Kostenfalle Burn Out

13 Jän 23:31 2014 von Oswald Schwarzl Print This Article

Die Kosten durch Burn Out sind höher als bisher angenommen

„Unser Ziel ist es, beim Phänomen ,Stress‘ mitzuhelfen, das Tabu zu brechen und die Angst vor Arbeitsplatz- und Ansehensverlust zu nehmen! Oberösterreich ist als Wirtschaftsbundesland an der Spitze, wir wollen auch bei der Burn-Out-Prävention vorangehen!“
IWS-GF Bundesrat Gottfried Kneifel

v.l.: Univ.-Doz. Prof. Dr. Werner Schöny Pro Mente OÖ, Bundesrat Gottfried Kneifel Institut Wirtschaftsstandort OÖ / REGIONEWS - mediabox.at

Univ.-Prof. Dr. Friedrich Schneider Johannes Kepler Universität Linz / REGIONEWS - mediabox.at
Faktentelegramm Stress:
• Österreich ist neben Italien Schlusslicht bei Maßnahmen gegen Stress
(OECD Mental Health Index)
• Österreich benötigt kein zweites „Pisa“ im Gesundheitsbereich
• Stress Management Programme werden weltweit umgesetzt Österreich hat dringenden Handlungsbedarf/Aufholbedarf
• 10 Milliarden Schallmauer: Der volkswirtschaftliche Schaden durch
psychische Erkrankungen wird mit 7 Milliarden EUR in Ö p.a. beziffert.

Die Kosten werden in den nächsten Jahren signifikant steigen.
Ohne Maßnahmen fällt die 10 Milliarden Schallmauer in wenigen Jahren.
• 117 Milliarden an Kosten durch psychische Erkrankungen p.a. in der EU.
• Jahrhundert Gefahr: Die WHO erklärt Stress zu einer der größten Gefahren unseres Jahrhunderts
• Nikotin des 21. Jahrhunderts: Stress kann auch zum Auslöser körperlicher Erkrankungen werden und füllt die OPs
• Die europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am
Arbeitsplatz erklärt das Jahr 2014 zum Jahr des Stress Managements
(https://osha.europa.eu)

KommR Dr. Leonhard Helbich-Poschacher Institut Wirtschaftsstandort OÖ / REGIONEWS - mediabox.at
Was leisten Stressmanagement Programme:
• Stress Management Programme vermitteln Kompetenz zur
Stressbewältigung für Führungskräfte und MitarbeiterInnen und betonen
die Eigenverantwortung der MitarbeiterInnen bei der Stressbewältigung.
• Etwa 95% der Maßnahmen gegen zu viel Stress kosten kein/kaum Geld.

Viele Maßnahmen greifen in kurzer Zeit. Viele Maßnahmen wirken ein Leben lang!
• Stress Management Programme unterstützen Unternehmen und
MitarbeiterInnen, geeignete Maßnahmen gegen chronischen Stress zu
ergreifen und erfolgreich umzusetzen.

Univ.-Doz. Prof. Dr. Werner Schöny Pro Mente OÖ / REGIONEWS - mediabox.at
Fakten zu Stressfrei Austria
• Stressfrei Austria ist eine Kooperation von IWS (Institut Wirtschaftsstandort OÖ – Präsident: Dr. Christoph Leitl) und promente OÖ
(Vorstandsvorsitzender: Prof. Univ.-Doz. Dr. Werner Schöny)
• Stressfrei Austria orientiert sich an international etablierten
Stressmanagement Programmen und an den Richtlinien der EU zum Thema Stress Management (https://osha.europa.eu/de/topics/stress/advice_for_employers)
• Stressfrei Austria wurde von einem interdisziplinären ExpertInnen Team
entwickelt: Monika Czamler (Psychotherapeutin, Programm Hotline),
Mag.a Judith Leitner (HR Management, Programm Entwicklung), Mag.
Michael Matzner (Programm Manager), Primaria Dr.in Margot Peters (Ärztliche Programm Leitung), Mag.a Renate Rechner (Gesundheits-, Arbeits- und Organisationspsychologin)
• Das Programm Stressfrei Austria wird 2014 durch die JKU Universität Linz evaluiert und steht Unternehmen österreichweit zur Verfügung
• www.stressfrei-austria.at, Ansprechpartner: Mag. Michael Matzner, [email protected], 0650/6029006
Ergebnisse aus Studien zum Thema „Burnout“
• Volkswirtschaftlicher Schaden durch psychische Erkrankungen wird mit 7
Milliarden EUR in Ö p.a. beziffert.
• 117 Milliarden an Kosten durch psychische Erkrankungen p.a. in der EU.
• Die Kosten werden in den nächsten Jahren signifikant steigen.
• Ohne präventive Maßnahmen und Früherkennung des Problems direkt am
Arbeitsplatz explodieren die Kosten für Unternehmen und die
Volkswirtschaft.

Kosten von Burnout nach Diagnosezeitpunkt

Kosten von Burnout nach Diagnosezeitpunkt / REGIONEWS-IWS
Kosten von Burnout fu.r die Betriebe

Kosten von Burnout fu.r die Betriebe / REGIONEWS-IWS
Zusammenfassung und Schlussfolgerungen
• Burnout verursacht bei Früherkennung Kosten von 1.500-2.300 EUR je Fall. Bei später Erkennung entstehen Kosten von bis zu ca. 130.000 EUR je Fall.
• Einzelbetrieblich entsteht so ein Schaden von bis zu 650.000 EUR je Betrieb, wenn der Diagnosezeitpunkt für Burnout später ist (z.B. Großbetrieb: 1,6% - 2,7% der durchschnittlichen Personalkosten)
• Psychische Belastungen sind zweithäufigste Ursache für Frühpensionierungen.
• Österreich und Italien sind das Schlusslicht der Vergleichsländer im Maßnahmen- Ranking bei psychischen Erkrankungen (OECD Mental Health Index).
• Das Angebot zur Prävention und Früherkennung psychischer Belastungen ist in Österreich extrem zersplittert. Ein starkes Maßnahmenprogramm für die Wirtschaft, um das „Stress Problem“ besser zu lösen, ist dringend erforderlich.

Präsentation der Fotos von der Pressekonferenz am 13. Jänner 2014


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Oswald Schwarzl

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Chefredakteur in Ruhe