Vorarlberg: Vorarlberg stockt "Raus aus Öl"-Förderungen des Bundes auf

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Vorarlberg

02 Mär 17:00 2019 von Redaktion Salzburg Print This Article

Landesrat Gantner: Positiven Trend beim Ersatz von Ölheizungen fortsetzen

Bregenz (VLK) – Der Bund wird ab 1. März 2019 seine Umweltförderung noch stärker auf den Tausch von fossilen Heizungssystemen fokussieren. Ziel ist es, bis 2030 die Hälfte der österreichweit 700.000 Ölkessel zu ersetzen. Das Land Vorarlberg unterstützt diese Maßnahme mit eigenen Landesmitteln für Klein- und Mittelbetriebe und einer Beratungs- und Kommunikationsoffensive des Energieinstituts, an der auch die Innung der Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechniker mitwirkt, um für den Ersatz von Ölkesseln maßgeschneiderte Lösungen anzubieten.

Es gelte den erfreulichen Trend der letzten Jahre weiter anzukurbeln, sagt Landesrat Christian Gantner. 2005/2006 hat in Vorarlberg noch fast die Hälfte aller Haushalte mit Öl geheizt, 2015/2016 nur noch ein Viertel. "Das heißt, in zehn Jahren wurden bereits 40 Prozent der bestehenden Ölheizungen durch erneuerbare Energiesysteme ersetzt. Bis 2030 wollen wir gemeinsam mit dem Bund weitere 50 Prozent ersetzen. Die neuen Förderungen bieten dafür attraktive Anreize und sind ein weiterer starker Impuls in Richtung Energieautonomie Vorarlberg", so Gantner.

"Raus aus Öl-Bonus" für Unternehmen: Land gibt 30 Prozent zusätzlich

Die Förderung für Erneuerbare Wärmeerzeugungsanlagen in Betrieben wird wie folgt neu geordnet:

• Gefördert werden wie bisher Biomasse Einzelanlagen, Wärmepumpen und die Errichtung von Anschlüssen an hocheffiziente Nah- bzw. Fernwärmesysteme mit einer thermischen Nennleistung kleiner als 100 kW.

• Bei Ersetzung einer fossilen Heizungsanlage beträgt die Förderungspauschale des Bundes bis 50 kW 5.000 Euro und von über 50 bis unter 100 kW 8.000 Euro.

• Als fossile Heizanlage gelten Öl, Gas, Kohle, Strom und Allesbrenner

• Das Land Vorarlberg erhöht den Förderbetrag des Bundes für kleine und mittlere Betriebe zusätzlich um 30 Prozent bzw. um 1.500 bis 2.400 Euro.

• Zum Antrag: www.umweltfoerderung.at/rausausoel-waermeerzeugung

"Damit wollen wir das hohe Engagement von Vorarlbergs Unternehmen beim Ersatz von Öl weiter unterstützen", so Landesrat Gantner.

"Raus aus Öl"-Bonus und Sanierungsscheck für Private 2019

Die Zuschüsse für Gebäudesanierungen und den Heizungstausch werden wie folgt geändert:

• 2019 wird der "Raus aus Öl-Bonus" des Bundes in der Höhe von 5.000 Euro auch ohne thermische Gebäudesanierung vergeben.

• Bei gleichzeitiger thermischer Sanierung erhöht er sich auf 6.000 Euro.

• In Mehrfamilienhäusern beträgt er für die Heizungsumstellung auf eine klimafreundliche Technologie bis zu 1.000 Euro pro Wohneinheit.

• Zum Antrag: www.sanierungsscheck19.at

• Das Land Vorarlberg vergibt im Rahmen der Energieförderung 2018/2019 für Holzheizungen, Hausanschlüsse an Nahwärme, Heizungswärmepumpen und Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung zwischen 1.500 und 3.500 Euro Förderung (je nach Heizenergiebedarf des Gebäudes).

• Beim Ersatz von Öl-Zentralheizungen, Gas-Zentralheizungen oder Elektrodirektheizungen durch ein im Rahmen der Energieförderungsrichtlinie 2018/2019 förderbares Heizungssystem und Entfernung des alten Heizungssystems vergibt das Land Vorarlberg zusätzlich einen Förderbonus in Höhe von 2.500 Euro.

• Sowohl bei der Bundes- als auch bei der Landesförderung muss das Gebäude mindestens 20 Jahre als sein.

"Das heißt, wer in Vorarlberg im Einfamilienhaus seinen Ölkessel durch eine Holzheizung, einen Nahwärmeanschluss oder eine Wärmepumpe ersetzt, kann je nach Energieeffizienz des Hauses 9.000 bis 12.000 Euro an Förderung erhalten", weist Landesrat Gantner auf die attraktiven Förderungsmöglichkeiten hin.

"Raus aus Öl-Beratungsprogramm" des Energieinstituts Vorarlberg

Begleitend zu den neuen Förderungen startet das Land Vorarlberg gemeinsam mit dem Energieinstitut einen Beratungsschwerpunkt "Raus aus Öl". Dieser erfolgt in Zusammenarbeit mit der Innung der Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechniker und soll in erster Linie darüber informieren, welche Möglichkeiten es beim Ersatz bestehender Ölkessel gibt. Für Unternehmen gibt es mit dem Landesprogramm Impuls3 bereits maßgeschneiderte Beratungsangebote. Für Bürgerinnen und Bürger wurde eine spezielle "Raus aus Öl"-Beratung entwickelt, die mit konkreten und individuell abgestimmten Empfehlungen hilft. Interessierte können sich direkt an das Energieinstitut Vorarlberg wenden: Energietelefon 05572/31202-112, Internet www.energieinstitut.at/raus-aus.oel.

Rat und Hilfe beim Heizen auf der com:bau

Die Fachleute von Land Vorarlberg und Energieinstitut stehen auf der Baumesse com:bau vom 8. bis 10. März 2019 in Dornbirn allen Ratsuchenden zur Verfügung (Halle 11, Stand 31). Von technischen Lösungen bis zu Förderfragen helfen sie produktneutral und praxisnah. Ein neuer Ratgeber mit Tipps und Infos zur Auswahl der passenden Alternative wird ebenfalls auf der com:bau aufgelegt. Am Samstag und am Sonntag finden im bau:forum zudem "Raus aus Öl"-Vorträge statt.


Quelle: Land Vorarlberg



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