Mildes Wetter ermöglicht Wintervorbereitungen

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Der Winter kommt!
Das milde Wetter macht in diesen Tagen noch Gartenarbeiten möglich!
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29 Nov 16:57 2016 von Nicole Scharinger Print This Article

Das vergleichsweise milde Wetter macht in diesen Tagen noch Gartenarbeiten möglich.

Die derzeit für die Jahreszeit ungewöhnlich warmen Temperaturen in Österreich werden sich vielerorts auch noch in die letzte Novemberwoche hinüberretten. Ab Sonntag drückt sich zwar eine Kaltfront aus Nordwesten her ins Land, doch auch diese hält die Temperaturen fest im einstelligen Plus-Bereich und bringt zudem auch noch Sonnenschein für das ganze Land. Wer seinen Garten aber noch nicht auf Winter-Vordermann gebracht hat, sollte dies schnellstmöglich tun. Deshalb hier Tipps für Eilige:

1. Gartenmöbel:

Ganz gleich ob es hölzerne Gartentische und –stühle, oder die im Handel als wetterfest beworbenen Kunststoff-Sitzmöbel sind: Sie müssen jetzt vor der Witterung geschützt werden und zwar aus unterschiedlichen Gründen, die mit dem Material zu tun haben. Als Mindestmaßnahme sollten all diese Möbel zumindest mit einer robusten, verschnürten Kunststofffolie abgedeckt werden.

2. Gartenteich:

Die gute Nachricht: Entgegen den lebhaften Sommermonaten benötigt ein Gartenteich im Winter keine dauerhafte Aufmerksamkeit, sofern jetzt die richtigen Vorbereitungsmaßnahmen getroffen werden. Bis zu einer Wassertemperatur von 8°C mehrmals täglich mit Granulatfutter auf Weizenkeimbasis füttern, damit die Fische sich ausreichende Fettreserven zulegen können. Sollte der Teich zufrieren, die Eisschicht nicht mechanisch öffnen, weil das zu Schockwellen führt, die sich wiederum unter Wasser stark fortsetzen und die Fische schädigen können. Besser jetzt einen Frostfreihalter einsetzen, der immer ein ausreichend großes Loch offenhält. Bis zum Frühjahr sollten alle Blätter mit einem Kescher aus dem Wasser gefischt werden, damit sie nicht verfaulen und den Teich verschlammen.

3. Blumenzwiebeln:

Ob Tulpe oder Narzisse, wer möchte, dass seine Zwiebelpflanzen im neuen Jahr kräftig blühen, sollte sie jetzt unter die Erde bringen. Das muss nicht am endgültigen Standort geschehen, es reicht auch, die Zwiebeln in einem ausreichend großen Bottich mit guter Komposterde zu vergraben. Dabei muss allerdings darauf geachtet werden, um welche Pflanzenart es sich handelt, denn nicht alle sind frostsicher.

4. Laub:

Jetzt dürften von Bäumen und Sträuchern die meisten Blätter abgefallen sein. Und wie jedes Jahr streiten sich die Garten-Hobbyisten wieder darum, ob man diese nun zusammenfegen sollte oder nicht. Grundsätzlich haben die auf dem Boden liegenden Blätter einen natürlichen Nutzen. Einerseits dienen sie als eine gewisse Schutzschicht der darin lebenden Tiere und Pflanzen vor allzu scharfem Frost, Wind und Schnee.

5. Frostempfindliche Topfpflanzen:

Wer Palmen oder Oleander besitzt, sollte das Wetter nutzen, um einen kleinen Kraftakt zu vollziehen: Diese Pflanzen dürfen nämlich unter keinen Umständen draußen überwintern, weil es südländische Pflanzen sind. Dabei benötigen zwar all diese Pflanzen unterschiedliche Zuwendungen, es gibt aber eine Art allgemeingültiges Patentrezept.

6. Außen-Wasserleitungen:

Das Phänomen kennt jedes Schulkind. Sobald Wasser gefriert, dehnt es sich mächtig aus. Das kann bei Wasserrohren und Schläuchen dazu führen, dass diese im Winter schlicht platzen. Damit das nicht geschieht, sind Maßnahmen nötig. Bei Wasserrohen, die aus dem Keller in den Garten zum Wasserhahn führen, sollte diese Abzweigung durch einen Hahn vom restlichen Kreislauf abgesperrt und dann durch Aufdrehen des Außenhahnes entleert werden. Auch Gartenschläuche müssen abgerollt und Stück für Stück vom Wasserinhalt befreit werden.

7. Gartenwerkzeug:

Für die Werkzeuge zwischen Spaten, Hacke und Rechen gilt das Gleiche wie für die Gartenmöbel: Sie müssen zumindest vor der Feuchtigkeit geschützt werden. Da aber diese Geräte meist auch einen erheblichen Anteil an unbehandeltem Metall haben, ist etwas mehr Arbeit vonnöten. Hier sollte man die Metallteile mit einer Drahtbürste säubern und auch eventuellen Flugrost entfernen.

Achtung: Mit Leinöl getränkte Lappen neigen zur Selbstentzündung. Diese nicht sofort in die Mülltonne werfen, sondern im Freien auf einer feuerfesten Unterlage ausgebreitet einige Tage ausdünsten lassen.

Fazit:

Die letzten schönen Tage sehen uns ins Haus. Wer bisher bei der Wintervorbereitung des Gartens nicht dabei war, sollte diese, wahrscheinlich letzte Chance nutzen, bevor das Versäumnis ihm im kommenden Frühjahr die doppelte oder dreifache Menge an Arbeit und Kosten beschert.



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