Graz: Öffi-Offensive - Bim-Paket II wird vorbereitet

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Graz - Symbolbild
© TheoRivierenlaan, pixelio.de
10 Feb 06:00 2019 von Redaktion Salzburg Print This Article

Zusätzlich zur Verbesserung des bestehenden ÖV-Angebots durch dichtere Abend- und Wochenendverkehre sowie Taktverdichtungen sei es jetzt schon notwendig, die politische Willensbildung für die Prioritäten des Ausbaus nach 2023 herbeizuführen, so Kahr bei der Pressekonferenz am 8.2.: „Ich sehe da durchaus positive Signale, weil alle Parteien erkannt haben, dass die Straßenbahn das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs ist und hier - in Verbindung mit Verbesserungen im Busnetz - die Chance liegt, die Mobilität in einer stark wachsenden und mit vielen Belastungen konfrontierten Stadt abzuwickeln." Schon heute werden täglich rund 170.000 Fahrgäste in Straßenbahnen und rund 150.000 in Bussen befördert. In den kommenden Monaten wir mit der Studie des Züricher ÖV-Planers Willi Hüsler die Grundlage für den weiteren Straßenbahnausbau vorliegen, eine Studie die aufgrund der aktuellen Stadtentwicklung neu beauftragt worden ist: „Zwei Linien sind, so zeigen die Zwischenergebnisse, aus unserer Sicht machbar und schaffbar: eine Linie in den Südwesten und eine in den Nordwesten nach Gösting." Beide Ausbauprojekte haben auch neue Nahverkehrsknoten (Verknüfungen mit der Schnellbahn von ÖBB in Gösting bzw. der GKB in Wetzelsdorf/Roseggerstraße) im Visier. Sobald die Daten vorliegen, soll der Verkehrsausschuss befasst werden: „Ziel ist es, dass noch heuer die politische Willensbildung erfolgt."

Südwest- und NordwestlinieDie ersten Zahlen sprechen für sich: Laut Prognosen für 2030 würden 30.000 bis 40.000 Fahrgäste pro Tag die Südwestlinie bis Straßgang - mit einer der den beiden inneren Varianten über Elisabethinergasse - Don Bosco - Reininghaus oder Griesplatz - Citypark - Don Bosco - Reininghaus nutzen, nach Gösting wären rund 55.600 unterwegs. Dies liegt in etwa im Bereich der heute stärksten Linie 7 (45.000 Fahrgäste/d). Bei beiden Linien werden auch künftige Nahverkehrsknoten, also S-Bahn-Verknüpfungen mit ÖBB bzw. GKB in Gösting und Wetzesdorf (Roseggerstraße mit berücksichtigt.

Daten Verkehrsprognose 2030

SW-Linie Elisabethinergasse - Reininghaus - Straßgangerstraße

SW-Linie Griesplatz - Reininghaus - Straßgangerstraße

NW-Linie Roseggerhaus - Lendplatz - Fröbelpark - Gösting

Fahrgaststeigerung Gesamtnetz

13.600

10.900

19.600

Fahrgäste/d Linie

39.800

30.500

55.600

Baukosten (Mio. €)

56,2 + 61,7

66,3 + 61,7

88,5

Länge (km)

2,2 + 3,9

2,8+3,9

4,4

Weitere AusbauoptionenZusätzlich zu den Nordwest- und Südwestlinien werden von Hüsler weitere Ausbauoptionen näher betrachtet: - Uni-Linie: Umlegung Linie 1 über Glacis - Zinzendorfgasse - Neue Linie 2: Hauptbahnhof - Lendplatz - Geidorfplatz - Uni - Leonhardstraße - Landeskrankenhaus - Verlängerung Linie 7 bis Belgierkaserne - Linie 5 Verlängerung Center West (ev. mit P&R-Anlage) - Linie 5 Verlängerung Weinzöttlstraße / Hofer-Markt (mit P&R-Anlage) - neue Straßenbahnlinie Liebenau West. Die beiden Verlängerungen des 5ers sind vor allem im Zusammenhang mit Plänen für neue P&R-Anlagen interessant.

„Es ist unser Anliegen, nach Abwägung aller Für und Wider möglichst rasch eine Entscheidung über das `Straßenbahnpaket II´ herbeizuführen. So sollen ohne Verzögerung weitere Ausbauprojekte auf Schiene gebracht, d.h. im Detail geplant und die Finanzierung sichergestellt werden", so Kahr.



Quelle: Stadt Graz



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