Neue Sonderbriefmarke galoppiert ein

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Übergabe der Sondermarke
Foto: SRS
05 Jul 20:00 2020 von OTS Print This Article

Post bringt Sonderbriefmarke zum 100-jährigen Jubiläum des "Lipizzanergestüt Piber" heraus

Wien (OTS) - 1920 fanden die Lipizzaner, die berühmten weißen Pferde aus der Hofreitschule, ihre neue Heimat in Piber in der Weststeiermark. Die Österreichische Post gratuliert dem Lipizzanergestüt mit einer Sondermarke zum 100. Geburtstag.

Das Gestüt kümmert sich um die Zucht der Lipizzaner, der ältesten Kulturpferderasse Europas. In Piber, einem Ortsteil der Stadt Köflach, kommen pro Jahr rund 40 Fohlen zur Welt. Sie alle stammen von sechs Hengstlinien und 17 klassischen Stutfamilien ab, die bis ins 18. Jahrhundert zurückreichen. Die Aufzucht verbringen die Fohlen in Piber, nur die bewährtesten Hengste durchlaufen eine umfangreiche Ausbildung bis hin zur „hohen Schule“ der klassischen Reitkunst, die in der Spanischen Hofreitschule in Wien vorgeführt wird.

Das erste Exemplar der Sondermarke wurde gestern, am 2. Juli, von Stefan Nemeth, MBA, Leitung Produktmanagement und E-Business Filialen der Österreichischen Post AG, an Marius Schreiner, Bereiter der Spanischen Hofreitschule, in der Winterreithalle im 1. Wiener Gemeindebezirk übergeben.

Morgen, am 4. Juli, findet von 11 bis 16 Uhr ein Sonderpostamt direkt im Lipizzanergestüt Piber, Piber 1, 8580 Köflach statt. Lipizzaner-Fans und Sammler*innen können vor Ort die neue Briefmarke erstehen und diese gleich mit dem passenden Sonderstempel abstempeln lassen. Die dazugehörige Abhandlung, das Ersttagkuvert und andere Philatelieprodukte werden ebenfalls erhältlich sein.

Der Grafikentwurf der Sonderbriefmarke stammt von Anita Kern. Die Marke mit einem Nennwert von 1 Euro wird 350.000 Mal aufgelegt und ist in allen Postfilialen, unter onlineshop.post.at sowie beim Sammler-Service der Österreichischen Post (Telefon: +43 577 67 – 95095; E-Mail: [email protected] ) erhältlich.

Spanische Hofreitschule - Lipizzanergestüt Piber

Die Geschichte der Spanischen Hofreitschule in Wien geht bis ins 16. Jahrhundert zurück, als nahe der Hofburg eine Reitbahn eingerichtet wurde und die Pferde der Habsburger in der Stallburg untergebracht wurden. Ihren Namen verdanken die eleganten Pferde dem Dorf Lipica im heutigen Slowenien: 1580 begründete Erzherzog Karl II. dort ein Gestüt, um herausragende Pferde für den Habsburger Hof zu züchten. Im Zuge des Ersten Weltkriegs wurden die Pferde aus Lipica nach Österreich und Tschechien verlegt, 1920 fanden die Pferde in Piber ein neues Zuhause. Im Jahr 2016 wurde das in Piber gepflegte „Wissen um die Lipizzanerzucht“ von der UNESCO in das Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes in Österreich aufgenommen.


Quelle: OTS



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