NÖ Handelsbetriebe mit dem EMPORION Handelspreis ausgezeichnet

Slide background
Die EMPORION-Preisträger in Kategorie „Stationäre Handelsbetriebe bis 10 Mitarbeiter“ mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (rechts), Franz Kirnbauer, NÖ Wirtschaftskammer, Sparte Handel (links) und NÖ Wirtschaftskammer-Präsidentin Sonja Zwazl (zweite von links)
Foto: © NLK Reinberger
18 Jän 20:00 2020 von Redaktion Salzburg Print This Article

LH Mikl-Leitner: Müssen Bevölkerung sensibilisieren, regional und damit nachhaltig einzukaufen

„Nachhaltig zu leben heißt regional zu kaufen. Die Nahversorger sind die Lebensadern in unseren Gemeinden, sie stehen für Nachhaltigkeit und leben Nachhaltigkeit“, betonte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner gestern Abend im WIFI NÖ in St. Pölten bei der Verleihung des EMPORION, den neuen Preis für niederösterreichische Handelsunternehmen. In vier Kategorien wurden innovative Ideen, Maßnahmen und Konzepte von Handelsunternehmen gesucht, ausgezeichnet und einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Auch die beliebtesten Einkaufsstraßen Niederösterreichs wurden vor den Vorhang geholt.

„Im Kampf für den stationären Handel“ brauche es eine Sensibilisierung der Bevölkerung und eine Schärfung des Bewusstseins der Konsumenten, was ihr Kaufverhalten auch für die regionale Wirtschaft und Arbeitsplätze bedeute, so die Landeshauptfrau. Und das müsse bereits im Elternhaus beginnen. Sie persönlich gehe „gerne und viel einkaufen“, und das regional. Mikl-Leitner: “Dort wo ich Lebensqualität genieße, dort soll auch die Wertschöpfung bleiben.“

Tatsache sei aber auch: „60 Prozent der Ausgaben im Online-Handel fließen ins Ausland.“ Für die Landeshauptfrau brauche es zudem „klare Regulative, um eine Wettbewerbsgleichheit herzustellen“. Abschließend dankte Mikl-Leitner den Preisträgern für ihre Ideen und ihr Engagement, den stationären Handel ständig weiterzuentwickeln.

NÖ Wirtschaftskammer-Präsidentin Sonja Zwazl bezeichnete die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an diesem Wettbewerb „als diejenigen, die Kraft und Zuversicht geben“. Sie würden einen „offenen Blick“ für die Anliegen der Kunden haben, darauf schauen, dass die Geschäfte attraktiv wären und den Kunden ein Einkauferlebnis bieten. Dazu zeichne den stationären Handel neben einem guten Angebot auch Freundlichkeit und Kompetenz aus. „Wir können von den Besten lernen“, so Zwazl, und auch aufzeigen, was man noch besser machen könne.

In insgesamt vier Kategorien konnten beim die niederösterreichischen Handelsunternehmen ihre Erfolgskonzepte einreichen. Neben stationären Handelsbetrieben, die sich in zwei Betriebsgrößen unterteilen (bis zehn sowie ab elf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter), sind Webshops/Onlinehändler sowie Multichannel-Anbieter die weiteren Einreichklassen. Zu letzterer zählen auch stationäre Betriebe, die zudem einen Webshop betreiben. In Summe gab es 68 Einreichungen.

Die EMPORION-Preisträger: In Kategorie „Stationäre Handelsbetriebe bis 10 Mitarbeiter“ ging der erste Platz an Angela Czihak, Einzelhandel (Gaming), Projekt „Kauf z’Haus“, gefolgt von Klara Weyerer, Einzelhandel (Mödling), Projekt „Kostenfreies Kulturprogramm“ und Arnold Bolomsky, Einzelhandel (Zwettl), Projekt „recognize“.

In der Kategorie „Stationäre Handelsbetriebe ab 11 Mitarbeiter“ ging Platz eins an ADEG Walter Schmutterer (Reisenberg), Projekt „Regionale Lieferanten“, Platz zwei an SPAR Ewald Fiby (Neudorf bei Staatz), Projekt „Einkaufssackerlparkplatz“ und Platz drei an Modehaus Kutsam (St. Valentin), Projekt „Kundenkarten App“.

In Kategorie „Webshops und Onlinehändler“ gewann Peter Patak, Regionalis Onlinemarktplatz GmbH (Gerasdorf), Projekt „Plattform regionale Kleinproduzenten“ vor Gerhard Zoubek Vertriebs GmbH, Biohof Adamah (Glinzendorf), Projekt „Freundeskreis“ und Gerwald Wessely, zeltstadt.at (Langenzersdorf), Projekt „Zeltschau-Zelte-begreifen“.

In der Kategorie „Multichannel Anbieter“ siegte Styx Naturcosmetic GmbH (Obergrafendorf), Projekt „Aus Besuchern/Kunden im Geschäft Online-Kunden machen“ vor Kastner GroßhandelsgesmbH (Zwettl), Projekt „B2B Webshop mit KI und Spracherkennung“ und Denner GmbH (Laa/Thaya) Projekt „Wiederbefüllung von Druckerpatronen“.

Die beliebtesten Einkaufsorte in Niederösterreich sind in der Kategorie „Kleine Orte“ Loosdorf, Gresten und Mank, in der Kategorie „Mittlere Orte“ Ternitz, Wolkersdorf und St. Valentin und in der Kategorie „Große Einkaufsstädte“ Mistelbach, Gmünd und Krems.


Quelle: Land Niederösterreich



  Markiert "tagged" als:
  Kategorien:
Redaktion Salzburg

Redaktion Tennengau

Weitere Artikel von Redaktion Salzburg