Preis für wissenschaftliche Forschung der Stadt Innsbruck vergeben

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BiologInnen der Medizinischen Universität Innsbruck werden für ihre gemeinsame Forschungsarbeit geehrt: Die beiden PreisträgerInnen Andreas Naschberger und Mariana Eca Guimarães de Araújo (Bildmitte) und (v. l.) GR Lucas Krackl, Lukas A. Huber (Medizinische Universität Innsbruck), Peter Loidl (Vizerektor für Lehre und Studienangelegenheiten der Medizinischen Universität Innsbruck), Klaus Scheffzek (Medizinische Universität Innsbruck) sowie Vizebürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer.
Foto: IKM/M. Freinhofer
30 Nov 20:00 2018 von Redaktion Salzburg Print This Article

BiologInnen der Medizinischen Universität Innsbruck für gemeinsame Forschungsarbeit ausgezeichnet

Seit 1979 honoriert die Stadt Innsbruck herausragende Forschungsarbeiten mit einem Wissenschaftspreis. Im Rahmen eines feierlichen Festaktes wurde am Donnerstagvormittag im Bürgersaal des Historischen Rathauses der Preis für wissenschaftlichen Forschung an der Medizinischen Universität Innsbruck 2018 vergeben. In diesem Jahr geht die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung an Mariana Eca Guimarães de Araújo PhD und Mag. Andreas Naschberger PhD für ihre gemeinsame Forschungsarbeit. Die Stadt Innsbruck möchte damit junge NachwuchsforscherInnen würdigen. Die Verleihung des Forschungspreises nahm die für Universitäts- und (Fach-) Hochschulangelegenheiten ressortverantwortliche Vizebürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer vor.

„Der Wissenschaftspreis der Stadt Innsbruck wurde mit einem klaren Ziel ausgelobt: der Preis soll junge WissenschaftlerInnen fördern. Sie tragen mit ihrer Forschungsarbeit zum hervorragenden Ruf Innsbrucks als Universitäts- und Bildungsstandort bei“, betont Vizebürgermeisterin Oppitz-Plörer.

Wissenschaftliche Publikation
Gemeinsam mit weiteren Kollegen am Innsbrucker Biozentrum ist es den beiden BiologInnen gelungen, die detaillierte dreidimensionale Struktur des sogenannten Proteinkomplexes LAMTOR und seiner Bedeutung für die Signalübertragung aufzuklären. Die Signalweiterleitung in Zellen spielt im Verlauf der Tumorentstehung wie auch der Immunantwort und damit in der Entstehung von Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes und Metabolisches Syndrom eine essentielle Rolle, indem er bestimmte Signalwege in der Zelle koordiniert. Die Forschungsarbeit wurde in der renommierten wissenschaftlichen Fachzeitschrift „Science“ publiziert: http://science.sciencemag.org/content/358/6361/377

Die PreisträgerInnen
Die gebürtige Portugiesin Mariana Eca Guimarães de Araújo studierte an der Universität Évora Biologie, ehe sie ihr PhD-Studium im Programm Molecular Cell Biology and Oncology (MCBO) an der Sektion für Zellbiologie des Biozentrums unter Lukas A. Huber 2008 mit Auszeichnung abschloss. In der Arbeitsgruppe des Zellbiologen Lukas Huber forscht die 40-jährige Molekularbiologin derzeit unter anderem zur Signalweiterleitung in Zellen und zur Funktion und Strukturaufklärung von Gerüstproteinen, um Erkrankungen besser verstehen und darauf aufbauend neue Therapiekonzepte entwickeln zu können.

Andreas Naschberger wurde 1981 in Kufstein geboren. Nach einem Bachelorstudium in Biologie, einem Masterstudium in Molekularbiologie und einem Bachelorstudium in Mechatronik schloss er sein Doktoratsstudium im Programm Molecular Cell Biology (MCB) an der Sektion für Biologische Chemie des Biozentrums unter dem Strukturbiologen Klaus Scheffzek mit Auszeichnung ab. Derzeit forscht er als PostDoc an der Sektion für Genetische Epidemiologie zum Glykoprotein Afamin, dessen molekulare Struktur er ebenfalls aufklären konnte.

Preis für wissenschaftliche Forschung
Der im Jahr 1979 ins Leben gerufene Preis wird seit 2006 jeweils in einem Jahr an die Medizinische Universität Innsbruck sowie in den beiden darauffolgenden Jahren an die Leopold-Franzens-Universität Innsbruck (LFU) in den Sparten Geisteswissenschaften und Naturwissenschaften vergeben. Die Gesamtdotierung kann entweder für eine Forschungsarbeit vergeben oder auf mehrere PreisträgerInnen aufgeteilt werden. MF


Quelle: Stadt Innsbruck



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