Wien: Sima - Erfolg im Kampf gegen AKW Mochovce 3 - Slowakei lässt internationale Inspektion der Baustelle zu!

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Foto: Atomkraftwerk / Wlad74 / Shutterstock / Symbolbild
25 Mai 15:50 2019 von Redaktion Salzburg Print This Article

Simas langjährige Forderung erfüllt, denn Uralt-Reaktor nur 100 Kilometer von Österreichs Grenze ist tickende Zeitbombe

„Seit 34 Jahren wird an diesem Atomkraftwerk herumgepfuscht, der Zustand ist mehr als dramatisch, ich bin sehr froh, dass nun meine Forderung nach einer Inspektion der Baustelle durch internationale Experten nun erfüllt wird“, so Wiens Umweltstadträtin Ulli Sima. „Wir werden unseren hartnäckigen Kampf gegen diesen Schrottreaktor fortsetzen und die Inspektionen genau verfolgen ob auch wirklich streng kontrolliert wird. Denn Alibi-Aktionen wären fatal“, so Sima weiter.

Die Stadt Wien kämpft seit Jahren gegen die veralteten AKW an Österreichs Grenzen und gegen die Inbetriebnahme weiterer AKW. Der Betreiber des Atomkraftwerks „Slovenske elektrarne“ hat nun gegenüber der slowakischen Tageszeitung "Dennik N" bestätigt, dass sie eine Inspektion der Baustelle in Mochovce zulassen! Gerade das AKW Mochovce weist massive Sicherheitsmängel auf. Sowohl die Slowakische Atomaufsichtsbehörde und der – sicherlich nicht atomkraftkritischen – Weltverband der Kernkraftwerksbetreiber, haben festgestellt, dass der Baubetrieb durch mangelnde Koordination, mangelhafte Kontrolle, fehlende Qualifikation und fehlerhafte Verfahrensschritte gekennzeichnet ist und warnen daher vor einer Inbetriebnahme. „Ich habe mir bereits 2009 selbst ein Bild vor Ort gemacht. Die Baustelle Mochovce bietet eine gute Kulisse für einen Horrorfilm, für die Energie-versorgung ist sie mehr als ungeeignet und eine echte Gefahr für ganz Europa“, warnt Sima. Auch ein ehemaliger Mitarbeiter im AKW Mochovce, der Maschinenbau-Ingenieur Mario Zadra, berichtete erst kürzlich von den katastrophalen Umständen an der Baustelle des AKW Mochovce, die er noch nie zu vor in seiner langjährigen Berufslaufbahn in einem Atomkraftwerk erlebt hatte.

Sicherheitsvorkehrungen in Mochovce sind eine Farce

Die Reaktoren 3 und 4 von AKW Mochovce sind seit 34 Jahren mit längeren Unterbrechungen in Bau: Die Bauvorbereitungen begannen schon 1981, aus Geldmangel wurde der Bau 1991 nach der Wende gestoppt und nach 17 Jahren 2008 fortgesetzt. Grundsätzlich führen die Unterbrechungen der Bauführung und die lange Dauer zu schweren Problemen beim Wissenstransfer. Die Sicherheitsvorkehrungen sind eine einzige Farce und gewährleisteten keinen sicheren Betrieb:

Kein Containment - Keine Sicherheit gegen den Absturz eines Verkehrsflugzeuges Ungünstige Führung hochenergetischer Leitungen Nicht ausreichende Versorgung mit Kühlwasser – wird immer schwieriger in Zeiten des Klimawandels Mangelnde Widerstandsfähigkeit gegen Erdbeben Ungeklärte Frage der radioaktiven Abfälle GLOBAL 2000-Petetion gegen Mochovce

Die Stadt Wien unterstützt zudem die von GLOBAL 2000 gestartete Anti-Mochovce-Petition um die Inbetriebnahme des Risiko-Reaktors vor zu stoppen. Alle Infos auf https://www.global2000.at/stopp-mochovce


Quelle: Stadt Wien



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