Vorarlberg: LR Bernhard - Ärztliche Versorgung im Land muss gesichert bleiben

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Vorarlberg

19 Okt 08:00 2019 von Redaktion Salzburg Print This Article

Erneute Forderung nach mehr Medizin-Studienplätzen und attraktiveren Rahmenbedingungen für den Arztberuf

Bregenz (VLK) – Die vorliegenden Ergebnisse des Aufnahmetests an die österreichischen Medizinuniversitäten bestätigen für Landesrat Christian Bernhard einmal mehr die Richtigkeit und Erneuerung der Forderungen an den Bund. 231 Teilnehmende aus Vorarlberg haben sich heuer um ein Medizinstudium in Wien, Graz oder Innsbruck (aus Linz gibt es aus Datenschutzgründen keine Zahlen) beworben, nur 38 haben den Test bestanden. Die Erfolgsquote ist in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken – von 39 bzw. 38 Prozent in den Jahren 2011 und 2012 auf 15 Prozent im Jahr 2018 und zwölf Prozent heuer. Für Landesrat Bernhard ist klar: Es muss gehandelt werden, damit die ärztliche Versorgung auch in Zukunft gesichert werden kann.

Geschlossen haben Landesrat Bernhard und die Mitglieder der Landesgesundheitsreferentenkonferenz am vergangenen Dienstag in Niederösterreich eine deutliche Erhöhung der Anzahl der Medizin-Studienplätze zur Sicherstellung einer bestmöglichen und wohnortnahen Versorgung der Bevölkerung gefordert. Darüber hinaus gelte es Studierende bzw. Ärztinnen und Ärzte verstärkt zu motivieren, in Österreich versorgungsrelevant zu praktizieren. „Wir denken dabei insbesondere an die Einführung eines Stipendiensystems, von dem jene Absolventinnen und Absolventen profitieren, die sich verpflichten, auch in ländlichen Bereichen und Bedarfsregionen ihrem Beruf nachzugehen. Und die Attraktivität des Arztberufes muss verbessert werden, etwa durch die Schaffung eines Facharztes für Allgemeinmedizin“, so Bernhard.

Auch eine inhaltliche Neuausrichtung des Aufnahmetests zum Medizinstudium sei notwendig. „Künstliche Hürden sind nicht der richtige Weg, um die Herausforderungen der Zukunft meistern zu können“, sagt Bernhard. Überdies zeigte sich im Jahr 2019 in dem kompakten Intensivkurs, der von Schloss Hofen angeboten wird, ein Rückgang der Teilnehmenden um rund 30 Prozent. Der dreimonatige Lehrgang zum MedAT wies hingegen konstante Teilnehmerzahlen auf. Diesem Trend, sich intensiver und über einen längeren Zeitraum auf den Aufnahmetest vorzubereiten, wird Schloss Hofen in der Angebotsgestaltung Rechnung tragen. Um das gesamte Vorbereitungsangebot an die sich jährlich verändernden Inhalte des Aufnahmetests besser anzupassen, werden die Angebote derzeit einer umfassenden Evaluation unterzogen.

Zahlen 2019/20 im Detail:

Med.-Uni Wien

Med.Uni Innsbruck

Med.-Uni Graz

Angetreten gesamt

Humanmedizin

6014

2727

2487

Zahnmedizin

451

Angetretene Vorarlberger

Humanmedizin

76

135

6

Zahnmedizin

6

8

0

Studienplätze Vorarlberger

Humanmedizin

8

28

0

Zahnmedizin

2

0

0

Datenquelle: Med.-Unis


Quelle: Land Vorarlberg



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