Salzburg: Raus aus dem Öl, rein in den Klimaschutz

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Foto: Land Salzburg / Franz Neumayr
14 Mai 19:53 2020 von Redaktion Salzburg Print This Article

Erhöhte Förderungen von Bund und Land Salzburg für Heizungstausch / Bis zu Euro 8.000 pro Haushalt

(LK) In Österreich gibt es noch rund 600.000 Ölheizungen, 45.000 davon in Salzburg. „Die Förderaktionen der Bundesregierung und der Landesregierung wollen den Ausstieg aus den Ölheizungen vorantreiben und den Umstieg auf ein erneuerbares Heizungssystem erleichtern. Mit bis zu Euro 8.000 pro Haushalt“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn.

Für den Tausch eines fossilen Heizungssystems gibt es auch heuer wieder attraktive Förderungen im Rahmen der Sanierungsoffensive 2020. „Das Motto ‚Raus aus Öl‘ brennt uns unter den Nägeln. Wir müssen hier noch größere Sprünge schaffen als bisher. Mit den erhöhten Förderungen wollen wir den Umstieg weiter vorantreiben. Viel Zeit bleibt uns aber nicht mehr. Bis 2030 müssen in Salzburg knapp 25.000 Ölheizungen ersetzt sein. Sonst erreichen wir die verbindlichen Klima- und Energieziele SALZBURG 2050 nicht“, betont Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn.

100 Millionen für „Raus aus Öl“

Waren es 2019 rund 60 Millionen Euro, stehen für die Sanierungsoffensive des Bundes nun 142,7 Millionen Euro zur Verfügung, allein 100 Millionen sind ausschließlich für „Raus aus Öl“ vorgesehen. Pro Haushalt können 5.000 Euro vom Bund, rückwirkend bis 1. Jänner 2020, beantragt werden. Zusätzlich gibt es für Private die Förderung des Landes Salzburg aus dem Energieressort und für Betriebe und Gemeinden Zuschüsse aus dem Förderprogramm Klimaschutz. Insgesamt sind so für den Wechsel auf ein hocheffizientes erneuerbares Heizsystem beziehungsweise bei Anschluss an die Fernwärme Förderungen bis zu 8.000 Euro pro Haushalt möglich. Bei Betrieben und Gemeinden schießt das Land Salzburg 50 Prozent der gewährten Bundesförderung zu. Daneben gibt es auch eine gesonderte Förderaktion des Landes für e5-Gemeinden, um auch hier die letzten Ölkessel durch erneuerbare Energieträger zu ersetzen.

2019: 1.200 Ölheizungen ausgetauscht

Die gemeinsame Aktion mit dem Bund lief bislang sehr erfolgreich. Das zeigen die Zahlen aus dem Vorjahr: 2019 wurden in Salzburg rund 1.200 Ölheizungen ersetzt, 770 sind auf die gemeinsame Aktion zurückzuführen. „3,1 Millionen Liter Erdöl konnten so eingespart werden“, bilanziert Schellhorn die Kooperation von Bund und Land.

Acht Haushalte pro Tag wollen „raus aus Öl“

Dass der Ausstieg aus fossilen Heizungen viel in Sachen Klimaschutz und Ressourcenschonung bringt, sei bereits zahlreichen Salzburgerinnen und Salzburgern bewusst, so Schellhorn, der sich über die steigenden Austausch-Zahlen im Bundesland freut. „Pro Tag entscheiden sich in Salzburg durchschnittlich acht Haushalte für einen Tausch ihrer Ölheizung zu einem modernen, klimafreundlichen Heizsystem.“

Mehrwert beim Austausch

Der Heizungstausch trägt neben dem Klimaschutz, auch zur Konjunkturbelebung bei - was aktuell ganz besonders wichtig ist. Regionale Firmen und Gerätehersteller sowie Handwerksbetriebe profitieren von dieser Initiative. „Viele Geräte befinden sich am Ende der Lebensdauer und müssten ersetzt werden, der niedrige Ölpreis und auch die Verunsicherung der Bevölkerung durch die Corona-Krise können hier bremsen. Mit der erhöhten Förderung wollen wir das nötige Anreizsystem und eine effiziente Unterstützung zur Verfügung stellen. Durch die einfache Abwicklung wollen wir der Bevölkerung einen möglichst attraktiven Zugang zu der Förderung ermöglichen“, sagt Energiereferent Heinrich Schellhorn.

So läuft die Förderung ab

Am Beginn sollte eine kostenlose und produktneutrale Beratung stehen. Die Energieberaterinnen und -berater kommen ab sofort wieder ins Haus. Zudem gibt es die Energieberatung SMART, die online durchgeführt werden kann. Für Betriebe und Gemeinden ist eine Beratung durch das umwelt service salzburg für die Förderung notwendig. Der Förderablauf erfolgt in zwei Schritten:

  1. Registrierung unter www.raus-aus-oel.at
  2. Antragstellung spätestens 20 Wochen nach der Registrierung

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Quelle: Land Salzburg



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