Tirol - LH Platter: „MCI wird gebaut – Neuausschreibung aber notwendig“

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Tirol

13 Nov 21:22 2018 von Redaktion Salzburg Print This Article

Aktuelles aus der Regierungssitzung

Nach detaillierter rechtlicher Prüfung der Situation rund um den Neubau des Management Centers Innsbruck (MCI) und den überschreitenden Kosten steht nun fest: Die Neuausschreibung des Architekturwettbewerbs für den MCI-Neubau ist unumgänglich – der Baustart wird mit Herbst 2020 anvisiert. Darüber informierten im Anschluss an die heutige Regierungssitzung Landeshauptmann Günther Platter, LHStvin Ingrid Felipe, LR Johannes Tratter, Innsbrucks Bürgermeister Georg Willi sowie MCI-Rektor und Geschäftsführer Andreas Altmann.

„Wir bekennen uns nach wie vor ganz klar zum MCI-Neubau und haben während der vergangenen Wochen zahlreiche Gespräche geführt. Die Neuausschreibung ist rechtlich die einzige Möglichkeit, um dieses Projekt unter Beibehaltung der vorausgesetzten Qualitätsstandards ehestmöglich auf Schiene zu bringen. Damit schaffen wir ein sicheres Fundament für dieses Großprojekt“, sagt Landeshauptmann Platter und betont: „Wir halten an der Kostenwahrheit und Sparsamkeit fest, wollen aber ein Projekt umsetzen, das den Studierenden in Sachen Raum- und Funktionsprogramm jenen Mehrwert bietet, der von Beginn an angestrebt wurde.“

Externe Gutachten bestätigen notwendige Neuausschreibung

So stellen laut eingeholter Rechtsexpertise eine nachträgliche Erhöhung des Kostenrahmens ebenso wie eine Redimensionierung des Projektes (unter Beibehaltung des Kostenrahmens) eine wesentliche und damit unzulässige Vertragsänderung dar. Das macht eine Neuausschreibung unerlässlich: „Externe Gutachten bestätigen intern durchgeführte Evaluierungen und die nun beschlossene Vorgehensweise. Bereits beim ursprünglichen Projekt hätte es sich – trotz der erhöhten Kosten – schlussendlich um eine nicht vollwertige Umsetzung aller Qualitätsstandards gehandelt. Hätten wir das Projekt mit allen notwendigen Qualitätsstandards durchgeführt, wäre es zu nochmaligen Kostensteigerungen gekommen. Dem greifen wir nun vor“, so LR Tratter. Der neue Budgetrahmen sei noch auszuarbeiten. Es gehe allen voran darum, ein Projekt auszuführen, das sparsam und effizient umgesetzt werden kann, aber dennoch den ursprünglich festgelegten Qualitätsstandards und auch den Ansprüchen der MCI-Verantwortlichen und der Studierenden entspricht.

Schnelle Verfahrenswege und Planungssicherheit

Auch LHStvin Felipe begrüßt die Vorgehensweise: „Es ist richtig und wichtig, solche Projekte zu stoppen, wenn man erkennt, dass der eingeschlagene Weg nicht zum Ziel führt. Die Neuausschreibung wird von allen Seiten mitgetragen, was wesentlich für ein bestmögliches Ergebnis ist.“ Innsbrucks Bürgermeister Georg Willi sichert seitens der Stadt möglichst schnelle Verfahrenswege zu: „Wir haben uns gemeinsam mit dem Land für diese Vorgehensweise entschieden und werden nun alles daran setzen, dass dieses Projekt seinen Abschluss findet. Bei der Garagenplanung und den Umbauten beim Sportplatz wird es Adaptierungen geben, die die Platzsituation insgesamt begünstigen.“ Der Rektor des MCI, Andreas Altmann fügt hinzu: „Mit der heutigen Entscheidung werden klare Voraussetzungen geschaffen, dass sowohl Land Tirol als auch Stadt Innsbruck zum Neubau des MCI stehen. Das ist für mich ein ganz wichtiges Signal.“

„Das MCI gilt als Vorzeigeeinrichtung in Tirol. Mit dem Neubau sollen der exzellente Ruf der Unternehmerischen Hochschule weiter ausgebaut und optimale Studienvoraussetzungen geschaffen werden – doch all das nun unter dem Fokus der Rechtssicherheit, die für uns ausschlaggebend ist“, so Landeshauptmann Platter.


Quelle: Land Tirol



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