Innsbruck: Theater Konkret erhält „Preis der Vielfalt“

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Vizebürgermeisterin Uschi Schwarzl (l.) überreichte gemeinsam mit Integrationsstadträtin Elisabeth Mayr (r.) den Preis der Vielfalt an Nik Neureiter und Iris Teyml für ihr Projekt „Theater Konkret”.
Foto: IKM/Dullnigg
14 Dez 11:00 2019 von Gerhard Repp Print This Article

Städtische Auszeichnung für Initiative zur Integration

Der Verein bringe vor allem junge Menschen auf Augenhöhe zusammen, das Projekt sei sehr innovativ und biete einen niederschwelligen Zugang: So begründete die Jury ihre Entscheidung für den Innsbrucker Verein „Theater Konkret“ als Siegerprojekt zum heurigen „Preis der Vielfalt – Zusammenleben fördern“. Mit dieser Auszeichnung ehrt die Stadt Innsbruck Personen und Institutionen, die sich im alltäglichen Leben um Integration von Zugewanderten besonders verdient machen und das Zusammenleben in der Stadt fördern. Die mit 4.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde am 13. Dezember bei einem Festakt in der Stadtbibliothek vergeben.

„Wir erkennen mit diesem Preis herausragende Aktivitäten im Integrationsbereich öffentlich an. Gerade für junge Menschen ist das gemeinsame Theaterspiel über alle kulturellen Unterschiede hinweg eine gute Möglichkeit sich kennenzulernen. Das ‚Theater Konkret‘ ist ein gutes Beispiel dafür, wie Theaterspielen die Gemeinschaft stärken und darüber hinaus einen überzeugenden Beitrag zum kulturellen Leben in Innsbruck schaffen kann“, gratulierten Vizebürgermeisterin Mag.a Uschi Schwarzl und Integrationsstadträtin Mag.a Elisabeth Mayr den PreisträgerInnen: „Wir freuen uns darüber hinaus über die zahlreichen Initiativen und Projekte, die sich beworben haben und die für das gute Miteinander in städtischer Vielfalt einstehen.“ Heuer wurden 16 Projekte eingereicht.

In der Jury waren Stadträtin Mag.a Elisabeth Mayr, Gemeinderätin Dipl. Soz.-Wiss.in Zeliha Arslan (Ausschussvorsitzende für Bildung, Gesellschaft und Diversität), Mag. Hannes Gstir (Land Tirol), Univ.-Prof. Dr. Erol Yildiz (Institut für Erziehungswissenschaften, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck) und Amtsvorstand Assoz. Prof. DI Dr. Wolfgang Andexlinger (Stadtplanung, Stadtentwicklung und Integration). Die Laudatio hielt Anne Clausen (BRUX / Freies Theater Innsbruck).

Theaterspielen bringt zusammen
Das „Theater Konkret“ bietet Jugendlichen die Möglichkeit Erfahrungen auf der Bühne zu sammeln und damit auch die Gelegenheit, ihre Wünsche und Sehnsüchte auszudrücken und mit anderen zu teilen. Die TrainerInnen bieten den Raum, Material und Methoden an und entwickeln gemeinsam mit den Jugendlichen – eine Gruppe von maximal 14 Personen – ein Stück. Im Vordergrund der gemeinsamen Probenarbeit ein- bis zweimal pro Woche stehen das gemeinsame Einbringen von Talenten und Ideen, das Erlernen von Techniken und das Suchen nach Ausdrucksformen. Ergebnis ist schließlich eine Performance auf der Bühne vor Publikum mit Gesang, Tanz, Videos sowie lustigen und dramatischen Szenen. Weitere Informationen zum Verein „Theater Konkret“ unter www.und-lieben.tirol

Einreichung und Voraussetzungen
Kriterien für die Zuerkennung der Auszeichnung sind insbesondere ein konkreter Bezug zur Tiroler Landeshauptstadt sowie ein ehrenamtlicher Hintergrund. Die Einreichung kann entweder durch die bzw. den ProjektbetreiberIn selbst oder durch jemanden, der die Arbeit auszeichnungswürdig findet, erfolgen. Der „Preis der Vielfalt“ wird seit 2008 vergeben. Im vergangenen Jahr erhielt das „Sprachencafé im Haus der Begegnung“ die Auszeichnung. (AS)



Quelle: Stadt Innsbruck



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