Salzburg-Stadt: Telefonbetrug mit vorgetäuschten Familienunfall

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Foto: Internet / telefon / pixabay / Symbolbild
06 Mär 09:26 2019 von Redaktion Salzburg Print This Article

Am Nachmittag des 5. März 2019 täuschten bisher unbekannte Täter einer 82-jährigen Salzburgerin gegenüber vor, dass ihre Enkelin mit dem Fahrzeug der Mutter einen Verkehrsunfall gehabt habe. Eine bisher unbekannte Frau gab sich als "Polizistin" aus und erklärte der Salzburgerin, dass bei diesem Unfall ein Mann verletzt worden sei und dessen Luxuswagen schwer beschädigt wäre. Um eine Inhaftierung der Enkelin zu verhindern sei die Zahlung einer Kaution in Höhe eines hohen fünfstelligen Eurobetrages nötig. Derzeit sei man bei Gericht, um die Sache zu klären. Folglich wurde das Telefongespräch von der unbekannten Täterin an eine weitere Unbekannte, die vermeintliche Enkelin, weitergereicht. Diese bestätigte weinerlich den Sachverhalt und bat "ihre Großmutter" um Hilfe. Als die 82-Jährige nach einem Vorgesetzten der "Polizistin" verlangte, wurde das Telefonat neuerlich weitergereicht. Ein bisher unbekannter Mann gab sich dabei als "Polizist einer Polizeiinspektion in Salzburg" aus. Der Unbekannte verstärkte im Gespräch den Druck auf die Frau weiter, die Kaution für ihre Enkelin zu bezahlen. Die Salzburgerin wurde angewiesen, die Kaution zu besorgen und diese im Bereich Salzburg-Lehen an einen "Gutachter" zu übergeben. Nach dem die 82-Jährige die geforderte Summe behoben hatte, begab sie sich zum Treffpunkt und übergab einem ihr unbekannten Mann mit heller Hautfarbe, eher klein gewachsen, ungefähr 45 Jahre alt, korpulenter Statur, bekleidet mit einer grauen Jacke, beigen Hose, Kappe, schwarzen Schuhen und schwarzen Umhängetasche, das Bargeld. Danach begab sie sich nach Hause. Dort erhielt sie einen Anruf von einem "Polizisten der Polizeiinspektion", dass ihre Enkelin nunmehr heimgebracht werde. Nach dieser Mitteilung kontaktierte die Frau erstmals ihre Tochter und erzählte ihr von dem Vorfall. Diese forderte sie nach Schilderung des Sachverhaltes auf, sofort Anzeige bei der Polizei zu erstatten.

Die Polizei rät eindringlich, im Falle solcher oder ähnlich gelagerter Anrufe unverzüglich das Gespräch zu beenden und den Sachverhalt sofort der Polizei zur Anzeige zu bringen. Parallel dazu ist es ratsam, den Sachverhalt jedenfalls im eigenen Umfeld unverzüglich zu hinterfragen. Präventiv empfiehlt die Polizei, sämtliche Angehörige, insbesondere ältere Personen auf diese oder ähnliche Praktiken der Täter hinzuweisen, um dahingehend das Bewusstsein zu bilden.



Quelle: LPD Salzburg



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