Salzburg-Stadt: Radhauptnetz der Stadt gewinnt VCÖ-Preis für „Aktive Mobilität"

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Preisverleihung in Wien
Foto: VCÖ/APA Hautzinger
19 Sep 23:00 2019 von Gerhard Repp Print This Article

Vize-Bgm. Unterkofler: Radverkehr durch Ausbau der Infrastruktur heben

Insgesamt elf Preisträger*innen gab es beim heurigen VCÖ-Mobilitätspreis, der österreichweit nach den besten Lösungen zur Verbesserung der Klimabilanz im Verkehr gesucht hat. Als Sieger in der Kategorie "Aktive Mobilität" wurde das Radhauptnetz der Stadt Salzburg prämiert. Vizebürgermeisterin Barbara Unterkofler freut sich über die Anerkennung der Arbeit im Radverkehrsbereich: „Bis zum Jahr 2025 möchte die Stadt Salzburg den Radverkehrsanteil von derzeit 20 auf 24 Prozent erhöhen. Um dieses Ziel zu erreichen, möchten wir nicht nur viele Menschen zum Umstieg auf das Rad motivieren, sondern auch den Ausbau der Infrastruktur entsprechend vorantreiben. Das Raupthauptnetz ist die Säule dieses Projektes.“

Neben den Radrouten entlang der beiden Salzachufer umfasst das Radhauptnetz zwölf Radialrouten ins Umland, drei Ringrouten und eine Nord-Süd-Verbindung. Insgesamt werden 150 Einzelmaßnahmen umgesetzt, um ein durchgängiges Radnetz mit hoher Qualität zu schaffen. Auch Jakob Ruzicka vom Amt für Stadtplanung und Verkehr, der gemeinsam mit Radkoordinator Peter Weiß den Preis in Wien entgegennahm, fühlt sich durch die Auszeichnung motiviert: „Mit der Umsetzung des Radhauptnetzes werden Stadtteile wie Gnigl und Parsch erstmals mit Radinfrastruktur erschlossen. Damit wird es gelingen, den Radverkehrsanteil um einige Prozentpunkte zu erhöhen. Die Verlagerung von Autofahrten auf das Rad bedeutet eine Entlastung für das Salzburger Verkehrssystem und mehr Lebensqualität für alle.“

Das Radhauptnetz ist Teil der Radverkehrsstrategie 2025+ der Stadt. Es wurde gemeinsam mit Verkehrsplanern und dem Fachbereich Geoinformatik, Z_GIS der Universität Salzburg entwickelt. Durch die Zusammenarbeit mit der Universität konnten Ergebnisse aus einem Forschungsprojekt unmittelbar für die Planung des Hauptradwegenetzes genutzt werden. Martin Loidl vom Fachbereich Geoinformatik, Z_GIS erläutert die Vorgangsweise so: „Unser Simulationsmodell bildet gewissermaßen individuelles Mobilitätsverhalten ab. Damit können wir abschätzen, wie sich beispielsweise neue Radwegeverbindungen auf die Verkehrsmittel- und Routenwahl auswirken. Das Modell dient als innovative Entscheidungsgrundlage für Verkehrsplaner*innen und Entscheidungsträger*innen“.



Quelle: Stadt Salzburg



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Gerhard Repp

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