Innsbruck: Schönes Wetter erhöht Waldbrandgefahr

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Waldbrände, wie hier im Sommer 2017, entwickeln sich meist aus einer kleinen Brandquelle wie einer weggeworfenen Zigarette.
Foto: zeitungsfoto.at/Daniel Liebl
09 Apr 10:40 2020 von Redaktion International Print This Article

Stadt mahnt Bevölkerung zur Vorsicht

So angenehm das derzeitige Frühlingswetter auch ist, für die Wälder rund um die Stadt bedeuten Sonne, warme Temperaturen und Trockenheit eine erhöhte Waldbrandgefahr. Die Stadt mahnt die Bevölkerung nun zu erhöhter Vorsicht. Unnötige Brandrisiken wie weggeworfene Zigaretten sollten auf alle Fälle vermieden, beobachtete Feuer und Brände umgehend der Leitstelle Tirol (122) gemeldet werden.

„Ich appelliere an die Innsbruckerinnen und Innsbrucker, die geltenden Ausgangsbeschränkungen zu beachten und besonders wachsam zu sein. Generell ist mit offenem Feuer Vorsicht geboten. Im Wald gilt das derzeit aufgrund der extremen Trockenheit ganz besonders,“ so der zuständige Innsbrucker Vizebürgermeister Ing. Mag. Johannes Anzengruber, BSc. Der jüngste Waldbrand in Vill/Patsch hat gezeigt, wie schnell sich ein Feuer im Wald ausbreitet und eine Vielzahl an Einsatzkräfte beansprucht.

Der Innsbrucker Branddirektor Mag. (FH) Helmut Hager erinnert diesbezüglich an die generell geltenden Vorschriften, wonach jegliches Feuerentzünden im Freien nur unter besonderen Ausnahmen und mit den notwendigen Sicherheitsvorkehrungen erlaubt ist. „Bereits eine kleine Brandquelle genügt, um einen Waldbrand mit schwerwiegenden Folgen zu entfachen. Die Einsatzkräfte haben derzeit aufgrund der Corona-Situation ohnehin genug zu tun,“ macht Hager deutlich und ergänzt, dass aufgrund der Verkehrsbeschränkungen heuer auch keine traditionellen Osterfeuer entzündet werden dürfen.

Forschungsprojekt soll Waldbrand-Know-How verbessern

Um für Waldbrände künftig besser gewappnet zu sein, nimmt die Stadt auch an einem internationalen Waldbrand-Forschungsprojekt teil. Der Stadtsenat hat dazu im Herbst 2019 seine Zustimmung erteilt.
Ziel des Projekts CONFIRM ist es, durch Satellitenbeobachtungen die aktuelle Oberflächenfeuchte sowie den Vegetationszustand für eine verbesserte Vorhersage der Waldbrandgefahr abzuleiten. Zusätzlich sollen die Ergebnisse bei der Entwicklung eines potenziellen Vorhersagemoduls helfen, das an hiesige Verhältnisse angepasst ist. „Dieses Projekt gibt uns die Möglichkeit, unser Know-How im Bereich Waldbrand zu vertiefen. Jede Initiative in diese Richtung wird von uns unterstützt,“ so das Fazit des Vizebürgermeisters.WG


Quelle: Stadt Innsbruck



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