Tirol-Vorarlberg-Bayern: Motorradverkehr 2019- Länderübergreifender Motorradeinsatz

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Polizei - Symbolbild
© Alexander Tuma, BM.I
21 Mai 12:15 2019 von Redaktion Salzburg Print This Article

Am vergangenen Wochenende fand in Tirol-Südtirol-Oberbayern Süd-Vorarlberg-Salzburg ein weiterer länderübergreifender Sondereinsatz statt. Insgesamt wurden dabei 536 Motorradlenker wegen verschiedener Delikte beanstandet. In der erst kurzen Motorradsaison kam es bereits zu einer Reihe schwerer Verkehrsunfälle, drei Motorradlenker verunglückten dabei tödlich (im Vorjahr war zu diesem Zeitpunkt noch kein tödlich verunglückter MR-Fahrer zu beklagen).

Nicht angepasste Geschwindigkeit, gefährliches Überholen, zu geringer Abstand zum Vorausfahrzeug, Unachtsamkeit und Fahrfehler sind die häufigsten Unfallursachen. Immer wieder kommt es aber auch vor, dass andere Fahrzeuglenker Motorradfahrer übersehen und ihnen den Vorrang nehmen.

Da ein Großteil der Motorradlenker meist größere Ausfahrten in mehreren Bundesländern und auch grenzüberschreitend in Südtirol und Bayern durchführt, fand am vergangenen Samstag ein "länderübergreifender Überwachungseinsatz" in Tirol, Bayern, Südtirol sowie in den benachbarten Bundesländern Vorarlberg und Salzburg statt.

Nach etlichen Schlechtwettertagen wurde das schöne Wetter am Freitag, Samstag und Sonntag von vielen Motorradlenkern dazu genützt, ausgedehntere Touren zu unternehmen. Auch wenn beim weit überwiegenden Teil der Lenker ein diszipliniertes Fahrverhalten festgestellt werden konnte, waren dennoch wieder etliche Übertretungen von der Polizei zu ahnden.

Erfreulicherweise war am vergangenen Wochenende in Tirol kein Motorradunfall zu beklagen.

Überwachungsergebnisse:
Die Mehrzahl der festgestellten Delikte betraf Geschwindigkeitsüberschreitungen. Darüber hinaus waren das Überfahren von Sperrlinien, die Missachtung von Überholverboten oder das Kurvenschneiden und verschiedene sonstige Delikte (wie zB technische Veränderungen, die zu einem unzulässigen Lärmpegel führten) festzustellen.

Ergebnisse Tirol:

213 Geschwindigkeitsdelikte
129 sonstige Delikte
Gesamt: 342 beanstandete MR-Lenker

Besonderheiten:
• ein MR-Lenker ohne Lenkberechtigung im Bezirk Reutte
• ein MR-Lenker in Waidring bei erlaubten 80 km/h mit 147 km/h
• ein MR-Lenker mit 95 km/h im Ortsgebiet von Kössen (erlaubt 50 km/h)
• ein MR-Lenker in Westendorf bei einer 60 km/h Beschränkung mit 110 km/h
• ein Mopedlenker in Mils mit 73 km/h, obwohl die Bauartgeschwindigkeit für Mopeds mit 45 km/h begrenzt ist


Ergebnisse Zulaufstrecken Südtirol, Oberbayern-Süd, Salzburg und Vorarlberg:

145 Geschwindigkeitsdelikte
49 sonstige Delikte
Gesamt: 194 beanstandete MR-Lenker

(60 Delikte in Oberbayern, 4 Delikte in Südtirol, 82 Delikte in Vorarlberg und 48 Delikte in Salzburg).
Die Polizei warnt einmal mehr vor zu hohen bzw nicht angepassten Geschwindigkeiten, riskanten Überholmanövern, Kurvenschneiden und Selbstüberschätzung – diese Faktoren sind immer wieder Ursache für schwerste Motorrad- und Mopedunfälle. Speziell bei Ausfahrten mit einspurigen Kraftfahrzeugen – aber auch generell im Straßenverkehr - kommt es vor allem auf eine angepasste Fahrweise, hohes Verantwortungsbewusstsein und auf ein besonderes Maß an Rücksichtnahme an, speziell auch dann, wenn einzelne Motorradfahrer oder Gruppen in Ortschaften/Wohngebieten unterwegs sind.
Die Ergebnisse der "länderübergreifenden" Kontrollen zeigen, dass die Zusammenarbeit der Polizeidienststellen in den drei Ländern Tirol, Südtirol, Bayern bzw mit den angrenzenden Bundesländern Vorarlberg und Salzburg im Bemühen um mehr Sicherheit im Motorradverkehr ausgezeichnet funktioniert.



Quelle: LPD Tirol



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