YouTuber in Österreich stehen vor den Trümmern ihrer Existenz!

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Portrait Stefan Warecka Techmagnet
Foto: Stefan Warecka
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Stefan Warecka (Techmagnet)
Foto: Stefan Warecka
09 Mai 10:36 2020 von OTS Print This Article

Neues Mediengesetz stellt YouTube Kanäle mit TV Sendern gleich

wien (OTS) - Die Initiative zur Regulierung der sogenannten „audiovisuellen Mediendienste“ (ein Überbegriff für TV, Streaming und Onlinevideos) könnte den Traum des erfolgreichen YouTube-Stars für viele junge und aufstrebende Menschen zerstören.

Auf Basis einer EU-Richtlinie wurde im Jahr 2010 das österreichische Privatfernsehgesetz geändert und in „Audiovisuelles Mediendienste-Gesetz (AMD-G)“ umbenannt.

Personen, die audiovisuelle Inhalte im Internet veröffentlichen z. B. auf der eigenen Website zur Verfügung stellen, sind dazu verpflichtet, diese Tätigkeit spätestens binnen zwei Wochen vor Aufnahme bei der KommAustria anzuzeigen. Dies gilt auch für Betreiber von YouTube-Kanälen oder anderen On-Demand-Diensten wie z. B. einer TV-Thek. Bei Verletzung oder Zuwiderhandeln drohen Verwaltungsstrafen von bis zu 4.000 Euro.

Mit der Anzeige der Tätigkeit kommen jedoch auch einige Pflichten einher. YouTuber werden dadurch automatisch bei der Wirtschaftskammer als Rundfunk-Unternehmen gemeldet und müssen rund 400 Euro pro Jahr an Kammerumlage zahlen. Weiters müssen sämtliche Gesetze beachtet werden, die auch für große TV-Unternehmen wie z. B. den ORF, Puls4, ATV usw. gelten. Diese Regelung ist eine immens große Belastung für angehende YouTuber. Zusätzlich kommen auch finanzielle Belastungen auf die YouTuber zu.

Diese Anzeigepflicht hat auch der größte österreichische Technik-YouTuber Stefan Warecka (Youtube.com/Techmagnet) erfüllt. Jedoch wurde die Behörde nun aktiv, da in einem seiner Videos angeblich gegen die gesetzlichen Bestimmungen verstoßen wurde.

Stefan Warecka wendet sich nun mit einem neuen Video an seine Fans. In diesem Video erklärt er die Sachlage, legt seine YouTube Einnahmen offen und äußert Kritik an der Neuregelung der Mediendienste in der Europäischen Union und im Besonderen der Überregulierung in Österreich.


Quelle: OTS