Nachhaltigkeit im Garten beginnt mit einem klimaneutralen Holzhaus

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Foto: Donna Godsell / Unsplash
26 Nov 21:43 2019 von Redaktion International Print This Article

Viele Österreicher schätzen es sehr, den eigenen Garten nach dem Vorbild der Natur zu bewirtschaften. Gegen fruchtfressende Schädlinge lässt sich auch mit natürlichen Mitteln vorgehen. So hilft ein Netz, um den Kirschbaum zuverlässig gegen Vogelfraß zu schützen. Auch gegen Insekten und Schnecken, die am Gartengemüse knabbern, muss nicht zwangsläufig umweltschädliches Gift eingesetzt werden. Johannes Gepp, vom Naturschutzbund Österreich, warnt davor, noch mehr Pestizide großflächig gegen heimische Insekten einzusetzen. Nach Angaben von Gepp hat sich in Österreich zum Beispiel die Präsenz des Tagfalters auf gerade einmal ein Hundertstel der ursprünglichen Population vor noch 100 Jahren reduziert. Dies sei menschliches Verschulden, so Gepp weiter. Jeder Österreicher kann in seinem Garten etwas dafür tun, dass die bunten Flieger wieder häufiger über Wiesen und Weiden zu erspähen sind.

Bunte, duftende Blumen locken Schmetterlinge und Insekten an

Wie auch die meisten Insektenarten bevorzugen Tagfalter eine reiche Auswahl an unterschiedlichen Blüten, um Nektar zu trinken. Bei Bienen ist es zum Beispiel so, dass sie nicht nur durch zu viele Pestizide in der Agrarwirtschaft empfindlich in ihrer Vermehrung gestört werden. Zudem müssen sie häufig endlose Strecken über ausdehnende Monokulturen zurücklegen. Es verwundert die Wissenschaftler, warum sich Wild- und Honigbienen nicht reichlich laben an den Blüten von Raps oder Mais, die zwei in Österreich am meisten kultivierten Nutzpflanzen. Warum die Bienen lieber verhungern, anstatt nur Pollen einer einzigen Pflanzenart zu sammeln, konnte bislang noch nicht eindeutig analysiert werden. Fest steht jedoch, dass die Bienen das reichhaltige Angebot ablehnen und lieber endlose Flugstrecken in Kauf nehmen, um nach weiteren Kulturpflanzen zu suchen, deren Pollen sie sammeln können, um das Fortbestehen im eigenen Bienenstock zu sichern.

Wer heimischen Insekten und Faltern im eigenen Garten eine Freude machen möchte, sät im Frühjahr einen Blütenteppich verschiedenster Wildblumen aus. Dies sieht nicht nur überaus hübsch aus, wenn sich Klatschmohn, Kornblumen, Adonisröschen und Sommerwurz auf den Rasenflächen im Garten ausbreiten dürfen, sondern vor allem können sich Gärtner dann auch an den bunten und immer seltener werdenden Tagfaltern erfreuen. Viel Pflege benötigen Wiesenblumen oftmals nicht, sie können tagelang ohne Regen auskommen und benötigen kaum chemischen Dünger.

Nachhaltigkeit im Gartenhaus: Plastik und Kunststoff ade!

Wer den Plastik-Geräteschuppen entsorgt, und durch eine Variante aus unbehandeltem Naturholz ersetzt, sorgt nicht nur für eine angenehme Optik im heimischen Garten. Durch Witterungseinflüsse kann es immer wieder passieren, dass Mikroplastiken aus korrodierenden Gartenschuppen in den Naturkreislauf gelangen. Erschreckende Ergebnisse liefert die Forschung aus Deutschland: Das dortige Umweltbundesamt hat im Organismus von annähernd allen deutschen Kindern kleinste Plastikpartikel nachweisen können. Mit einem Holzhaus im Garten kann es nicht passieren, dass kleinste Plastikteilchen abgelöst werden und über den Boden und das Grundwasser schließlich ihren Weg in den menschlichen Körper finden!

Gartenhäuser und Geräteschuppen von Händlern wie Pineca.de sind aus rasch nachwachsenden Rohstoffen gefertigt, welche klimaneutral kultiviert werden und den Planeten nicht noch zusätzlich durch lange Transportwege schädigen. Vielmehr sind harte Nadelgewächse verarbeitet worden, die dem Gärtner auch in vielen Jahren noch gute Dienste erweisen werden und nicht so schnell verwittern. Stammen diese Gehölze zum Beispiel aus Skandinavien, herrschen dort das ganze Jahr über Klimabedingungen, die dazu beitragen, dass das Holz überaus widerstandsfähig wird. So können Kiefernhölzer aus dem Norden ebenso trockene, heiße Tage unbeschadet überstehen, wie auch extrem kalte Winter. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen in etwa bei den Werten, die auch Österreich erreicht. Statistisch gesehen sinken die Außentemperaturen bei uns im Januar und Februar auf etwa -4 bis -2 °C, während es nur bis zu 3 Sonnenstunden am Tag gibt.

Holzbauten mit langer Tradition in Österreich

Eine Holzarchitektur der besonderen Art gibt es im Alpbachtal zu erkunden, auch im Bregenzerwald finden sich klassische Schindelhäuser. In Österreich wird seit vielen Hundert Jahren mit Holz gebaut, bei vielen Häusern dient Holz als Fundament, welches mit Beton umschlossen noch langlebiger gemacht wird. Als traditionelles Holz für die weltberühmten Holzhäuser wird in Österreich die Zirbel verwendet. Diese Kiefernart bildet Pfahlwurzeln aus und wächst auch unter besonders widrigen Bedingungen. So gedeihen die immergrünen Zirbelkiefern auch an Felshängen und kommen mit nur wenigen Nährstoffen im Boden aus. Das Holz ist daher besonders widerstandsfähig, auch bei anhaltender Hitze oder ständigen Niederschlägen. Für ihren einzigartigen Duft ist die Zirbe auch über die Landesgrenzen Österreichs hinaus bekannt und überaus beliebt.



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