LR Tittler im Austausch mit der heimischen Bauwirtschaft

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Vorarlberg

20 Jän 06:00 2020 von Redaktion Salzburg Print This Article

Vorarlberger Bautage in Lech

Lech (VLK) – Das Land Vorarlberg setzt weiterhin deutliche Impulse für die heimische Bauwirtschaft, sagte Landesrat Marco Tittler heute (Freitag) bei den Vorarlberger Bautagen in Lech. "Im Landesbudget 2020 sind allein beim öffentlichen Hochbau, dem Wohn- und Straßenbau insgesamt knapp 220 Millionen Euro investitionswirksam veranschlagt. Wir erzielen damit eine hohe Wertschöpfung, die sich auch auf dem Arbeitsmarkt positiv niederschlägt".

Der Landesrat zeichnete ein „in Summe sehr positives Bild für die heimische Bauwirtschaft“. Als Beleg dafür nannte er unter anderem den guten Auftragsbestand im Baugewerbe: Dieser betrug im 3. Quartal 2019 insgesamt 19,5 Wochen – im Österreichschnitt waren es 16 Wochen. Im vergangenen Jahr wahren im Baugewerbe 11.200 Personen beschäftigt – das ist der höchste Wert seit über zehn Jahren.

Im Rahmen der „Vorarlberger Bautage“ wurden auch Probleme und Anliegen der Bauwirtschaft im Gespräch mit Landesrat Tittler erörtert. Dabei kündigte Tittler an, dass zur Sicherstellung einer möglichst regionalen Versorgung mit mineralischen Rohstoffen eine Rohstoff- und Deponiestrategie erarbeitet werden soll. Als weitere Kernanliegen wurden von der Bauwirtschaft einmal mehr der Abbau von Bürokratie und die Vereinfachung rechtlicher Vorgaben vorgebracht.

Hohe Investitionsquote

Es gehe darum, Vorarlberg weiterhin als wettbewerbsfähigen und attraktiven Standort zu positionieren und die hohe Lebensqualität im Land zu erhalten, so Tittler: "Die Grundlage dafür ist eine gut ausgebaute Verkehrs- und Gebäudeinfrastruktur.“ Die Bauinvestitionen des Landes sind die Basis für wichtige Verbesserungen in bedeutenden Zukunftsbereichen – vor allem Bildung und Gesundheit. Zugleich sichern sie aber auch Wertschöpfung und Arbeitsplätze in den Regionen.

"Die Schaffung von leistbarem Wohnraum ist ein Kernanliegen der Wohnbaupolitik des Landes", hielt der Landesrat fest. Mit dem ambitionierten Wohnbauprogramm im gemeinnützigen Bereich sollen bis 2024 – wie auch im Arbeitsprogramm der Landesregierung festgelegt – mindestens 4.000 Wohnungen errichtet werden. Im Jahr 2020 stehen in der Wohnbauförderung (inkl. Wohnbeihilfe) Mittel in der Höhe von insgesamt rund 156 Millionen Euro zur Verfügung. „Vorarlberg investiert in diesen Bereich im Schnitt 386 Euro pro Einwohner und Jahr – mehr als jedes andere Bundesland“, verdeutlichte Tittler.

Hochbau und Straßenbau: Umfangreiches Programm

An vorderster Stelle des Hochbauprogrammes stehen die Investitionen bei der FH Vorarlberg: Die Aufstockung des Verwaltungstrakts und Sanierung der Außenhülle schlagen heuer mit Kosten von 4,2 Millionen Euro zu Buche. 2,5 Millionen Euro werden heuer in die Erweiterung der Landesberufsschule 2 in Dornbirn investiert. Bei den Landeskrankenhäusern stehen die Fortsetzung der Arbeiten an der neuen OP-Spange Süd des Landeskrankenhauses Feldkirch im Vordergrund, dem bislang größten Hochbauvorhaben des Landes Vorarlberg mit einem Gesamtvolumen von 57,6 Millionen Euro. Die Baurate 2020 beträgt 13,5 Millionen Euro. Weitere Großprojekte sind die Generalsanierung des LKH Bludenz mit einer Baurate von 3,8 Millionen Euro und der Neubau der Erwachsenenpsyhiatrie am LKH Rankweil mit einer Million Euro.

Beim Straßenbauprogramm 2020 können insbesondere die Großprojekte Bludenz-Bürs (Landesanteil heuer rund 1,5 Millionen Euro), Rheintal Mitte (5 Millionen Euro), die Vorarbeiten zum Stadttunnel Feldkirch (3,8 Millionen Euro) sowie der große Neubau der Rheinbrücke Hard-Fußach genannt werden. Baubeginn dieser Brücke ist im Sommer, heuer sind Investitionen von 4,2 Millionen Euro veranschlagt (Gesamtkosten 65 bis 70 Millionen Euro).

"All diese Maßnahmen kommen heimischen Unternehmen und deren Beschäftigten zugute, da eine hohe Wertschöpfung innerhalb der Landesgrenzen generiert wird", fasste Landesrat Tittler zusammen.


Quelle: Land Vorarlberg



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