Niederösterreich: Mixed Reality – neues Clusterprojekt ermöglicht Erprobung in der Praxis

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Niederösterreich

14 Mär 12:00 2019 von Redaktion Salzburg Print This Article

LR Bohuslav: Chancen des digitalen Wandels nutzen

Die beiden Technologien Virtual Reality und Augmented Reality – zusammengefasst oft als Mixed Reality (MR) bezeichnet – haben in den vergangenen Jahren großes Interesse in der Wirtschaft geweckt, aber auch Fragen hinsichtlich der wirtschaftlichen Umsetzbarkeit aufgeworfen. Das Projekt „Mixed Reality Based Collaboration for Industry – MRBCI“ - ein gemeinsames Kooperationsprojekt von Kunststoff-Cluster und Mechatronik-Cluster in Niederösterreich - ermöglicht es den beteiligten Unternehmen, die neuen Technologien in der Praxis auszuprobieren. „Digitalisierung ist eines der wichtigsten Themen unserer Zeit. Es ist daher unser vorrangiges Ziel, die heimische Wirtschaft dabei zu unterstützen, die Chancen des digitalen Wandels für sich zu nutzen. Es geht darum, die Technologie zu begreifen, Kompetenz zu erlangen, Netzwerke zu nutzen und schlussendlich Ideen umzusetzen und zu vermarkten. Kooperationsprojekte wie dieses tragen ganz wesentlich zum wichtigen Know-how-Transfer in die Betriebe bei“, erläutert Wirtschafts- und Technologie-Landesrätin Petra Bohuslav.

„Zu den großen Problemstellungen bei der Implementierung innovativer digitaler Technologie in den Unternehmen zählen die Reduktion der Eintrittsbarrieren und die Reduktion der Aufwände – diese Einstiegshürden sind für alle Unternehmen gleich, egal ob KMU oder Industriebetrieb. Im Kooperationsprojekt MRBCI arbeiten die beteiligten Wirtschaftspartner gemeinsam mit wissenschaftlichen Institutionen an Lösungen. Komplexe Fragestellungen gemeinsam zu bearbeiten und so zu Lösungsmöglichkeiten zu kommen, die jedes Unternehmen schlussendlich individuell für sich auslegt und für den wirtschaftlichen Erfolg nutzen kann, ist ein bewährter Innovationstreiber in Niederösterreich“, so Bohuslav.

Im Zentrum des Kooperationsprojekts „MRBCI“ steht die Umsetzung von Use-Cases zu den Themenfeldern „Unterstützung in der Produktion“, „Remote Support“, „Schulung und Training“ sowie „Präsentation von Produkten“. Damit die Projektinhalte auch wirklich den Herausforderungen im Unternehmensalltag entsprechen, wurden teilnehmende Betriebe nach ihren konkreten Problemstellungen befragt.

Nach einer Entwicklungsphase nimmt das Projekt nun Fahrt auf und es geht an die Umsetzung der Use-Cases. In einem dieser Use-Cases geht es zum Beispiel um eine prozessorientierte Anwendung für die Raumplanung und Innenarchitektur. Benutzer können Räume zeichnen und sie mit 3D-Objekten und -Material füllen, das direkt aus Online-Katalogen heruntergeladen wird. Im konkreten Anwendungsfall wird aus einem entworfenen Raum eine virtuelle Umgebung erstellt. Die Anwendung ermöglicht auch Interaktionen in der virtuellen Umgebung, wie zum Beispiel das Ändern von Materialien und Positionen von Objekten. Das hilft den Benutzern, die Dimensionen des Raum besser zu verstehen.

ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki: „In den nächsten eineinhalb Jahren arbeiten 22 Unternehmenspartnern und fünf wissenschaftliche Institutionen gemeinsam daran, Mixed Reality Anwendungen im Detail kennenzulernen und Anwendungsmöglichkeiten für das eigene Unternehmen auszuloten. Hier zeigt sich, dass das langjährige Clustermotto ‚Innovation durch Kooperation‘ auch im Zeitalter der Digitalisierung nichts von seiner Gültigkeit verloren hat. 747 erfolgreiche Cluster-Kooperationsprojekte mit rund 4.200 Projektpartnern sprechen eine deutliche Sprache.“

Unternehmenspartner des MRBCI Projekts haben während der Projektlaufzeit exklusiven Zugang zu den Projektfortschritten und damit einen wesentlichen Wissensvorsprung. Nach Projektende werden die Projektergebnisse, Softwarebibliotheken/Applikationen allerdings öffentlich zugänglich gemacht, um eine größtmögliche Breitenwirkung zu erzielen.



Quelle: Land Niederösterreich



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