Going: Zwei Großbrände nur 700 Meter Luftlinie voneinander entfernt

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Feuerwehr - Symbolbild
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03 Jun 16:21 2019 von Gerhard Repp Print This Article

Am 2.6.2019 um 01.25 Uhr wurde der Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens (1.) in Going gemeldet. Die alarmierte Polizeistreife bemerkte auf der Anfahrt zum Brandobjekt, dass in einer Entfernung von ca 700 m Luftlinie zeitgleich der sogenannte "Koasastadl" (2.) ebenfalls brennt.

1. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte standen der Wirtschaftsbereich sowie Teile des Wohnhauses des landwirtschaftlichen Anwesens in Vollbrand. Durch das Brandereignis brannte der Wirtschaftstrakt zur Gänze nieder. Der Brand griff rasch auf das angebaute Wohngebäude des Hofes über, welches ebenfalls schwer beschädigt wurde. Einem Großaufgebot der Feuerwehren Going, St. Johann, Ellmau, Oberndorf und Scheffau gelang es, den Übergriff der Flammen auf ein nahe gelegenes Appartementhaus zu verhindern, so dass dieses nur leicht beschädigt wurde. Tiere waren keine im Stall. Personen wurden durch das Brandereignis nicht verletzt. Der Sachschaden ist enorm, kann aber derzeit nicht genau beziffert werden.

2. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand die Jausenstation bereits in Vollbrand. Der Stadel ist vollständig ausgebrannt. Einem Großaufgebot der Feuerwehren Going, Reith bei Kitzbühel und Kirchdorf gelang es, den Brand gegen 03.00 Uhr vollständig zu löschen. Gegen 04.00 Uhr mussten Nachlöscharbeiten am Brandobjekt durchgeführt werden, da immer wieder neue Feuerherde aufkeimten. Die Höhe des Sachschadens kann derzeit noch nicht beziffert werden.

Auf Grund der massiven Zerstörung beider Objekte können zurzeit noch keine Rückschlüsse auf eine mögliche Brandentstehung gezogen werden. Die Erhebungen laufen in alle Richtungen. Die Brandursachenermittlung wird am 3. Juni 2019 vor Ort in Zusammenarbeit zwischen dem Landeskriminalamt Tirol, Beamten des Bezirkes Kitzbühel und Sachverständigen der Tiroler Landesstelle für Brandverhütung fortgesetzt werden.

UPDATE - LPD Tirol:

Auf Grund der massiven Zerstörung am landwirtschaftlichen Anwesen konnte der Brandausbruchsbereich nicht mehr untersucht werden, da dieser durch das Brandgeschehen bzw. durch Abrissarbeiten während der Löschmaßnahmen der Feuerwehren vollständig zerstört und in sich zusammengefallen war. Anhand von Brandverlaufspuren konnte rekonstruiert werden, dass der sich der Brandausbruchsbereich im Bereich des Tennengebäudes befand, wo zum Zeitpunkt des Brandes laut bisherigen Erkenntnissen Heuballen gelagert waren. Es konnten keine objektiven Zündquellen in diesem Bereich festgestellt werden, so dass vorbehaltlich weiterer Untersuchungen davon ausgegangen werden muss, dass subjektive Elemente (Brandstiftung bzw fahrlässige Herbeiführung einer Feuersbrunst) zum Brandausbruch führten.

Der Brandausbruchsbereich beim sogenannten "Koasastadel" befand sich im Bereich der südlichen Stadelfront. Auch dieses Objekt, samt Inhalt wurde durch das Brandgeschehen vollständig zerstört. Im Bereich des Brandausbruchsbereiches wurden keine objektiven Zündquellen festgestellt, so dass auch in diesem Fall von einer subjektiven Brandentstehung ausgegangen werden muss.

Augenscheinliche Zusammenhänge zwischen beiden Brandstellen konnten bis dato nicht erhoben werden, es wird jedoch in alle Richtungen ermittelt.


Quelle: LPD Tirol



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