Tirol: LRin Zoller-Frischauf: ,,Internetphänomene wie ‚Momo‘ ernst nehmen, aber nicht in Panik geraten“

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08 Mär 23:00 2019 von Redaktion Salzburg Print This Article

InfoEck berät zu Umgang mit Internet und sozialen Netzwerken

Aktuell treibt wieder die Internet-Gruselfigur „Momo“ auf dem Videoportal Youtube und dem Nachrichtendienst Whatsapp ihr Unwesen, nachdem diese im Sommer 2018 bereits für Aufregung gesorgt hatte. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des InfoEcks, der Jugendinfo des Landes Tirol, stehen bei Fragen aller Art, etwa zu heiklen Thematiken wie dem Phänomen ‚Momo‘ oder Sexting, Computerspielen und Cyber-Mobbing gerne zur Verfügung. Sie helfen auch bei der Überprüfung von Privatsphäre-Einstellungen bei Apps“, lädt Jugendlandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf dazu ein, das Informationsangebot des Landes wahrzunehmen.

Umgang mit kritischen Inhalten im Netz

Das bizarre Phänomen „Momo“ erscheint derzeit beispielsweise in manipulierten Videos für Kinder, fordert diese auf, sich zu verletzen und den Herd aufzudrehen oder schickt – getarnt als Fake-Account – kryptische Nachrichten und Schockbilder. Über Kettenbriefe wurde „Momo“ massenweise auf Whatsapp verbreitet.

LRin Zoller-Frischauf stellt klar: „Internetphänomene wie ‚Momo‘ verunsichern Eltern, Kinder und Jugendliche gleichermaßen und sind ernst zu nehmen. Panik sollte deswegen aber keine ausbrechen. Bei verstörenden Inhalten wie der Figur ‚Momo‘ sollte man den Kindern in Ruhe erklären, dass diese nicht echt sind, keine reale Gefahr droht und die Kinder böswilligen Aufforderungen keinesfalls Folge leisten dürfen. Auch Kettenbriefe sollten nicht weitergesendet werden. Es ist jedenfalls wichtig, sich generell über kritische und nicht kindgerechte Inhalte im Internet und sozialen Medien sowie dem Umgang damit genau zu informieren.“

Internet ist schlechter Babysitter

Tatsächlich gibt es zahlreiche Wege, um Kinder und Jugendliche vor dem Kontakt mit schädlichen Inhalten zu bewahren. Die meisten Plattformen wie Youtube oder Facebook verfügen über Einstellungen zu Jugendschutz und Privatsphäre. Vorsicht ist auch dann geboten, wenn Unbekannte über soziale Medien oder einem Onlinespiel Kontakt mit Kindern und Jugendlichen aufnehmen.

„Das Internet ist kein guter Babysitter“, warnt LRin Zoller-Frischauf und spricht damit die Problematik an, dass viele Kinder oft alleine am Handy, Tablet oder Computer im Internet surfen können. Hier appelliert sie an die Eltern, sensibel zu agieren. Wichtig sei es, mit den Kindern über den Umgang mit dem Internet zu reden und gemeinsam Regeln für den Konsum und die Nutzung sozialer Medien aufzustellen.

InfoEck als Anlaufstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern

Das InfoEck ist die Tiroler Koordinationsstelle der österreichischen Initiative saferinternet.at, die Kinder, Jugendliche, Eltern und Lehrende beim sicheren, kompetenten und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien unterstützt. Die Jugendinfo informiert auch über einen regelmäßigen Whatsapp Broadcast zu den unterschiedlichsten Jugendthemen. Interessierte müssen einfach eine Whattsapp-Nachricht mit dem Text „Anmelden“ an die Nummer 0699/ 15 08 35 15 schicken.

Kontakt

InfoEck – Jugendinfo Tirol

Kaiser-Josef-Str. 1 6020 Innsbruck

Tel.: 0512 / 57 17 99

E-Mail: [email protected]

Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag, 13 bis 17 Uhr

Wichtige Infos zum Thema Internet unter www.mei-infoeck.at/leben/neue-medien


Quelle: Land Tirol



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