Burgenland: Zehn Jahre Tages- und Wohnheim St. Margarethen

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Heimleiter Robert Vidam, OSG-Obmann Alfred Kollar, Franz Schneider, Obmann des Vereins „Wir leben“, „Rettet das Kind“-Präsident Karl Semlitsch, Walter Paulhart, Generalsekretär von „Rettet das Kind“ Österreich, und Soziallandesrat Christian Illedits mit Betreuerinnen sowie Klientinnen und Klienten des Tages- und Wohnheimes St. Margarethen.
Bildquelle: Bgld. Landesmedienservice
13 Nov 20:09 2019 von Redaktion Salzburg Print This Article

LR Christian Illedits verwies bei der Jubiläumsfeier auf die Wichtigkeit dieser Einrichtung zur Betreuung und Integration behinderter Menschen.

Das vom Verein „Wir leben“ initiierte und von „Rettet das Kind“ Burgenland betriebene Tages- und Wohnheim in St. Margarethen ist seit zehn Jahren Betreuungsstätte und Zuhause für schwer- und mehrfachbehinderte Menschen. Bei der Zehn-Jahres-Feier dankte Soziallandesrat Christian Illedits gemeinsam mit Franz Schneider, dem Obmann des Vereins „Wir leben“, Walter Paulhart, dem Generalsekretär von „Rettet das Kind“ Österreich, und „Rettet das Kind“-Präsident Karl Semlitsch den Mitarbeitern und Vereinsmitgliedern für ihr Engagement im Sinne der Klienten.

Der Verein „Wir leben – Interessensvertretung für Menschen mit Behinderung“ wurde 1982 von betroffenen Eltern schwerbehinderter Menschen gegründet und kam über Umwege nach St. Margarethen. „Mit dem Bau des Tages- und Wohnheimes wollten die Gründungsmitglieder die Zukunft ihrer nunmehr erwachsenen Kinder mit der bestmöglichen Versorgung, Betreuung und Integration sichern und sie in die Gesellschaft integrieren“, erinnerte sich der Obmann des Vereins „Wir leben“, Franz Schneider. Nach einer wechselhaften Baugeschichte übernahm die Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG) die Rolle des Bauträgers, „Wir leben“ fungiert als Mieter des Gebäudes, und „Rettet das Kind“ ist mit dem Betrieb des Heimes betraut. Derzeit kümmern sich 30 Betreuerinnen und Betreuer um 16 Klientinnen und Klienten, davon fünf Tagesklienten.

Alfred Kollar, Obmann des Bauträgers OSG: „Als wir 2007 gefragt wurden, ob wir uns der Aufgabe dieses Baues stellen wollen, war die besondere Wertschätzung des Landes und alles Beteiligten für dieses Projekt zu spüren, wo klar wurde: Dieses Heim muss es geben. Es ist die intensivste Einrichtung, die wir als OSG jemals gebaut haben.“

„Rettet das Kind“-Präsident Karl Semlitsch: „Das Tages- und Wohnheim St. Margarethen ist eine große inhaltliche und wirtschaftliche Herausforderung. Inhaltlich ist die Rund-um-die-Uhr-Betreuung von Menschen mit schweren Behinderungen ist psychisch und physisch eine unglaubliche Herausforderung für die Menschen, die hier arbeiten, und verlangt eine unglaubliche Motivation. Genauso groß ist die wirtschaftliche Herausforderung. Die strukturelle Unterstützung durch das Land Burgenland ermöglicht diese Arbeit auf Dauer.“

Soziallandesrat Christian Illedits betonte die Wichtigkeit von Einrichtungen wie dem Tages- und Wohnheim St. Margarethen, aber auch von Vereinen, die behinderte Menschen unterstützen. „Wir müssen allen Menschen auf Augenhöhe begegnen, um auch hier eine Gleichbehandlung zu erreichen, und genau das passiert hier wie in keiner zweiten Einrichtung dieser Art. Wir haben im Burgenland 37 Einrichtungen dieser Art und beinahe 1.000 Menschen sind in Betreuung. Die Menschen, die hier arbeiten, haben einen Beruf gewählt, der eine Berufung ist, und machen ihre Arbeit mit sehr viel Herzblut. Die Klientinnen und Klienten spüren das“, zeigte sich Illedits beeindruckt, betonte aber auch die Notwendigkeit, die nötigen Mittel für Einrichtungen wie diese zur Verfügung zu stellen: Im vergangenen Finanzjahr stellte das Land Burgenland für den Behindertenbereich über 50 Millionen Euro zur Verfügung. Insgesamt seien 45 % des Landesbudgets von 1,1 Milliarden Euro dem Gesundheits- und Sozialbereich gewidmet, so Illedits. Der Landesrat verwies abschließend auf den kürzlich gestarteten Partizipationsprozess, der bei der Entwicklung einer gesetzlichen Basis im Behindertenbereich auf die Teilnahme von Beteiligten und Betroffenen setzt.


Quelle: Land Burgenland



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