Spürnasen auf Drogensuche - Stadtbibliothek als Schauplatz

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Foto: Stadt Salzburg / Johannes Killer
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Foto: Stadt Salzburg / Johannes Killer
14 Feb 18:00 2017 von Gerhard Repp Print This Article

Bücher als Ablenkung: Erfolgreiche Polizeiübung mit Suchhunden

Spannende und aufregende Literatur findet sich in den Regalen der Salzburger Stadtbibliothek in der Neuen Mitte Lehen zuhauf. Am Donnerstag, 9. Februar, waren aber nicht nur Krimis und andere spannende Bücher das Ziel der Suchenden. Auch eine exakt abgezählte Menge kleiner Säckchen mit Drogen aller Art (Inhalt á 0,02 g) lagen zwischen Buchrücken, auf Regalen, in Nischen und kleinen Bodenschächten versteckt. Gut bewacht von Polizisten und Polizistinnen der Polizeihundestaffel, die hier mit fünf ausgebildeten Suchtmittelsuchhunden (SMSH) bereits zum zweiten Mal einen halben Tag lang die hochsensiblen Nasen und den Einsatz der Vierbeiner für den Polizeialltag trainierten.

Einzeln wurden die vierbeinigen Spezialisten von ihren HundeführerInnen in den Tempel der Bücher geführt, allesamt bestanden sie das umfangreiche Übungsprogramm in dem für diese extrem geruchsempfindlichen Hundenasen äußerst anspruchsvollen Umfeld bravourös und mit verspielter Freude. Die Drogenfunde wurden passiv, d.h. liegend, angezeigt, zur Belohnung gab es stets Leckerlis - und im Anschluss an die Trainingseinheit auch Streicheleinheiten von BibliotheksbesucherInnen, die hier als ZuschauerInnen herzlich willkommen waren und die dabei auch die verschmuste und verspielte Seite der perfekt abgerichteten Hunde kennenlernen durften.

Mit neun Jahren war der Rottweiler der Gruppenälteste, zwei Jahren noch steht er im Polizeidienst, dann geht er in Pension. Seine vier Schäfer-Kollegen - „Maly“, so heißt die milchbraune, belgische Schäferhundrasse, und „Herder“ die holländischen Schäferhunde - sind erst zwischen 9 Monate und fünf Jahre alt und haben noch längere Karrieren vor sich. Sie alle teilen ihr Leben mit ihren HundeführerInnen, lieben diese als ihr Familienoberhaupt und akzeptieren sie bedingungslos als Chef.

Nach dem erfolgreichen Einsatz sammelte Polizeihundestaffelführer Hannes Loidl die ausgelegten Drogensäckchen ein, überprüfte akribisch Zahl und Inhalt, und schickte den Suchtmittelkoffer zurück an das Innenministerium. Übrigens: An eine weitere Folge des spannenden Suchkrimis in der Stadtbibliothek ist bereits gedacht. Dann sollte es nicht um Drogen gehen, sondern um einen anderen Schwerpunkt polizeilicher Sucharbeit. Was und wann genau das sein wird, das verraten wir zu gegebener Zeit.


Quelle: Stadt Salzburg



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