Neue Projekte zur Unterstützung des Görtschitztals werden beschlossen

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Kärnten

12 Jän 23:00 2019 von Gerhard Repp Print This Article

LH Kaiser, LR Fellner: Positive Entwicklung des Tales weiter unterstützen - Vier Diplomarbeiten zur Region werden mit je 5.000 Euro gefördert - Potenzial von Hanfanbau im Görtschitztal wird wissenschaftlich überprüft

Klagenfurt (LPD). Das Götschitztal entwickelt sich weiter positiv. "Neben den immer weiter sinkenden HCB-Werten setzt die Kärntner Landesregierung gemeinsam mit dem Zukunftskomitee Görtschitztal alle Hebel in Bewegung, um das Tal und dessen Bevölkerung in eine positive Zukunft zu führen. In der kommenden Regierungssitzung am Dienstag werden wir seitens des Kollegiums zwei neue Projekte zur Unterstützung des Görtschitztals beschließen", kündigen Landeshauptmann Peter Kaiser und Landesrat Daniel Fellner heute, Samstag, an. Als Basis für die geförderten Projekte gilt der "Masterplan Görtschitztal 2015 ", der den Rahmen für die Neupositionierung des Görtschitztals setzt.

Zum einen werden im neuen Jahr aus dem Görtschitztalfonds vier Stipendien für Diplomarbeiten vergeben, die einen direkten Bezug zur Region aufweisen. Jede der vier Diplomarbeiten wird dabei mit 5.000 Euro unterstützt. "Studentinnen und Studenten sollen die Möglichkeit bekommen und dazu motiviert werden, interessante Themen für das Görtschitztal zu bearbeiten und zu erforschen. Das ist eine win-win-Situation: Einerseits werden so möglicherweise interessante Ideen für die Zukunft des Görtschitztales erarbeitet, andererseits setzen sich Studenten direkt mit einem wichtigen Stück Heimat auseinander", so Kaiser.

Die Diplomarbeiten können aus jedem wissenschaftlichen Bereich kommen, sie müssen aber einen eindeutigen Bezug zur Region herstellen. Entsprechende Anträge für die Stipendien können von den Studentinnen und Studenten beim Zukunftskomitee Görtschitztal (http://www.region-kaerntenmitte.at) eingereicht werden. Welche Arbeiten schlussendlich unterstützt werden, entscheiden die Mitglieder des Zukunftskomitees.

Mit 10.000 Euro gefördert wird in einem weiteren Projekt die wissenschaftliche Überprüfung eines möglichen Hanf-Anbaus im Görtschitztal. Im Rahmen einer Masterarbeit am Institut für Geographie und Raumforschung an der Grazer Karl-Franzens-Universität wird derzeit das Potenzial eines Anbaus von Hanf im Görtschitztal überprüft. Die Analyse soll zukünftige Umsetzungsmöglichkeiten für Projekte zum Thema Hanf erarbeiten. Der Görtschitztaler Masterplan sehe vor allem die Förderung von regionalen Wertschöpfungsketten, insbesondere im Bereich der landwirtschaftlichen Produkte, vor. Daher sei eine Prüfung von Hanf-Anbau in den Gemeinden des Görtschitztales durchaus sinnvoll.

Gerade in der Industrie werden schnell nachwachsende Rohstoffe stark nachgefragt. Hanf lässt sich unkompliziert anbauen, ist als gesamte Pflanze verwertbar und zeichnet sich durch eine Reihe von positiven Eigenschaften aus. Das Anwendungsspektrum des Nutzhanfs ist sehr breit und reicht von der Nutzung der Hanffasern als Rohstoff für die Textilindustrie über die Verwendung von Hanföl und Hanfsamen bei der Ernährung bis zur Nutzung als Baustoff. Heute finden Hanffasern zudem zunehmend Verwendung als Faseranteil in naturfaserverstärkten Kunststoffen und anderen modernen Anwendungsbereichen. Der Anbau von Hanf kann daher eine echte Alternative für die Landwirtschaft darstellen. Die Landesregierung erwartet sich von der Potenzialanalyse konkrete Ergebnisse, ob der Anbau von Hanf im Görtschitztal positive Effekte für die Region bringen könnte.



Quelle: Land Kärnten



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