Tim Posner, Violoncello | Pauline Sachse, Viola | Candida Thompson, Violine | Julia Turnovsky, Violine/Viola

Dieser Abend widmet sich den extremen Stimmungswelten der Musikgeschichte. Er beginnt im strahlenden Licht Ludwig van Beethovens: Seine Variationen über ein Thema aus Mozarts „Zauberflöte“ sind ein geistreiches Spiel zwischen Violoncello (Harriet Krijgh) und Klavier (Magda Amara). Ein radikaler Perspektivenwechsel folgt mit der „Kreutzer-Sonate“. Ursprünglich für Violine und Klavier komponiert, entfaltet sie in der Fassung für Streichquintett eine orchestrale Wucht, die von Mario Hossen und dem Ensemble virtuos entfesselt wird. Im zweiten Teil wandern wir in die „Schattenklänge“ der russischen Schule: Sergei Tanejews Canzona für Klarinette und Streicher ist ein elegischer Gesang voller Wehmut, bevor Nikolai Medtners monumentales Klavierquintett den Abend beschließt. Medtner, oft als „russischer Brahms“ bezeichnet, schuf hier ein klanggewaltiges Epos, das die ganze emotionale Tiefe der Spätromantik auslotet.


Freitag, 26. Juni 2026

NACHMITTAGSKONZERT: „Salon-Extravaganz“

Glanzvoller Esprit zwischen Wiener Tradition und Pariser Virtuosität.

  1. Juni, 16 Uhr | Rittersaal, Burg Feistritz, 2873 Feistritz/Wechsel

Programm:

Ludwig van Beethoven: Trio B-Dur, Op. 11 „Gassenhauer-Trio“

Camille Saint-Saëns: Violinsonate Nr. 1 d-Moll, Op. 75

Amy Beach: Klaviertrio Op. 150

Interpretinnen & Interpreten:

Magda Amara, Klavier | Pablo Barragan, Klarinette | Nikita Boriso-Glebsky, Violine | Nino Gvetadze, Klavier | Harriet Krijgh, Violoncello | Tim Posner, Violoncello | Julia Turnovsky, Violine/Viola

Das Nachmittagskonzert feiert die Leichtigkeit und Brillanz des musikalischen Salons. Beethovens „Gassenhauer-Trio“ verdankt seinen Namen einem populären Gassenhauer der damaligen Zeit, den der junge Komponist mit Humor und Raffinesse variierte – ein ideales Feld für das Zusammenspiel von Pablo Barragán, Magda Amara und Tim Posner. Den virtuosen Höhepunkt bildet die 1. Violinsonate von Camille Saint Saëns, in der Nikita Boriso-Glebsky und Nino Gvetadze ein Feuerwerk an französischer Eleganz und technischer Meisterschaft abbrennen. Den Abschluss bildet eine Hommage an eine Pionierin: Die US-amerikanische Komponistin Amy Beach schrieb mit ihrem Klaviertrio Op. 150 ein Werk von betörender Schönheit, das spätromantische Klangfarben mit impressionistischen Einflüssen verwebt und in der Besetzung mit Julia Turnovsky und Harriet Krijgh eine ganz persönliche Note erhält.


ABENDKONZERT: „Classics & Swingtime“

Böhmische Romantik begegnet der Freiheit des Jazz.

  1. Juni, 19 Uhr | Alte Reitschule, Burg Feistritz, 2873 Feistritz/Wechsel

Programm:

Antonín Dvo?ák: Klavierquartett Nr. 2 Es-Dur, Op. 87

Vladimir Horowitz: Sonatina für Klarinette und Klavier

Martin Breinschmid & The Radio Kings: „Swingtime“

Interpretinnen & Interpreten:

Magda Amara, Klavier | Pablo Barragán, Klarinette | Martin Breinschmid & The Radio Kings (Tanja Filipovic/vocals; Michael Fischer/tap dance; Milos Milojevic/Sax, Klarinette; Herbert Swoboda/Piano) | Harriet Krijgh, Violoncello | Pauline Sachse, Viola | Candida Thompson, Violine

In diesem Programm verschmelzen die Grenzen zwischen klassischer Strenge und improvisatorischer Freiheit. Der Abend beginnt mit einem der prächtigsten Werke der Romantik: Antonín Dvo?áks 2. Klavierquartett. Mit seiner schwelgerischen Melodik und den böhmischen Rhythmen ist es wie geschaffen für das Ensemble um Candida Thompson und Harriet Krijgh. Nach der rasanten Klarinetten-Sonatina von Vladimir Horowitz, dargeboten von Pablo Barragán, atmet der zweite Teil des Abends puren Jazz. Martin Breinschmid & The Radio Kings ? mit der Belgrader Vokalistin Tanja Filipovic, Saxofonist und Klarinettist Milos Milojevic, Pianist Herbert Swoboda, Kontrabassist Harald Putz, Special-Guest Tap-Dance-Meister Michael Fischer und Drummer und Vibraphonist Martin Breinschmid — bringen den Swing nach Feistritz. Mit einer Mischung aus Virtuosität und Lockerheit schlagen sie die Brücke zur Moderne und beweisen, dass die „klassischen“ Wurzeln und die Energie des Jazz enger miteinander verwandt sind, als man denkt.


Samstag 27. Juni 2026

Der Ö1 Klassik-Treffpunkt LIVE

  1. Juni, 10:05-11:35 Uhr | Alte Reitschule, Burg Feistritz, 2873 Feistritz/Wechsel

Präsentation: Helene Breisach / ORF - Ö1

Gäste: Harriet Krijgh & friends

Der Ö1 Klassik-Treffpunkt macht auf seiner Sommertour Station beim Festival „Harriet and Friends“. Helene Breisach begrüßt Künstlerinnen und Künstler der 15. Ausgabe des Festivals in Feistritz am Wechsel zum Gespräch.


ABENDKONZERT: „Böhmisches Feuer“

Leidenschaftliche Kraft und spätromantische Wärme.

  1. Juni, 19 Uhr | Alte Reitschule, Burg Feistritz, 2873 Feistritz/Wechsel

Programm:

Bela Bartok: Rumänische Tänze für Klarinette und Klavier

Antonín Dvo?ák: Klaviertrio Nr. 4, Op. 90 „Dumky“

Johannes Brahms: Streichsextett Nr. 1 B-Dur, Op. 18

Interpret:innen: Pablo Barragan, Klarinette | Nikita Boriso-Glebsky, Violine | Nino Gvetadze, Klavier | Harriet Krijgh, Violoncello | Tim Posner, Violoncello | Pauline Sachse, Viola | Candida Thompson, Violine | Julia Turnovsky,

Der Samstagabend steht ganz im Zeichen der slawischen Seele und der emotionalen Leidenschaft. Béla Bartóks rumänische Volkstänze eröffnen den Abend mit archaischer Energie und rhythmischer Prägnanz. Einen tiefen Kontrast dazu bildet Dvo?áks berühmtes „Dumky“-Trio: In sechs Sätzen (Dumky) führt uns das Trio bestehend aus Nino Gvetadze, Nikita Boriso-Glebsky und Harriet Krijgh durch ein Wechselbad aus tiefer Melancholie und jubelnder Ausgelassenheit. Zum krönenden Abschluss erklingt Johannes Brahms’ 1. Streichsextett in B-Dur. Es ist ein Werk von fast orchestralem Ausmaß, das durch seine warme, goldene Klangfarbe besticht. Wenn sechs Spitzen-Solisten – darunter Pauline Sachse und Tim Posner – gemeinsam dieses Meisterwerk gestalten, wird die kammermusikalische Intensität zur physisch spürbaren Erfahrung.


Sonntag, 28. Juni 2026

MATINEE: „Hidden Harmonies“

Das Finale: Eine Reise durch die privaten Welten musikalischer Pioniere.

  1. Juni, 11 Uhr | Rittersaal, Burg Feistritz, 2873 Feistritz/Wechsel

Programm:

Camille Saint-Saëns: Klaviertrio Nr. 1 (I. Allegro) — Die strahlende Maske

Henriette Bosmans: Nuit Calme für Cello & Klavier — Ein schimmerndes Refugium

Ethel Smyth: Klaviertrio in d-Moll (I. Allegro) — Das Feuer des Widerstands

Pjotr Iljitsch Tschaikowsky: Klaviertrio Op. 50 (Thema & Variationen) — Ein ehrliches Geständnis

Samuel Barber: Adagio für Cello & Klavier — Eine stille Hingabe

Leonard Bernstein: Klaviertrio Op. 2 — Die Freude der Freiheit

Interpretinnen & Interpreten:

Harriet Krijgh, Violoncello | Nino Gvetadze, Klavier | Candida Thompson, Violine

Zum feierlichen Abschluss der 15. Festivalausgabe erwartet das Publikum eine dichte, 60-minütige Matinee, die weit über ein gewöhnliches Konzert hinausgeht. Unter dem Titel „Hidden Harmonies“ beleuchten die Künstler die Schicksale hinter den Noten. Es geht um Komponistinnen und Komponisten wie Ethel Smyth, Henriette Bosmans oder Samuel Barber, die ihre tiefsten Gefühle oft hinter einer gesellschaftlichen Maske verbergen mussten. Von der „strahlenden Maske“ bei Saint-Saëns bis zur „Freude der Freiheit“ bei Leonard Bernstein entfaltet sich ein Panorama menschlicher Emotionen. Ulla Pilz führt moderierend durch dieses Programm, das die Brillanz jener feiert, die im Verborgenen lebten, aber für das Licht schrieben. Ein emotionaler Abschiedsgruß, der die Seele des Festivals – Freundschaft und musikalische Wahrhaftigkeit – perfekt zusammenfasst.

Ulla Pilz verbindet die Kompositionen durch ihre Lesung aus Briefen, Tagebüchern und anderen Texten der Komponist: innen.

FESTIVAL-FACT-BOX:

Künstlerische Leitung: Harriet Krijgh
Mitwirkende Interpret:innen: Violine: Candida Thompson, Nikita Boriso-Glebsky, Mario Hossen, Julia Turnovsky; Viola: Pauline Sachse, Gerhard Marschner; Violoncello: Harriet Krijgh, Tim Posner, Lilyana Kehayova; Klavier: Nino Gvetadze, Magda Amara; Klarinette: Pablo Barragán; Jazz: Martin Breinschmid & The Radio Kings.

Moderation: Ulla Pilz

Karten: info@burgfeistritz.com | Info: https://harrietandfriends.at
TICKETS & INFORMATIONEN
Zeitraum: 24. – 28. Juni 2026 | Ort: Burg Feistritz, 2873 Feistritz am Wechsel
Website: https://harrietandfriends.at/ | Infos: info@burgfeistritz.com
Karten/Preise:
Festivalpass (6 Konzerte 24.–28. Juni): € 200 | Forum: € 190 | Jugend (bis 24 Jahre): € 140
Abend-Abo (4 Abendkonzerte): € 160 | Forum: € 150 | Jugend (bis 24 Jahre): € 100
Einzelkarten: € 40 | Jugend & Galerie Rittersaal (bis 24 Jahre): € 25
Konzertkarten nur im Vorverkauf erhältlich über info@burgfeistritz.com

Projekt von: Forum Burg Feistritz, 2873 Feistritz am Wechsel

Quelle: content&event, Kulturkommunikation Montecuccoli - Lefenda - Scholz

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