Niederösterreich: Pernkopf begrüßt Mochovce-Verschiebung

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Niederösterreich

09 Mai 09:00 2019 von Redaktion Salzburg Print This Article

Atomkraft darf keine Zukunft in Europa haben

Wie gestern bekannt wurde, verschiebt die Slowakei den Betriebsbeginn des 3. und 4. Blocks des Atomkraftwerks Mochovce. Das teilte Branislav Strycek, Generaldirektor der Betreiberfirma Slovenske Elektrarne (SE), am Montag vor dem Wirtschaftsausschuss des Parlaments in Bratislava mit. Das Atomkraftwerk befindet sich nur rund 100 Kilometer von der niederösterreichischen Grenze entfernt. Dazu Niederösterreichs LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf: „Das Kernkraftwerk Mochovce ist ein Risiko für die österreichische Bevölkerung. Die neuen Reaktoren 3 und 4 sind nach völlig veralteten Standards erbaut worden. Die Verschiebung ist daher ein ganz wichtiger und richtiger Schritt. Die Atomkraft darf keine Zukunft in Europa haben!“

Die zuletzt für Juni vorgesehene Inbetriebnahme von Block 3 verzögere sich mindestens bis November 2019, möglicherweise sogar bis März 2020, nachdem sie ursprünglich schon 2012 in Betrieb gehen hätten sollen. Grund seien nach Stryceks Angaben vor allem erwartete Einsprüche aus Österreich gegen die Betriebsgenehmigung, die das slowakische Atomaufsichtsamt UJD demnächst erteilen sollte. Pernkopf:„Das zeigt, das sich unser breiter Widerstand bezahlt macht. Wir dürfen daher auch weiterhin nicht lockerlassen, wenn es um die Sicherheit unserer Regionen geht. Wir müssen raus aus der Atomkraft und auf Erneuerbare Energie setzen. Wir in Niederösterreich sind hier europaweit glaubwürdig, da wir bereits seit 2015 hundert Prozent unseres Strombedarfs sicher und sauber aus Wind, Wasser, Biomasse und der Kraft der Sonne erzeugen.“ Im Moment erarbeitet Niederösterreich gerade den nächsten Energie- und Klimafahrplan, der die blau-gelbe Energiewende weiterschreiben soll.


Quelle: Land Niederösterreich



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