Nach der Mure - Uttendorf räumt auf

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Foto: Land Salzburg/Melanie Hutter
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Foto: Land Salzburg/Martin Lausenhammer
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Foto: Land Salzburg/Melanie Hutter
02 Jul 16:56 2019 von Redaktion Salzburg Print This Article

Manlitzbach verwüstete 90 Häuser / Fotostrecke von den Arbeiten im Oberpinzgau

(LK) Ein starker Regenguss - wochenlange, mühsame Aufräumarbeiten. In Uttendorf müssen nach der Vermurung massive Schäden beseitigt werden. Den Mut verlieren die Betroffenen nicht, denn: Es wurde niemand verletzt und die Hilfe der Einsatzkräfte, des Bundesheeres sowie der Nachbarn ist enorm. „Ich bin mit den Einsatzkräften in ständigem Kontakt. Alle haben mir versichert, dass der Zusammenhalt in der Gemeinde enorm ist. Außerdem funktioniert das Zusammenspiel von Bezirkshauptmannschaft und Blaulichtorganisationen hervorragend“, so Landeshauptmann Wilfried Haslauer, der sich bei allen Helfern herzlich bedankt.

Zirka 90 Häuser zwischen dem Ortszentrum und Litzeldorf sind von den Schlamm- und Wassermassen beschädigt worden, einige davon massiv. Der Katastrophenschutz der Bezirkshauptmannschaft Zell am See, die Feuerwehren von Krimml bis Piesendorf, alle anderen Blaulichtorganisationen, der Wildbach- und Lawinenverbauung, Baggerunternehmer, Nachbarn, Freunde und viele mehr packen mit an. Großteils kommt schweres Gerät zum Einsatz, aber vielerorts können nur fleißige Hände helfen. Am Dienstag rückte auch das Bundesheer mit 30 Soldaten aus Saalfelden und 20 aus St. Johann an.

Jetzt muss es schnell gehen

„Das Wasser ist nicht das größte Problem, es ist vielmehr der Schlamm, der schnell entfernt werden muss“, so Florian Schett, stellvertretender Ortsfeuerwehrkommandant in Uttendorf. Er schildert die Szenen, als am Montagabend ganze Familien nur mehr mit der Baggerschaufel aus dem ersten Stock ihrer Häuser geborgen werden konnten. „Gestern waren 190 Feuerwehrkameraden auch aus den Nachbargemeinden im Einsatz, heute 150. Ich denke, es wird noch zirka eine Woche dauern, bis das Gröbste erledigt ist“, so Schett.

Sperren werden ausgebaggert

Doch nicht nur an den beschädigten Häusern wird gearbeitet, die bis zum Rand gefüllten Sperren an den Bächen müssen so rasch wie möglich ausgebaggert werden. „Heute fand noch einmal eine Befliegung des Manlitzbaches statt, um die Gefahr noch besser einschätzen zu können. Fest steht, dass wir hier schnell reagieren müssen, in Abstimmung mit den Experten der Wildbach- und Lawinenverbauung so Bezirkshauptmann Bernhard Gratz.

Bundesheer hilft unbürokratisch und schnell

50 Soldaten des Österreichischen Bundesheeres aus den Kasernen in Saalfelden und St. Johann helfen seit Montag ebenfalls in Uttendorf. Einsatzleiter Oberstleutnant Christian Steger-Jud bringt die Mission auf den Punkt: „Wir unterstützen die Bevölkerung, so gut es geht und wo es geht. Eine der wichtigsten Aufgaben ist sicher, die Keller wieder frei zu bekommen“, so der Einsatzleiter des Bundesheeres.

Bürgermeister: „Stolz auf die Uttendorfer“

Uttendorfs Bürgermeister Hannes Lerchbaumer jedenfalls geht auch von intensiven Aufräumarbeiten, die mindestens eine Woche lang dauern aus. „Angesichts der Zerstörung bin ich stolz auf den ganzen Ort, wie sehr zusammen geholfen wird. Da wird geholfen, obwohl der eigene Keller noch voller Wasser ist.“


Quelle: Land Salzburg



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