Sima: Wien bleibt sauber - 12 Jahre Erfolgsmodell WasteWatcher

Slide background
12 Jahre Erfolgsmodell WasteWatcher
Foto: PID/Christian Fürthner
Slide background
12 Jahre Erfolgsmodell WasteWatcher
Foto: PID/Christian Fürthner
01 Feb 10:00 2020 von Redaktion Salzburg Print This Article

Top-Angebot und strenge Kontrollen: Sauberkeitserfolge sicht- und messbar!

Kaum eine andere „Kontroll-Truppe“ ist beliebter als die Wiener WasteWatcher: Seit 12 Jahren kontrollieren sie die Sauberkeitsspielregeln in Wien. Wien ist nicht per Zufall eine der saubersten Städte weltweit: Ein Top-Angebot an legalen Entsorgungsmöglichkeiten, klare Sauberkeitsregeln, strenge Kontrollen und bei Bedarf Strafen durch die WasteWatcher – das ist das Erfolgsrezept. „Ich möchte mich an dieser Stelle herzlich bei allen WasteWatchern bedanken. Ich weiß, ihre Arbeit ist nicht immer einfach, aber enorm effizient und trägt entscheidend dazu bei, dass unsere Stadt so sauber ist“, so Umweltstadträtin Ulli Sima, auf deren Initiative 2008 das Wiener Reinhaltegesetz verabschiedet und damit die WasteWatcher eingeführt wurden. „Unser Ziel sind nicht maximale Strafen, sondern maximale Sauberkeit. Die Strafen kann man sich ganz einfach ersparen, indem man seinen Mist ordnungsgemäß entsorgt, Möglichkeiten dazu gibt es in der ganzen Stadt ausreichend, es gibt echt keine Ausreden“, so Sima. Die Erfolge der umfassenden Sauberkeitsmaßnahmen inklusive strenge Kontrollen sind nicht nur sichtbar, sondern auch klar messbar: 100 000 „gefüllte“ Hundekotsackerl täglich in Wiens Mistkübeln, eine Halbierung des illegal abgelagerten Sperrmülls seit 2007, 60 % weniger illegal abgestellte Kühlgeräte und 128 Mio. Zigarettenstummel, die allein im Jahr 2019 in den Aschenrohren gesammelt wurden.

Anfang Februar jährt sich die Einführung der WasteWatcher zum 12. Mal, Zeit um Bilanz zu ziehen. Seit Februar 2008 kontrollieren und ahnden sie erfolgreich Sauberkeitsverfehlungen und führten in dieser Zeit über 83.000 Amtshandlungen durch. Im Jahr 2019 haben sie fast 26.000 Infogespräche in Sachen Sauberkeit geführt, knapp 9.700 Amtshandlungen getätigt, dabei über 700 Anzeigen und über 7.800 Organstrafen verhängt.

Über 83.000 Amtshandlungen für eine Saubere Stadt seit 2008

Als Organe der öffentlichen Aufsicht kontrollieren sie die Spielregeln und strafen bei Vergehen. Ein Organmandat kostet 50 Euro, bei Anzeigen kann es teuer werden (max. 2.000 Euro). Bei Verunreinigungen, die aus dem Auto geworfen werden (z.B. Zigaretten und Co.) beläuft sich die Strafe auf zumindest 100 Euro.

Es gibt rund 50 hauptberufliche WasteWatcher und rund 400 ausgebildete MitarbeiterInnen bei der 48er und MA 42, die die Kontrollfunktion im Rahmen ihrer Tätigkeiten im Außendienst mitmachen. Die WasteWatcher sind mit eindeutig gekennzeichneten Gilets oder auch in zivil zu unterschiedlichen Tageszeiten unterwegs und an einem Dienstabzeichen deutlich zu erkennen. Organstrafen können in bar oder mittels Zahlschein bezahlt werden. Im Falle einer Anzeige wird die Strafhöhe seitens der Behörde festgelegt.

Ausbildung von WasteWatcher für die Grünräume der Stadt

2019 wurden MitarbeiterInnen von zusätzlichen Abteilungen der Stadt Wien angelobt. Diese Abteilungen verwalten Flächen wie den Wienerwald oder die Donauinsel bzw. sind im Rahmen ihrer Tätigkeit u. a auch im Außendienst unterwegs. Daher kann auf diesen Flächen auch das Wiener Reinhaltegesetz verstärkt exekutiert werden.

Hundekot: Über 3.600 Sackerlautomaten fürs Gratis-Sackerl

Das Thema Hundekot ist kaum mehr ein Thema: Die HundebesitzerInnen nehmen das breite Angebot an rund 3.650 Gratis-Sackerl-Automaten gut an. Über 100.000 "gefüllte" Sackerl landen täglich in Wiens öffentlichen Mistkübeln oder in Restmüllbehältern auf privaten Liegenschaften. In den Parks und auf den öffentlichen Straßen sowie Grünflächen wie beispielsweise der Donauinsel stehen insgesamt fast 29.000 Papierkörbe für die Entsorgung des Hundekots bereit.

Seltsam aber wahr: Gesündere Hunde durch Hundekotsackerl und WasteWatcher

Wer Hundekot ordnungsgemäß, d.h. mit einem Hundekotsackerl, entsorgt, trägt nicht nur zur Sauberkeit bei, sondern reduziert auch das Infektionsrisiko für Mensch und Tier. Grund dafür ist, dass durch das sofortige Entfernen von Hundekot eine weitere Verbreitung der Parasiten verhindert wird. Dies bedingt allerdings, dass der Hundekot nicht nur vereinzelt, sondern von einem Großteil der HundehalterInnen entfernt wird – wie dies in Wien schon seit Jahren der Fall ist: Eine Studie von Forschern der Veterinärmedizinischen Universität Wien belegt den Erfolg ordnungsgemäßer Entsorgung von Hundekot aus medizinischer Sicht: Im Vergleich zu anderen Großstädten oder dem ländlichen Raum sind demnach im Wiener Hundekot kaum Würmer zu finden.

128 Mio. Zigarettenstummel im Jahr 2019 gesammelt

In Wien gibt es zahlreiche Möglichkeiten, wie man die Zigarettenstummeln richtig entsorgen und die Umwelt entlasten kann. In den letzten Jahren wurde das Angebot an Papierkörben mit Aschenrohren bzw. an freistehenden Aschenrohren sowohl bei der 48er als auch bei der MA 42 massiv ausgeweitet. Mittlerweile gibt es bereits knapp 21.600 Papierkorb/Ascher-Kombinationen und über 2.100 freistehende Aschenrohre. Laut Analysen werden die Aschenrohre immer besser angenommen, im Jahr 2019 wurden beachtliche 128 Mio. Stück ordnungsgemäß entsorgt.

Zigarettenstummel haben am Boden und im Wasser nichts verloren

Tschickstummel sind nicht nur ein Sauberkeitsproblem. Die Filter bestehen - neben zahlreichen Giftstoffen - aus Celluloseesterfasern (Kunststoff). Bei der Zerkleinerung entsteht Mikroplastik, welche in den Boden bzw. in die Umwelt gelangt. Der Abbau dauert sehr lange, da die Filter nicht biologisch abgebaut werden und der mechanische bzw. chemische Abbau bis zu 15 Jahre dauert und zu Mikroplastik führt. Das schädigt die Umwelt und gefährdet Mensch und Tier:

Rund 4.000 Chemikalien (Arsen, Blei, Cadmium, etc.), bleiben im Filter und gelangen in den Boden bzw. ins Grundwasser. Fische, Vögel, Hunde verwechseln Filter mit Futter und vergiften sich daran. Auch kleine Kinder könnten damit spielen und diese in den Mund stecken. Dreck zieht Dreck an, auch eine scheinbare Kleinigkeit wie eine Zigarette zieht weitere Verschmutzungen nach sich. Aus Grünstreifen sind Zigaretten nur sehr schwer zu entfernen. Auch die Brandgefahr durch weggeworfene Zigaretten sollte nicht unterschätzt werden. ALSO: Tschickstummel bitte immer in die dafür vorgesehenen Aschenrohre schmeissen! Top-Angebot an legalen Entsorgungsmöglichkeiten in der Millionenstadt

Das Angebot an legalen Entsorgungsmöglichkeiten ist enorm: Es gibt in Wien wirklich keine Ausreden.

3.650 Hundekotsackerlspendern 29.000 öffentliche Papierkörben auf Gehwegen/Plätzen, in den Wiener Parks und entlang der Gewässer davon ca. 21.600 mit Aschenbecher 2.100 freistehende Aschenrohre 455.000 Restmüll- und Altstoffbehältern 4.500 öffentliche Standorte für die getrennte Sammlung 16 Wiener Mistplätze



Quelle: Stadt Wien



  Markiert "tagged" als:
  Kategorien:
Redaktion Salzburg

Redaktion Tennengau

Weitere Artikel von Redaktion Salzburg