Burgenland: pro mente Burgenland und das Land Burgenland präsentierten neue Projekte

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Sozial- und Wirtschaftslandesrat Christian Illedits, pro mente Burgenland Obfrau und Geschäftsführerin Eva Blagusz (hinten ganz rechts), pro mente Burgenland Geschäftsführerin Petra Prangl (hinten links), Wilhelm Pfeiffer, Direktor der Landesberufsschule Pinkafeld (vorne links), Manfred Ringhofer, Fachschule für Keramik und Ofenbau Stoob, (vorne rechts) und Architekt Wilhelm Czencz (hinten mitte) vor dem Kellerstöckl am Csaterberg
Foto: Bgld. Landesmedienservice
10 Jul 06:00 2020 von Redaktion Salzburg Print This Article

Sozial- und Wirtschaftslandesrat Christian Illedits unterstützt das Projekt „pro mente Auszeit“ / rund 32.500 Euro Landes-Förderung / regionale Wirtschaft profitiert

pro mente Burgenland bietet in Kohfidisch, Lackenbach und Mattersburg Betreuungs- und Wohnmöglichkeiten für psychisch kranke Menschen an. Die Angebote richten sich an Erwachsene ab 18 Jahren. Mit ihrem neuesten Projekt „pro mente Auszeit“ baut pro mente Burgenland sein Angebot weiter aus. Dazu wurde am Csaterberg, Gemeinde Kohfidisch, und am Eisenberg je ein Kellerstöckl erworben, diese werden nun renoviert und umgebaut. „pro mente Auszeit“, so der Projektname, soll ein Angebot schaffen, wo Menschen Zeit und Urlaub in ruhiger Umgebung verbringen können. Langfristig sollen mit diesem Projekt drei Teilzeitmitarbeiter angestellt werden. Das Land Burgenland unterstützt das Projekt mit insgesamt 32.500 Euro. In das Projekt mit eingebunden sind Landesberufsschule Pinkafeld und die Fachschule für Keramik und Ofenbau in Stoob. Schülerinnen und Schüler helfen bei den Umbauarbeiten mit und sammeln wertvolle Praxis. „Durch die beiden Projekte schafft man Inklusion und Integration der Klientinnen und Klienten in die Arbeitswelt. Darüber hinaus werden durch das Projekt Lehrlinge ausgebildet“, betont Sozial- und Arbeitsmarktlandesrat Christian Illedits.

„Pro mente Burgenland engagiert sich seit dem Jahr 2000 für psychisch Erkrankte und psychosozial benachteiligte Menschen und ist ein wertvoller Partner des Landes bei der Betreuung psychisch kranker Mitmenschen. Kompetenz und Verlässlichkeit zeichnen pro mente aus“, betont Christian Illedits, der die neuen Projekte begrüßt. Um die Angebotspalette für Menschen mit Behinderung weiter auszubauen und zu erweitern erstellt das Land Burgenland gemeinsam mit der Wirtschaftsuniversität Wien einen umfassenden Bedarfsplan. „In einem partizipativen Prozess entsteht dieser Bedarfsplan, dadurch werden die Betroffenen aktiv eingebunden und können Einfluss auf die sie künftig betreffenden Regelungen nehmen“, so Illedits.

Kellerstöckl Csaterberg

Das Kellerstöckl am Csaterberg ist eine Dependance des pro mente Wohnhauses Kohfidisch. Was für die meisten Menschen selbstverständlich ist, kann für psychisch kranke Menschen eine große, manchmal unüberwindbare Hürde sein. „Oft trauen sich psychisch Kranke keinen Urlaub zu, oder können sich keinen Urlaub leisten. Unser neues Projekt ,pro mente Auszeit‘ soll ein Angebot schaffen, wo Menschen Zeit in ruhiger Umgebung verbringen können, den Urlaub üben können“, erklärt Eva Blagusz von pro mente Burgenland. Bei Problemen können Klientinnen und Klienten, die das Kellerstöckl nutzen, in das Wohnhaus zurück. Das Stöckl wird KlientInnen von pro mente Österreich zur Verfügung stehen. Die Verwaltung und Vermittlung erfolgt über pro mente Burgenland.
Mit den Umbauarbeiten wird in den nächsten Tagen begonnen. Seitens des Landes wird das Projekt mit 10.000 Euro unterstützt.

Kellerstöckl Eisenberg

Das Kellerstöckl „Eisenberg“ wurde von der pro mente Ost Errichtungs GmbH erworben und wird nach der Renovierung das erste 100 Prozent barrierefreie Kellerstöckl im Südburgenland sein. Das Projekt ist noch in der Planungsphase und wird vom Land mit rund 22.500 Euro gefördert.

An drei Standorten – Mattersburg, Lackenbach und Kohfidisch­ – betreut pro mente Burgenland mit 84 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern 137 Klientinnen und Klienten mit bedarfsgerechtem Wohnraum mit einem breiten Therapieangebot.
Das Angebot reicht vom vollbetreuten Wohnen und teilbetreuten Wohnen bis zu Tageszentren. Letztere sollen die (Wieder-)Eingliederung in den Arbeitsmarkt ermöglichen.


Quelle: Land Burgenland



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